Kifferfilm-Kritik: Jay & Silent Bob Schlagen Zurück

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Kifferfilm-Kritik: Jay & Silent Bob Schlagen Zurück


„Jay & Silent Bob schlagen zurück“ war der erste und einzige Film, der dem bekifften Duo gewidmet wurde. Damals entwickelte sich sogar ein Kult um die beiden. Dieses Remake aus dem Jahr 2001 bringt Dich in das Kevin Smith Universum. Und vor dem warnen wir Dich ausdrücklich.

Wenn Du ein gnadenloser Kevin Smith Fan und/oder ein Kiffer über dreißig bist, dann hast Du wahrscheinlich schon einmal von Jay und Silent Bob gehört. Das Kifferduo aus den 1990ern ist in letzter Zeit aus den „Was wurde eigentlich aus ...?“ Kolumnen verschwunden.

Weltbewegende Ereignisse wie die Ermordung von Präsident Kennedy oder der 11. September haben großen Einfluss auf das Bewusstsein der Bevölkerung. So großen Einfluss, dass sich jeder, der die schreckliche Berichterstattung in den Medien verfolgte, für den Rest seines Lebens daran erinnern konnte, was er an diesem schicksalsträchtigen Tag gemacht hatte. Das genaue Gegenteil davon trifft auf diesen und jeden anderen Film von Kevin Smith zu.

Zum besseren Verständnis für Leser unter dreißig, die sich jetzt wundern, wer Jay und Silent Bob sind. Nun ja, der Regisseur Kevin Smith, der den Charakter Silent Bob spielt, drehte während der 90er Jahre ein Paar Teenie Filme und war bekannt dafür, Charaktere innerhalb verschiedener Filme auszutauschen. Ähnlich dem X-Men Franchise heutzutage.

Jay und Silent Bob waren zwei Kiffer, die in jedem seiner Filme mitspielten. Jay ist das Großmaul und Silent Bob eher schüchtern. 2001 bekamen die beiden dann ihren eigenen Film, eine Art Kiffer-Kumpel-Komödie.

Im Film begeben sich Jay und Silent Bob auf einen Road Trip von New Jersey nach Hollywood, um die Produktion des Filmes „Bluntman & Chronic“, der von den beiden handeln soll, zu verhindern. Die beiden beschließen also quer durch das Land zu trampen und erleben auf ihrem Weg jede Menge Abenteuer.

Für einige ist „Jay und Silent Bob schlagen zurück“ Kult unter den Kifferfilmen. Das ist natürlich eine Frage des Geschmacks und wenn Du keinen hast, dann wirst Du dem auch zustimmen. Bei der Fülle an Neuauflagen und Remakes von modernen Klassikern, scheint die damit verbundene Nostalgie zunehmend zur Plage zu werden. Immerhin muss sich Kevin Smith keine Sorgen um zukünftige Regisseure machen, die in seinem Portfolio nach Ideen für Remakes suchen wollen.

JÄMMERLICH GEALTERT: EIN FILM, DER EINFACH NICHT WITZIG IST

„Jay und Silent Bob schlagen zurück“ enttäuscht 100 Minuten lang mit einschläferndem Humor und flachen, billigen Witzen, die überholt wirken. Trotz der Besetzung aus namhaften Hollywod Stars, die zur damaligen Zeit durchaus zu den Topverdienern zählten, enttäuscht der Film auf ganzer Linie. Viele bekannte Gesichter, sowie die üblichen Verdächtigen aus dem Kevin Smith Universum tauchen in Nebenrollen auf und haben sich für ein paar Minuten Sendezeit vermutlich mit einem dicken Gehaltsscheck wieder aus dem Staub gemacht.

Das größte Problem an Jay und Silent Bob sind die vielen, in die Jahre gekommenen Bemerkungen und Anspielungen auf Filme aus der Matrix Ära. Jay und Silent Bob sind Idioten und natürlich eine nicht ernst gemeinte Parodie auf Kiffer. Lustig sind sie aber nicht und die Witze konnten selbst unter Zuhilfenahme von Sour Diesel nicht überzeugen.

Wenn Du auf der Suche nach einem Kifferfilm bist und „Jay und Silent Bob schlagen zurück“ auf Deinem Radar auftaucht, kannst Du ihn getrost ignorieren. Auch wenn Du den Film beim ersten Mal gar nicht so schlecht fandest, tu Dir selbst einen Gefallen und lass die DVD im Regal. Für den Erwachsenen in Dir hat er absolut nichts zu bieten, da kannst Du uns vertrauen.

Wenn Du Dir eine Kiffer-Komödie aus dieser Zeit ansehen willst, dann solltest Du „Billy Madison“ auschecken. Er bringt Dich zurück in die Zeit, als Adam Sandler noch unglaublich lustig war. Auch wenn vor der Kamera nicht offensichtlich gekifft wird, ist „Billy Madison“ der perfekte Film für ein paar Joints. Die Gags lassen einen lauthals lachen, ohne veraltet oder überholt zu wirken. Mit „Billy Madison“ kann man sich unendlich mal mehr identifizieren und er ist lustiger als die überheblichen Trottel von Kevin Smith.

 

         
  Top Shelf Grower  

Geschrieben von: Top Shelf Grower
Der ursprünglich aus Dublin in Irland stammende Veteran der Cannabiszucht amüsiert sich zur Zeit in Südspanien. Er widmet sich zu 100% den Top-Shelf Berichterstattungen, bis er entweder gefangen oder getötet wird.

 
 
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