Könnte Kiffen bei der Behandlung von Ebola helfen?

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Könnte Kiffen bei der Behandlung von Ebola helfen?

Wenn Du eine gute Ausrede suchst, um high zu werden, haben wir vielleicht eine weitere für Dich: Jüngsten Behauptungen zufolge könnte das Kiffen Dich vor Ebola bewahren.

Wir alle wissen, daß Marihuana ein ungeahntes medizinisches Potenzial hat. Ständig werden mehr und mehr Studien veröffentlicht, welche Nutzen dieses Wunderkraut für uns alle haben kann. Aber mit der kürzlich ausgebrochenen Ebola Epidemie, die sich in Afrika verbreitet, sind gewisse Behauptungen aufgekommen, die darauf hindeuten, daß die Cannabinoide in Cannabis Schutz gegen eine Ebola Infektion bieten könnten.

Was ist die Geschichte dahinter?

Also, um was geht es hier? Könnte Cannabis wirklich Ebola aufhalten? Die Vorstellung begann Kreise zu ziehen, als Gary Johnson, der ehemalige Gouverneur von New Mexico, einstiger Präsidentschaftskandidat und derzeitiger CEO von Cannabis Sativa Inc. in einem Interview mit Fox News freimütig behauptete, daß man Ebola mit Cannabis behandeln könne.

Das ist eine ziemlich eine mutige Aussage und verständlicherweise hat sie sich im Sturm im Internet verbreitet, wobei viele große Nachrichtenagenturen über die Geschichte berichteten. Das einzige Problem ist, er kann die medizinische Legitimität der Behauptung nicht belegen.

Auf dem Papier sieht es gut aus...

Obwohl seine Aussage ein recht überraschender Ausbruch ist, liegen die Grundlagen und Fakten vor, daß es als Therapie wirken könnte. Aktuelle Hinweise deuten darauf hin, daß Cannabis ein wirksames antiretrovirales Mittel ist und bekanntermaßen andere virale Krankheiten wirksam abtötet, unterdrückt und hemmt. Es ist auch ein sehr wirksames entzündungshemmendes Mittel, das die Schwere des Zytokinsturms verringert, eine potenziell tödliche Reaktion des Immunsystems, die durch das Ebola Virus verursacht wird - und tatsächlich ist dies die Hauptursache für den Tod durch Ebola. Die Unterdrückung der Zytokinmechanismen durch Cannabinoide ist etwas, das erforscht und belegt ist, so daß die Vorstellung, daß Cannabis helfen könnte, Ebola zu behandeln, auf dem Papier gut aussieht.

...Und doch ist es keine begründete Behauptung

Aber das ist es eben auch schon, auf dem Papier sieht es gut aus. Es ist nicht mehr als eine Hypothese. Es gibt keine verfügbaren Studien, die tatsächlich eine Verbindung zwischen Cannabis und dessen mögliche Auswirkungen auf diesen tödlichen Virus herstellen und so lange es keine gibt, bleibt es nicht mehr als eine unbegründete Behauptung. Das soll nicht heißen, daß es ist kein Potenzial hätte. Die Tatsache, daß es auf dem Papier gut aussieht, ist vielversprechend und ja, es sollte auf jeden Fall untersucht werden - aber bis dahin kann diese Behauptung nicht ernst genommen werden.

Aber am Ende liegt es bei Dir - wenn Du persönlich versuchst bei Dir einen Ebolaausbruch zu verhindern, warum nicht?

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