Mehr Medizinisches Cannabis In Vorzeitlichen Grabstätten Gefunden

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Mehr Medizinisches Cannabis In Vorzeitlichen Grabstätten Gefunden

Ein Mann wurde mit vollreifen weiblichen Cannabispflanzen in einer alten Grabstätte an der Seidenstraße in China begraben. Wissenschaftler sprechen von einem medizinischen und rituellen Gebrauch der Pflanze in vorzeitlichen Kulturen.

Cannabispflanzen wurden aus einem weiteren vorgeschichtlichen Grab im Nordwesten von China ausgegraben. Das Skelett eines Mannes mittleren Alters welcher mit ganzen Cannabispflanzen bedeckt war wurde vor kurzem entdeckt. Der Mann lebte vor ca. 2,400-2,800 Jahren in Turpan, eine Oase in der Wüste entlang der Seidenstraße. Dreizehn weibliche Cannabispflanzen waren diagonal über den Körper des Mannes angeordnet, welcher wahrscheinlich ein Schamane war.

 

Turpan archaeology

 

Einige Cannabis-Pflanzenteile wurden in den letzten Jahren in Turpan und anderen archäologischen Stätten im Nordwesten von China und Sibirien gefunden. Das Expeditionsteam grub Samen, fein gehackte Blätter, Stängel und Gewebefragmente aus. Es gibt viele archäologische Beweise über umfangreichen Cannabisanbau und Gebrauch für verschiedene Zwecke in den eurasischen Regionen. Der Anbau der Cannabispflanze begann schon vor Tausenden von Jahren, aber alle möglichen Anwendungen, welche eventuell alten Kulturen aus aller Welt bekannt waren, sind noch nicht verstanden.

EIN BESSERES VERSTÄNDNIS ÜBER DEN KONSUM VON CANNABIS IN VORGESCHICHTLICHEN KULTUREN

Der Archäologe und Teamleiter Hongen Jiang meint, dass dieser Fund helfen könnte, die verschiedenen Verwendungen der Pflanze in alten vorgeschichtlichen Kulturen zu verstehen. Beispielsweise wurden keine Gewebe aus Hanf oder Samen in Turpan gefunden. Stattdessen wurden zum ersten Mal viele komplette Cannabispflanzen gefunden, die die Leiche bedeckten. Dieses legt einen anderen Zweck nahe, als die Stücke von Textilien und Samen, welche vorher in anderen archäologischen Stätten gefunden wurden.

Der Fund in China gibt uns einen weiteren bemerkenswerten Hinweis. Von fast allen Pflanzen in diesem Grab waren die reifen Blüten entfernt wurden. Eventuell hatte der tote Mann schon das, was er für seine Reise brauchte, während seine Zurückgebliebenden den Rest der kostbaren Ernte für sich behielten? Die zurückgelassenen Blütenknospen am Grabtuch waren bedeckt mit Trichomen, was darauf hinweist, dass die Pflanzen zum richtigen Zeitpunkt geerntet wurden. Dieses deutet für die Forscher auf medizinische und psychoaktive Zwecke für die Pflanze aus Turpan hin. Dieses wäre naheliegend, da vor ein paar Jahren ein schöner Vorrat an zugeschnittenen weiblichen Cannabisblüten in einer anderen nahen alten Grabstätte gefunden wurde.

 

         
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