Ein regulierter Cannabismarkt unterbindet den Verkauf an Kinder

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Ein regulierter Cannabismarkt unterbindet den Verkauf an Kinder

Es ist einer jener legendären Mythen: Durch die Legalisierung von Cannabis wird es für Kinder leichter zugänglich. Jetzt hat Colorado genau das Gegenteil bewiesen.

Wie die Fälle von Charlotte Figi und anderen Kindern gezeigt haben, ist es zunächst einmal vielleicht gar keine gute Idee, Cannabis von Kindern fernzuhalten. Aber wenn man bedenkt, was für ein riesiges Tabu es noch immer ist, sollten wir uns darüber einig sein, daß Kinder - es sei denn, es besteht eine medizinische Notwendigkeit - keinen Zugang zu Cannabis haben sollten.

Wenn es allerdings darum geht, wie dies zu erreichen ist, könnten die Meinungen nicht weiter auseinandergehen. Ein langjähriges Argument gegen die Legalisierung von Cannabis war, daß Kinder viel leichter an die Pflanze kommen. Auf der anderen Seite haben die Befürworter der Legalisierung stets die Tatsache angeführt, daß Straßendealer nicht nach dem Ausweis fragen, ein geregelter Markt jedoch Altersgrenzen durchzusetzen kann. Und in der Tat stellt sich jetzt heraus, daß die Befürworter der Legalisierung Recht hatten, wieder einmal. Dies ist, was gerade in Colorado passiert:

In einer kürzlich durchgeführten verdeckten Ermittlung wurden minderjährige Jugendliche in zwanzig verschiedene Läden geschickt, um zu versuchen, legales Cannabis zu erwerben; ähnlich wie man Spirituosenhändler überprüft. Das Ergebnis: Jeder einzelne Laden weigerte sich, den Jugendlichen Cannabis zu verkaufen. Das ist eine 100%ige Regeltreue - eine Zahl, die nicht viele Spirituosenhändler erzielen.

Ein regulierter Markt schafft eine sichere und verantwortungsvolle Umgebung

Ein Großteil der Sorgen, die Cannabis betreffen, entstehen nicht direkt durch die Pflanze selbst, sondern aus dem illegalen Umfeld, daß die fehlgeleitete Drogenpolitik geschaffen hat. In den meisten Ländern sind am Kauf von Cannabis noch immer zwielichtige Dealer beteiligt, denen das Alter egal ist oder die keinen Sinn für Verantwortung haben. Und es stimmt, daß der selbe Dealer manchmal mehr als nur Gras vertickt, was Cannabis mit harten Drogen in Kontakt bringt. Ferner kann das Marihuana mit Pestiziden oder anderen Schadstoffen belastet sein.

Ein regulierter Markt kümmert sich um all diese Probleme gleichzeitig: Der Ausweis wird kontrolliert, das Gras wird einer Qualitätskontrolle unterzogen, es kommt nicht zum Kontakt mit harten Drogen und Kunden müssen sich keine Sorgen machen, daß sie sich in den Maschen des Strafvollzugs verfangen könnten. Neben den wichtigen Aspekten der Gesundheit und Sicherheit, generiert ein legaler Cannabismarkt jede Menge an Steuereinnahmen, die gut genutzt werden können.

Laßt uns von Colorado lernen und seinen Schritten folgen - nur ein regulierter und verantwortungsvoller Cannabismarkt kann eine sichere Umgebung bieten.