Medizinisches Cannabis ist in Puerto Rico jetzt legal

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Medizinisches Cannabis ist in Puerto Rico jetzt legal

Das US-Territorium von Puerto Rico hat gerade mit sofortiger Wirkung die Verwendung von medizinischem Cannabis legalisiert.

Es ist ein weiterer großer Tag für die globale Cannabisbewegung und alle die hoffen eines Tages ihre Beschwerden ohne Strafverfolgung behandeln zu können. Nach einer langen und hitztigen Debatte hat Gouverneur Alejandro Garcia Padilla eine Durchführungsverordnung unterzeichnet, die die Verwendung von Cannabis und dessen Derivaten für medizinische Zwecke legalisiert. Es ist ein Schitt, der ehrlich gesagt recht plötzlich erfolgte und alle Beteiligten überraschte.

Diese neue Anweisung erfordert es, daß der Gesundheitsminister des Gebiets innerhalb von drei Monaten einen Bericht verfassen muss, in dem ein Plan die Umsetzung eines medizinischen Marihuanaprogramms beschreibt. Die ganze Tortur wird als ein großer Schritt nach vorn für die demokratische Freiheit und die Beziehung zwischen Cannabis, Wissenschaft und Politik angesehen.

Der Willen des Volkes

Es gab in Puerto Rico eine überwältigende Unterstützung für die Legalisierung von Marihuana und vor der Unterzeichnung der Anweisung gingen Verbotsgegner auf die Straßen, um diese Meinung auch bekannt zu machen - was eine entscheidende Rolle bei der Entscheidung es zu legalisieren gespielt hat.

In einer Presseerklärung sagte Gouverneur Garcia Padilla:

"Diese Regierung engagiert sich dafür die Gesundheit aller Bürger mit Wohnsitz in unserem Land zu gewährleisten. Daher ist die Annahme der medizinischen Verwendung eine innovative Maßnahme, um das Wohlergehen und eine bessere Lebensqualität für diese Patienten zu gewährleisten. Wir machen damit auf dem Gebiet der Gesundheit einen bedeutsamen Schritt nach vorne, der für unsere Entwicklung und Lebensqualität entscheidend ist. Ich bin sicher, daß dadurch viele Patienten eine angemessene Behandlung erhalten, die ihnen neue Hoffnung und eine hohe Lebenserwartung geben wird."

Die Entscheidung medizinisches Marihuana zu legalisieren wurde von Jaime Perello, dem Präsidenten des Abgeordnetenhauses von Puerto Rico unterstützt. Er sagte:

"Es ist ein Schritt in die richtige Richtung. Es hat sich gezeigt, daß die Verwendung dieser Substanzen oder Komponenten in einer kontrollierten Weise herkömmliche medizinische Behandlung von bestimmten chronischen Erkrankungen, wie Krebs oder Multipler Sklerose unterstützen kann. Ein Vorteil von dem die meisten Patienten berichten ist die Linderung von körperlichen Schmerzen, was eine Verbesserung ihrer Lebensqualität darstellt."

In Puerto Rico hat man sich bereits seit 2013 Gedanken darüber gemacht, ob man medizinisches Marihuana legalisieren sollte, hatte es aber bis jetzt versäumt in der Sache wirklich voranzukommen. Ethan Nadelmann, der geschäftsführende Direktor der Drug Policy Alliance äußerte sich so: "Gouverneur Garcias Durchführungsverordnung ist genau das was nötig war. Es war die richtige und rechtlich korrekte Antwort auf das Fehlen einer Abstimmungsinitiative in Puerto Rico und die Unfähigkeit des Gesetzgebers die erforderlichen Gesetze zu verabschieden."

Wenn Du uns fragst, sind wir ganz seiner Meinung. Es ist klar, daß es das ist, was das Volk will und der Amtsschimmel der Sache im Weg stand. Die Maßnahmen des Gouverneurs waren klar und auf den Punkt und setzten den Willen des Volkes um, ganz so wie Regierungsbeamte es machen sollen.

Nicht jeder ist glücklich

Obwohl dieser Schritt ein überwältigender Sieg für medizinische Patienten und Aktivisten überall ist, ist nicht jeder mit der Regierung von Puerto Rico zufrieden. Jennifer Gonzalez, die Sprecherin des Repräsentantenhauses beklagt, daß die Durchführungsverordnung das Gebiet in eine "legale Grauzone" manövriert habe, ähnlich wie es derzeit überall in den USA ist - wo Marihuana auf Landesebene legalisiert wurde, aber nicht auf Bundesebene.

Doch eines der wichtigsten Argumente warum diese Durchführungsverordnung unterzeichnet wurde, war, daß derzeit bereits 23 Staaten in den USA die legale Verwendung von Marihuana erlauben, sowie der jüngst beim US Senat eingereichte CARERS Gesetzentwurf, mit dem das Verbot auf Bunesebene beendet würde.

Unabhängig davon ist dies eindeutig ein fortschrittlicher Schritt, der die Lebensqualität von Tausenden von Menschen verbessern wird. Sollten gesetzliche Formalitäten dieser Sache im Wege stehen, sollten sie einfach abgeschafft werden. Die Beweise sind überwältigend und medizinisches Cannabis ist nicht mehr wegzukriegen.

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