Endlich: Kalifornien wird medizinisches Marihuana regulieren

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Endlich: Kalifornien wird medizinisches Marihuana regulieren

In einem eher bescheidenen und zurückhaltenden Schritt hat Kalifornien einen der bedeutendsten Fortschritte in mehr als einem Jahrzehnt im Kampf für die Legalisierung von Cannabis gemacht. Es wurde schließlich ein Gesetz gemacht, um den Markt für medizinisches Marihuana zu regulieren.

Kalifornien hat die Verwendung von medizinischem Marihuana bereits im Jahr 1996 legalisiert, doch mehr als zwei Jahrzehnte blieb diese Multimillionen-Dollar-Industrie unreguliert, so daß viele, sowohl Apotheken, als auch Patienten, sich in einer prekären gesetzlichen Grauzone bewegten. Das alles hat sich am 11. September 2015 geändert. An diesem Tag hat der Gesetzgeber in aller Stille ein Gesetz verabschiedet, das die dringend benötigten Rahmenbedingungen schafft, damit dieser Markt reguliert wird.

Nach dem neuen Gesetz wird medizinisches Marihuana auf seine Reinheit überprüft und der Hintergrund der Erzeuger und Apotheken geprüft, bevor sie lizenziert werden. Dies wird effektiv die "Wild West" Haltung beenden, die in dem Staat für die letzten 20 Jahre anhielt, was die Dinge viel sicherer macht. Außerdem bringt das Gesetz klar auf den Punkt wie die Strafverfolgung aussieht, die besagt, daß ein Lizenz- oder ein Rezeptinhaber "nach Landesrecht nicht rechtswidrig handelt und nicht wegen einem Vergehen festzunehmen ist, nicht angeklagt wird oder andere Sanktionen eingeleitet werden oder eine Zivilstrafe erhoben wird oder eine Basis für eine Beschlagnahme oder die Einziehung von Vermögenswerten entsteht."

NICHT JEDER IST GLÜCKLICH

So gut die Absichten dieses neuen Gesetzes auch sein mögen, einige Leute sind besorgt über die Auswirkungen. Genauer gesagt, gut etablierte Apotheken und Erzeugerverbände sind besorgt, was es für sie bedeutet und wie sich der Ruck auswirkt, den es der Branche versetzt - sie haben das Gefühl, daß das Gesetz durchgepeitscht wurde. Noch beunruhigender ist die mögliche Pause der Versorgung von Patienten in ärztlicher Behandlung, während die Branche sich neu ausrichtet und wieder ins Gleichgewicht kommt.

BLICK IN DIE ZUKUNFT

Kaliforniens Fortschritt ist hier allerdings noch nicht zu Ende. Obwohl es der erste Staat war, der Cannabis für medizinische Zwecke legalisierte, besteht immer noch die Gefahr, daß es im Zuge der Legalisierung für die Freizeitgestaltung und der damit einhergehenden boomenden Branche zurückfällt. Um zu versuchen dies zu beheben, haben ReformCA und die Coalition for Cannabis Policy Reform sich Unterstützung für eine Abstimmungsinitiative geholt, von der gehofft wird, daß sie den Wählern im kommenden November vorliegen wird.

Es ist geplant, daß diese neuen Rahmenbedingungen für medizinisches Marihuana als Vorlage für alle zukünftigen Bemühungen verwendet werden könnten, um Marihuana für Freizeit- und Erholungszwecke zu legalisieren.

"Wir denken, daß der von uns auf den Gesetzgeber ausgeübte Druck es war, der bewirkte, daß das Gefühl handeln zu müssen aufkam", sagte Dale Jones, Vorsitzender der Koalition - was bedeutet, der Druck der potenziellen Abstimmung zwang die Staatsmacht einen medizinischen Rahmen zu schaffen. Diese neue Verordnung über medizinisches Marihuana wird ein neues Amt für medizinisches Marihuana im Staat erschaffen, das leicht angepasst werden kann, um Cannabis für die Freizeitverwendung zu regulieren.

Die Dinge stehen für das sonnige Kalifornien besser als gewöhnlich, denn im Staat wurden gesetzlich bedeutsame und reale Grundlagen festgelegt, auf denen Cannabis gedeihen kann.