Die ICBC Bringt Das Internationale Canna-Business Nach Berlin

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ICBC Berlin


Die ICBC hat gerade ihre erste Cannabis-Business-Konferenz in Berlin abgehalten. Die Veranstaltung zog internationale Top-Leute für ein Event an, das zu Beginn einer Legalisierungsindustrie in Deutschland stattfand.

Die International Cannabis Business Conference hielt vom 10. bis 12. April in Berlin ihre erste Tagung in Deutschland ab. Top-Firmen und Vertreter aus der internationalen Industrie, sowie natürlich auch Deutsche Besucher waren anwesend. Die gut besuchte Konferenz war ganze zwei Tage ein Wirbelwind mit Meetings, Plaudereien und Informationssitzungen.

Die Teilnehmerzahl nahm bis zum Ende nicht ab. Die meisten Teilnehmer verließen die Veranstaltung besser informiert über die nächsten Stufen der Reformen. Sie gingen auch mit der Tasche voller Visitenkarten von neuen Bekannten wieder nach Hause.

WAS IST DIE ICBC?

Wie andere Konferenzen, die auf diese Branche ausgerichtet sind, wurde auch die ICBC ins Leben gerufen, um gleichzeitig informative Präsentationen und Verkäuferausstellungen zu bieten. Sie hat in keinem dieser Bereiche enttäuscht. Weil die Veranstaltung auch in den USA und Kanada stattfindet, hatten die Organisatoren auch die Reichweite, den Operationsradius und die Rolodex, um Menschen aus der gesamten Branche nach Berlin zu ziehen.

Am eindrucksvollsten war jedoch, dass die Organisatoren sich bewusst waren, dass dieser Markt sich von anderen nationalen Bestrebungen stark unterscheidet. Erst einmal wird Deutschland - und die meisten anderen europäischen Länder werden folgen - einen medizinisch fokussierten Weg einschlagen. Aus diesem Grund waren viele Ärzte und andere Offizielle aus dem Gesundheitswesen vor Ort.

Mit anderen Worten hat die ICBC versucht, sich von anderen Konferenzen in diesem Bereich, vor allem denen aus der Vergangenheit, abzuheben. Legalisierung ist jetzt ein ganz anderes Kaliber. Sie ist real. Der beste Weg, um diese Reform voranzubringen, besteht darin, sie zu respektieren.

Die Organisatoren der Konferenz, ganz zu schweigen von den Teilnehmern, zeigten durch Wort und Tat, dass sie genau dies vorhaben.

Das Event hat die Messlatte sehr hoch gelegt. Man wusste dies auch sehr zu schätzen.

REFERENTEN

Die Referenten auf der Konferenz, die von fast überall herkamen, waren einige der interessantesten Menschen aus der Branche, unter anderem auch Einheimische.

Unter den Referenten war auch Pierre Debs, der amerikanische Stammzellenbiologe, der im vergangenen Jahr zum ersten Importlizenzhalter für medizinisches Cannabis aus Kanada wurde. Bemerkenswert waren auch die Reden von Dr. Eva Milz sowie Dr. Franjo Grotenherman, Deutschlands bekanntestem "Canna-Doc."

Auch die Podiumsdiskussionen waren interessant. Insbesondere jene über die deutschen Vorschriften, sowie über neue Geschäfte und Geschäftsmodelle, waren besonders überzeugend.

Berühmtheiten gab es der Konferenz nur wenige, aber Beide können auf eine lange Geschichte in der Bewegung zurückblicken. Der – vielleicht zumindest für die Deutschen - überraschendste Redner war das Mitglied des Repräsentantenhauses Dana Rohrabacher, ein Republikaner. Der überzeugte Staatsrechtsverfechter hat in den USA aber auch jahrelang die Bestrebungen angeführt, den Drogenkrieg zu beenden. In Berlin wollte er über Reagan sprechen. Niemand fühlte sich von dem Thema Politik des Kalten Krieges gestört. Am Ende gab es Applaus. Ein Zeichen dafür, dass Rohrabachers Rede gut aufgenommen wurde.

Auch Tommy Chong, der amerikanische Komiker und legendäre Hanffreund, war in Berlin. Seine Session, die von Steve Bloom moderiert wurde, enthielt viele lustige Ausflüge in die Vergangenheit. Sein bester Rat für diejenigen, die in die Branche gehen wollen? "Sei wie die Pflanze", riet er. "Der Weg ist lang und es braucht Zeit. Wenn Du Dein Geschäft pflegst, wird es gedeihen. "

AUSSTELLER

Auch die Aussteller auf der ICBC waren interessant. Es ist klar, dass der Ausstellungsraum auf der Konferenz noch weiter wachsen sollte. Doch schon in diesem Jahr war es beeindruckend. Der Fokus der Aussteller lag überwiegend auch im medizinischen Bereich, selbst wenn sie eigentlich vornehmlich eine vollständige Reform anstreben. Es gab viele CBD-Proben auf den Tischen. Verkäufer mit allerlei Nützlichem für den Anbau im Gepäck boten eine beeindruckende und gar nicht teure Auswahl an.

Aussteller ICBC Heliospectra

An der Cannabisfront selbst stellte sich die Konferenz als ein Musterbeispiel für Verantwortung und Regulierung vor. Niemand "importierte" Cannabis mit THC auf die Konferenz. In diesem Sinne war das Umfeld weitaus professioneller, gerade was die Einhaltung der örtlichen Gesetze angeht. Die letzte „High-Time-Cup-Konferenz“ im Jahr 2014 in Amsterdam war zum Beispiel das genaue Gegenteil. Organisatoren und Verkäufer lagen in ständigem Konflikt mit Behörden und der Polizei. In diesem Jahr in Berlin hingegen hat die ICBC, die von einem anderen Organisationsteam vorbereitet und geleitet wird, einiges besser gemacht.

Mit anderen Worten: Es roch vor dem Hotel zwar oft nach brennendem Ganja, aber niemand brachte säckeweise Grünes mit. Die Polizei war nicht vor Ort. In der Tat gab sich die ICBC genau so wie jede andere professionelle Konferenz.

WARUM SOLLTE ICH DA HINGEHEN?

Die Unternehmen in diesem Bereich sind bestrebt, ihre Produkte zu promoten. Falls Du daran Interesse hast, als Vertriebshändler in das Geschäft einzusteigen - die ICBC wird auch in Zukunft wichtige Aussteller anziehen. Darüber hinaus lohnt sich die ICBC auch für Erzieher, Ärzte oder sogar für Patienten. Es gibt überhaupt nur wenige Orte, und das gilt ganz sicher gerade für Deutschland, wo man die Chance geboten bekommt, mit der internationalen Industrie wirklich in Kontakt zu treten.

Die vorgestellten Themen auf der Konferenz waren auch aus medizinischer, rechtlicher und regulatorischer Perspektive sehr informativ. Fazit? Wenn Du mehr über etwas wissen willst, das in irgendeiner Weise etwas mit Cannabinoiden zu tun hat, dann solltest Du unbedingt einplanen, im nächsten Jahr die ICBC zu besuchen.

 

         
  Marguerite Arnold  

Geschrieben von: Marguerite Arnold
Mit ihrer jahrelangen Erfahrung in der Schriftstellerei hat sich Marguerite der Erforschung der Cannabis-Industrie und den Entwicklungen der Legalisierungsbewegung gewidmet.

 
 
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