GB: Verhaftungen Wegen Cannabis Seit 2010 Um 46% Gesunken

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GB: Verhaftungen Wegen Cannabis Seit 2010 Um 46% Gesunken

Niemand in der Gesellschaft profitiert von der Verfolgung und Kriminalisierung von gewaltfreien Cannabiskonsumenten. Daher ist es immer schön zu sehen, wenn die Zahl der Verhaftungen sinkt, an denen Cannabiskonsum beteiligt ist.

Traditionell kommen Cannabis und das Vereinigte Königreich nicht gut miteinander klar oder zumindest nicht was die Regierung betrifft. Allerdings könnten die Dinge sich langsam aber sicher ändern. Nach neuen Statistiken sind Verhaftungen wegen Cannabisbesitz in England und Wales seit 2010 um 46% gesunken, obwohl die Menge des Cannabiskonsums gleichbleibend ist.

Um genauer zu sein, die Zahl der Verwarnungen sank um 48% und die Zahl der Menschen, die einer Straftat angeklagt wurden, fiel um 33%. Die Daten wurden von der Polizei nach dem Freedom of Information Act freigegeben.

EIN PROGRESSIVERER ANSATZ

Also, was ist der Grund dafür? Es ist sicherlich nicht, dass Cannabiskonsumenten ausgekochter darin geworden sind sich den aufmerksamen Augen des Gesetzes zu entziehen. Tatsächlich ist die Zahl der Verhaftungen wegen Besitzes mit Absicht des Verkaufs gleich geblieben und erinnert uns alle an die Wachsamkeit der Augen des Gesetzes. Nein, es scheint eher, dass die Kommissare und Führungskräfte der regionalen Polizei die Dinge in die eigenen Hände nehmen, mit der Entscheidung, dass das gezielte Aufspüren gewaltfreier Cannabiskonsumenten eine komplette Zeitverschwendung ist. Statt Menschen wegen eines Joints oder zwei hinterher zu jagen, lenken sie Ressourcen in die Bekämpfung der Kriminalität um, die tatsächlich von Bedeutung ist.

Trotz der offiziellen Linie des Innenministeriums, das auf dem Standpunkt beharrt, dass alle Vorfälle des Cannabiskonsums gründlich untersucht werden sollten, findet dieser Trend die Nutzer unbehelligt zu lassen, eine schnelle Verbreitung. Immer mehr Polizeikräfte setzen neue Prioritäten, da sie erkennen, dass Menschen, die privat etwas Marihuana genießen, nicht ihre größte Sorge sind.

Ein gutes Beispiel für diese Stimmung kommt von der Polizei von Durham, die als eine der ersten diesen progressiven Ansatz verfolgte. Im vergangenen Jahr entschied sie sich den Besitz einer bestimmten Menge für den persönlichen Konsum oder den Anbau für eine persönliche Versorgung nicht aktiv zu verfolgen. Für Dealer gilt allerdings weiterhin eine Null-Toleranz-Politik.

Als er zu diesem Schritt befragt wurde, sagte Polizeichef Mike Barton: "Ich heiße Drogenkonsum nicht gut. Habe ich nie. Es hat Mitarbeiter frei gemacht, die sich mit Dingen beschäftigen, die wichtiger sind."

Die Debatte über die Legalisierung gewinnt in Großbritannien rasch an Dynamik, wobei mehr und mehr Menschen aus Sicht der Medizin und Freizeitgestaltung die Legalisierung unterstützen. Trotzdem behält die Regierung ihre Position aufrecht, dass Cannabis eine gefährliche Droge ohne Nutzen ist, obwohl sie pharmazeutischen Unternehmen Lizenzen ausstellt, damit sie Medikamente aus Cannabis produzieren. Da beisst sich die Schlange in den Schwanz!

Es ist erfrischend Aktion nahe der Basis zu sehen, wobei die Polizei die Initiative ergreift, aufhört Nutzer aktiv zu verfolgen und sich stattdessen auf größere Probleme konzentriert. Natürlich ist das kein Freifahrtschein für Jedermann; jemand der Cannabis raucht oder anbaut, kann immer noch verhaftet werden, wenn er es in einer eklatanten Weise tut, aber es ist sicherlich ein Schritt in die richtige Richtung.

 

         
  Josh  

Geschrieben von: Josh
Autor, Psychonaut und Cannabis-Liebhaber, Josh ist Zamnesias betriebsinterner Experte. Er verbringt seine Tage draußen in der Natur, wobei er in die verborgenen Tiefen aller Dinge eintaucht, die psychoaktiver Natur sind.

 
 
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