Neues aus den USA: Washington, Colorado & Arizona

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Kategorien : BetäubungsmittelgesetzBlog

Neues aus den USA: Washington, Colorado & Arizona

In den USA geht es voran - nach Colorado, ist Cannabis jetzt auch in Washington für den Freizeitgebaruch erhältlich und Arizona erweitert sein medizinisches Marihuanaprogramm.

Obwohl der globale Einfluß langsam aber sicher verblasst, beherrscht die USA immer noch so ziemlich die UNO. Das Verbot nahm in den USA seinen Anfang und dort wird es auch enden. Also, was sind die neuesten Entwicklungen im Zusammenhang mit Marihuana, die aus den USA kommen? Hier ist eine Zusammenfassung:

Washington hat Probleme, mit der Nachfrage Schritt zu halten

Washington ist der zweite US Bundesstaat, der Cannabis für den Freizeitgebrauch komplett legalisiert. Anfang dieses Monats öffneten endlich Geschäfte, um es Erwachsenen über 21 Jahren zu ermöglichen, kleine Mengen Cannabis legal zu kaufen und zu konsumieren und wie erwartet wurden sie von Horden eifriger Käufer überlaufen. Leider wurden bisher aber nur sehr wenige Anbaulizenzen ausgegeben (obwohl viele weitere in Bearbeitung sind). Dies führte zu einer Situation einer hohen Nachfrage und eines geringen Angebots, so daß die Einzelhändler innerhalb weniger Tage ausverkauft waren.

Es sollte allerdings kein Grund zur Besorgnis sein, denn es war klar, daß die anfängliche Nachfrage extrem hoch sein würde und da immer mehr Züchtern Lizenzen ausgestellt werden und die anfängliche Aufregung abebbt, wird der Markt alsbald ein stabiles Gleichgewicht erreichen, so daß die Nachfrage gedeckt werden kann. Wichtig ist, daß es so weit funktioniert. Es gibt keine Horden von hirnlosen Kiffern, die durch die Straßen wanken, die Verbrechensrate ist nicht angestiegen und es wurden keine Kinder für Satan geopfert. Wenn man das mit der Tatsache kombiniert, daß in den ersten 3 Tagen des Verkaufs fast $150.000 allein an Steuern generiert wurden, würden wir sagen, daß die Dinge gut stehen.

Die Cannabisindustrie in Colorado boomt immer noch

Im Gegensatz zu Washington hat der Bundesstaat Colorado Cannabis jetzt schon für eine ganze Weile legalisiert (und ist noch immer nicht bis auf die Grundmauern niedergebrannt). Nun, es scheint, daß der Markt noch immer stark ist, wobei eine aktuelle Marktstudie schätzt, daß jeden Monat rund 10 Tonnen legales Marihuana verkauft werden.

Es ist die erste Studie, die die tatsächlichen Marktdaten der ersten 3 Monaten dea Verkaufa bewertet, anstatt Vorhersagen aus Kundenbefragungen zu treffen. Es wird geschätzt, daß die monatliche Nachfrage nach Cannabis sich in Colorado tatsächlich im Bereich von 130 Tonnen bewegt.

Die Ergebnisse dieser Studie liegen fast um ein Drittel höher, als von der staatlichen Finanzbehörde vor Beginn des Verkaufs vorhergesagt wurde, was bedeutet, daß die Höhe der Steuer und damit auch wie der ganze Staat davon profitiert, unterschätzt wurden. Wieder einmal sieht es ziemlich prima aus für legalisiertes Cannabis.

PTBS Patienten in Arizona wird Zugang zu Programmen mit medizinischem Marihuana gewährt

Der Bundesstaat Arizona hat eine Änderung vorgenommen, wer als Teil seines medizinischen Marihuanaprogramms Zugang zu Cannabis bekommen kann. Ab sofort ist es möglich, daß Patienten mit posttraumatischer Belastungsstörung sich medizinisches Marihuana verschreiben lassen können, um die Behandlung ihrer Krankheit zu ergänzen.

Hierfür wurde im Staat seit 2010 gekämpft und es wird angenommen, daß es Tausenden den Zugang gewähren wird, den sie benötigen, vor allem Kriegsveteranen. Außerdem bringt es Cannabis auch einen Schritt näher dazu als Behandlung für PTBS anerkannt zu werden, da Arizona der neunte US Staat sein wird, der die Verwendung von Marihuana für die Therapie legalisiert.

Noch immer landen Tausende von Amerikanern im Gefängnis

Obwohl sich in den USA ein Aufwärtstrend abzeichnet, gibt es noch viel zu bewegen. Einige Staaten mögen die Verwendung von Cannabis legalisiert haben, doch auf Bundesebene ist es immer noch illegal. Es ist wichtig, sich daran zu erinnern, daß große Teile des Landes sich noch immer im Mittelalter befinden und Tausende Cannabiskonsumenten einsperren. Obwohl die Veränderung stattfindet und sich weniger Menschen für eine kleine Menge Cannabis im Strudel der US Justiz wiederfinden, vollzieht sich die Veränderung sehr langsam. Als der ehemalige Präsident Jimmy Carter damals den Kongress ansprach, sagte er bekanntermaßen "Sanktionen gegen den Drogenkonsum sollten nicht schädlicher für eine Person sein, als der Konsum der Droge selbst. Nirgendwo wird dies deutlicher als in den Gesetzen gegen den privaten Besitz von Marihuana für den persönlichen Gebrauch." Es ist an der Zeit, daß die Strafverfolgungsbehörden ihre Köpfe aus dem Sand ziehen, sich an den Wandel der Zeit anpassen und auf diese weisen Worte hören.