Die Drogen Challenge: Film Dich bei Deiner Drogenerfahrung

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Kategorien : BetäubungsmittelgesetzBlog

Die Drogen Challenge: Film Dich bei Deiner Drogenerfahrung

"Drug Dare", eine neue Protestkampagne möchte, daß Du die Legalisierungsdebatte anregst, indem Du Dich selbst auf Droge filmst. Hier ist, was wir darüber denken.

Wir alle wissen, daß der Krieg gegen Drogen gescheitert ist und die Verfolgung, mit der sich Drogenkonsumenten täglich konfrontiert sehen, ungerecht und ein Ergebnis von Propaganda ist. Es gibt viele da draußen, auch uns, die es sich auf die Flagge geschrieben haben dagegen zu protestieren und Wissen zu verbreiten, um zu helfen das Stigma rund um den Drogenkonsum zu zerstreuen. Ein Demonstrant geht einen Schritt weiter, er startet eine Kampagne, von der er hofft, daß sie sich wie ein Virus verbreiten wird, die die positive Seite des Drogenkonsums zeigt und eine Debatte über die Legalisierung anregt.

Der besagte Demonstrant ist der 25 Jahre alte College Absolvent Steven Casteel. Seine neue Kampagne mit dem Titel "Drug Dare" fordert Drogenkonsumenten auf der ganzen Welt dazu auf, die positiven Erfahrungen zu filmen, die sie haben, während sie high sind, egal von welcher Droge und dies dann ins Internet zu stellen. In seinen eigenen Worten, werden diese Videos helfen die "Flutwelle des Schwachsinns" rund um den Krieg gegen die Drogen stoppen. Er sagt, das nächste Mal, wenn Du einen Zug von der Bong nimmst, auf LSD bist oder Sex auf Pilzen hast, filme es. "Diese Art von intimen Erfahrungen werden die Leute zum Reden bringen."

Und er liegt nicht falsch; in gewisser Weise ist es eine hervorragende Idee, um eine Diskussionen anzuregen. Schau nur einmal in die USA, wo die Menschen, darunter Prominente (siehe Seth Rogan), sich ganz locker im Fernsehen einen Joint anstecken, als gäbe es kein Morgen. Es normalisiert die Handlung und lässt eine Menge Leute sich fragen, wie gerechtfertigt die Bewegung gegen Cannabis ist. Es regt die öffentliche Debatte an und das ist, was wir brauchen.

Ist es klug so etwas zu tun?

Dem Argument, daß es hilft den "Schwachsinn" zu zerstreuen, steht ein ebenfalls starkes Argument gegenüber, nämlich, daß die Teilnahme an der Drug Dare eine ziemlich dämliche Idee ist, wenn man jemals einen Job suchen sollte. Genau das, wogegen diese Bewegung versucht zu protestieren, könnte ihr Untergang sein. Diese Drogen sind illegal und wenn Du ein Video online stellst, in dem Du sie konsumierst, setzt Du Dich einer ganz neuen Welt möglicher Kopfschmerzen aus.

Zum einen, je nach Deinem Heimatland, wird die Polizei soziale Medien mehr oder weniger überwachen. Zwar ist es in den meisten Gegenden der Besitz, der illegal ist und nicht der Konsum, doch das Hochladen eines Videos, in dem Du high bist, könnte das Interesse der Polizei wecken und sie dazu veranlassen, Dir mal genauer auf die Finger zu schauen. Die "High Times" hat im letzten Jahr einen Artikel veröffentlicht, in der die Polizei behauptete, daß Fotos in sozialen Netzwerken einen Anfangsverdacht begründeten und die Polizei sie nutzt, um Dealer und Nutzer in Fallen zu locken.

Dann musst Du auch noch Deine zukünftigen Berufsaussichten bedenken. Dieser Protest könnte sich wirklich verdient machen (das streiten wir gar nicht ab), aber vielleicht möchtest Du in der Zukunft Lehrer oder Arzt werden - eine Position voller Verantwortung und sozialer Wertschätzung. Das Problem ist, sollten diese Videos bei Kontrollen auftauchen, wird Dir Dein Traumjob wahrscheinlich durch die Lappen gehen. Behalte diesen Gedanken im Hinterkopf.

Selbst Steven Casteel gibt es zu und sagt dazu: "Es gibt möglicherweise einige sehr ernste Folgen, die Dir blühen können, wenn Du solch ein Video ins Internet stellst. Ich habe mich mit der Tatsache abgefunden, daß es mir in Amerika wahrscheinlich nicht erlaubt wäre ein Volksschullehrer zu werden. Aber wie heißt es so schön, ich glaube die Sache ist es wert."

Und wenn man sich überlegt in seine Fußstapfen zu treten, ist es eine Entscheidung, die es abzuwiegen gilt. Es gibt eine goldene Regel, wenn es um das Internet geht: Ist etwas einmal online, bleibt es für immer dort, in der einen oder anderen Form - es gibt keinen Weg zurück.

Wir applaudieren Steven für seine Bemühung. Wenn sie wirklich durchstartet, könnte diese "Drug Dare" die Debatte über die Legalisierung wirklich anschieben und der Welt vorführen, daß es beim Freizeitdrogenkonsum eine menschliche, unkriminelle Seite gibt, die es zu sehen gilt. Stelle nur sicher, daß Du Dir der Risiken bewusst bist, wenn Du teilnehmen möchtest.