LSD als Hilfsmittel zum Lernen verwenden

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LSD als Hilfsmittel zum Lernen verwenden

Während sich die wahren Potenziale von LSD entfalten, greift die Vorstellung schnell um sich, daß es als Hilfsmittel zum Lernen genutzt werden könnte.

Die moderne Weltanschauung des Lernens konzentriert sich eher auf standardisierte Tests. Das Abspeichern der erforderlichen Informationen, um zu beweisen, daß Du die Anforderungen des Tages erfüllen kannst. Allerdings bedeutet das Pauken von Informationen nicht unbedingt, daß sie gelernt oder assimiliert werden, sondern einfach nur, daß man sie wieder abrufen kann.

Den Kreislauf mit LSD durchbrechen

Es stellt sich heraus, daß eine Möglichkeit zur Überwindung dessen eine kleine Menge von LSD sein könnte. Es gibt durchaus ein paar Berichte und Studien (auf die wir später noch eingehen), die alle zeigen, daß LSD ein äußerst wirksames Lernwerkzeug sein kann. Trotzdem gibt es sehr wenig klinische Forschung, die diese Angelegenheit weiter vorantreibt.

Dies bedeutet allerdings nicht, daß die Potentiale von LSD nicht getestet werden, oh nein. LSD wird für einige der hellsten Köpfe an einigen der weltbesten Universitäten zu dem Werkzeug der Wahl und sie alle bezeugen das Potenzial von LSD. Selbst das Risiko der Strafverfolgung schreckt die studentischen Nutzer bei der Verfolgung der wahren Erkenntnis nicht davon ab. Die Wirkung der Droge ist so tiefgreifend, daß sogar Professoren und die Hochschulverwaltungen beginnen den Trend zu bestätigen. Merwin Freedman und Harvey Powelson zum Beispiel, beide hochrangige Mitglieder der renommierten Psychologieabteilung schrieben zu diesem Thema:

"Das Interesse vieler Studenten an Drogenerfahrungen kann nicht einfach als Zeichen der Verfehlung, Aufsässigkeit oder psychischer Pathologie abgetan werden. Es stellt eine Suche nach einem neuen Weg des Lebens dar. Es zeigt Bedürfnisse und Wünsche auf, die die amerikanische Gesellschaft und Bildung derzeit nicht befriedigen oder erfüllen. Die klügsten und am empfindsamsten der Collegejugend untersuchen die Werte der westlichen Welt, wobei ihnen Fragen der Ethik und Moral durch die Köpfe gehen wie vielleicht noch nie zuvor in der amerikanischen Geschichte - auf jeden Fall seit dem Bürgerkrieg nicht. Und ihre Bildung ist nicht die Erfüllung dieser Interessen. Die Dinge, die vielen jungen Amerikanern am wichtigsten sind werden im akademische Leben nicht diskutiert. Der sterile Formalismus der amerikanischen Hochschulbildung kann einer psychedelischen Erfahrung kaum das Wasser reichen."

Warum verstärkt LSD den Lerneffekt?

Es gibt ein paar Ideen darüber, warum LSD den Lerneffekt steigert. Freedman und Powelson glauben, daß es nicht daran liegt, daß LSD es ermöglicht Fakten zu "absorbieren", sondern eher daran, daß es ein Bauchgefühl bewirkt, das die Trägheit auflöst, die die intellektuelle Neugier normalerweise blockiert.

Albert Hoffman, der erste, der LSD kennenlernte, beschrieb es als eine stimulierende Substanz für das zentrale Nervensystem - hätte man es nicht verboten hätte es die Stelle von Ritalin eingenommen. Er sagte zu dem Thema Lerninstrument: "Ich würde vermuten, daß das Lernen in für den Nutzer trivialen Aufgaben beeinträchtigt sein würde, wie zum Beispiel in psychologische Lerntests, während Fragen, die für den Nutzer von großer Bedeutung sind, vielleicht noch schneller gelernt werden".

