In Mazedonien wird medizinisches Cannabis legalisiert

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In Mazedonien wird medizinisches Cannabis legalisiert

Der Marsch für den medizinischen Zugang zu Cannabis geht weiter vorwärts, jetzt wo Mazedonien das nächste Land in Europa wird, in dem es legalisiert wird.

Mazedonier lieben Cannabis. Das beweisen die Umfragen, laut denen ungefähr Siebzig Prozent der Mazedonier die medizinische Nutzung von Marihuana befürworten. Dieses post-kommunistische Land, neuerdings auch Kandidat für die Europäische Union, macht einen großen Schritt vorwärts in Richtung der Legalisierung von Pot für medizinische Zwecke und gliedert sich damit ein in eine Reihe von Vierzehn fortschrittlichen, europäischen Staaten, die Cannabis zu medizinischen Zwecken legalisieren. Anfang diesen Monats hat der mazedonische Gesundheitsminister Nikola Todorov angekündigt, dass bestimmte Änderungen des Gesetzes zur Kontrolle von Drogen und psychotropen Substanzen dafür sorgen werden, dass Cannabis für "Menschen mit ernsten Krankheiten, wie etwa bösartigen Erkrankungen, Multipler Sklerose, HIV und Kindheits-Epilepsie" legal wird. Mazedoniens Ministerium für Gesundheit informierte neue Agenturen darüber, dass es in enger Zusammenarbeit mit ausländischen Spezialisten steht, um mehr über den sicheren und effizienten Nutzen von psychoaktivem Cannabis zu lernen.

Obwohl es den Menschen noch nicht erlaubt sein wird getrocknete Cannabisblüten zu verkaufen, werden Cannabisextrakte verfügbar sein. Ohne jeden Zweifel ist dies ein großer Schritt in Richtung der Legalisierung von Marihuana in Mazedonien und auch für alle in Europa. Das Ministerium für Gesundheit verspricht, dass das Rauchen von medizinischem Marihuana in einer späteren Phase des Projektes legalisiert wird. Viele enthusiastische Mazedonier schielen schon auf neue Geschäftsmöglichkeiten und wie sie Cannabis in einen blühenden Zweig der Industrie verwandeln können.

WAS SETZTE DIE BEWEGUNG IN GANG?

Laut Filip Dostoevski, einem Legalisierungs-Aktivisten aus Mazedonien, ist das neue Gesetz das Resultat der wachsenden, öffentlichen Akzeptanz von Cannabis:

"Wir sind ein wirklich kleines Land mit Zweimillionen Einwohnern, in dem jeder jeden kennt und nichts bleibt lange ein Geheimnis. Das ist der Hauptgrund, warum vor 2 Jahren nur 50% der Mazedonier die Legalisierung von medizinischem Marihuana unterstützten, wohingegen es nun mehr als 70% sind. Natürlich haben die Politiker plötzlich erkannt, dass sie auch auf den Legalisierungszug aufspringen können."

An dieser Stelle ist es wichtig zu erwähnen, dass der rekreative Nutzen von Cannabis streng illegal bleibt, obwohl von dem Rechtssystem berichtet wird, dass häufig den Konsumenten nachgibt. Momentan wird es nur für Menschen in bestimmten Verfassungen möglich sein Cannabisextrakte verschrieben zu bekommen bis das Programm sich bewährt und ausgeweitet hat.

Hoffentlich wird Mazedonien eine gute Vorbildfunktion einnehmen für andere europäische Staaten, die noch immer an der veralteten Sichtweise über Cannabis festhalten und auf die vielen Vorteile und heilenden und schmerzlindernden Eigenschaften verzichten, die es zu bieten hat.