Es dreht sich alles um die Dosis

Jetzt glaub aber bloß nicht, daß Du Dir eine normale Dosis LSD einklinken und dann versuchen kannst Dich hinzusetzen und zu studieren - das wird nicht funktionieren. Die Verwendung von LSD als Lerninstrument hat sich als am effektivsten erwiesen, wenn es mikrodosiert wird, was bedeutet, daß es in Mengen genommen wird, die unterhalb der Wahrnehmungsschwelle liegen. Stattdessen wirkt es als unspezifischer Verstärker, der alle Arten von Funktionen verbessert - eine davon ist das Lernen.

Mehr Details über Mikrodosierung und die wahrgenommenen Vorteile findest Du in unserem Artikel darüber.

Fallstudie

Obwohl nicht klinisch erwiesen, würden wir nicht sagen, daß LSD das Potenzial zu einem Lernwerkzeug hat, wenn wir nicht mit einigen Beispielen aufwarten könnten.

Das erste Beispiel, das einen Blick wert ist, ist Stafford und Golightly's Abhandlung “LSD — The Problem-Solving Psychedelic”. In dieser Arbeit untersucht das Duo das Potenzial der Verstand steigernden Wirkung von LSD. Von besonderem Interesse ist der Bericht eines Studenten, der versucht Deutsch zu lernen. Sie fanden heraus, daß die Lernfähigkeit dieses Studenten sich deutlich verbesserte, wenn er sich unter dem Einfluß einer geringen Menge LSD befand. Am interessantesten ist der Bericht des Studenten selbst, aber da der ziemlich lang ist, empfehlen wir ihn selbst zu lesen. Eine Sache die daraus hervorgeht, ist, daß der Student einen regelrechten Trieb dazu verspürt hatte in die Sprache einzutauchen, die er für sein Hauptinteresse und Verlangen hielt. Dies unterstützt die Vorstellung, daß LSD das Erlernen von Dingen verstärkt, die wir als wichtig erachten.

Als nächstes haben wir ein Experiment in Sachen Kreativität und Problemlösung, das bereits in den 60er Jahren durchgeführt wurde. Einer Gruppe von Fachleuten (Experten in ihrer Fachrichtung) wurden 50 Mikrogramm LSD verabreicht, einer anderen Gruppe hingegen 100 Milligramm Meskalin. Jeder dieser Profis ging dann daran zu versuchen arbeitsbezogene Probleme zu lösen, über denen sie seit Monaten fruchtlos gebrütet hatten. Die Lösungen die sie fanden waren fundiert und jede wurde einem Gremium von anderen Fachleuten in dem gleichen Fachgebiet vorgelegt, um zu beurteilen, ob die Medikamente eine Wirkung gehabt hatten. Es wurde festgestellt:

"LSD hatte ihnen geholfen ihre komplexen, scheinbar unlösbaren Probleme zu lösen. Und die Fachwelt stimmt dem zu. Kurz nach ihrer LSD Erfahrungen lösten diese 26 Männer eine ganze Reihe von willkommenen Innovationen aus, einschließlich eines mathematischen Theorems für NOR-Gatter-Schaltungen, ein konzeptionelles Modell eines Photons, eine lineare Lenkvorrichtung für Elektronenbeschleunigerstrahlen, ein neues Design für das Vibrationsmikrotom, eine technische Verbesserung des Magnetbandrekorders, Entwürfe für eine private Residenz und ein Kunsthandwerksmarkt und ein Raumsondenexperiment, das darauf ausgelegt ist Eigenschaften der Sonne zu messen."

Es zeigt wieder einmal, daß wir das volle Potenzial der Psychedelika bei weitem noch nicht erkannt haben und es weit über die traditionelle Verwendung für den Zustands des höheren Seins hinausgeht. Wir sagen nicht, daß Du jetzt losziehen und all Deine Hoffnungen auf LSD als Lerninstrument setzen solltest, aber das theoretische und experimentelle Potential, das sie bieten ist sicherlich einen zweiten Blick wert!