DEA verlagert den Fokus weg von Cannabis

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DEA verlagert den Fokus weg von Cannabis

Mit einem neuen DEA Leiter beginnt eine neue Ära der Verwaltung und zum Glück sieht es so aus als könnte er progressiver eingestellt sein, wenn auch nur geringfügig.

Im Anschluss an den Skandal, in den DEA Agenten verwickelt waren, die mit von Kartellen bezahlten Drogen und Prostitutierten feierten, ist die langgediente DEA Leiterin Michele Leonhart zurückgetreten. Und das ist wirklich ein Grund sich zu freuen! Trotz des Bergs an Beweisen, die das Gegenteil aussagen, beharrte Leonhart darauf, daß Marihuana eine gefährliche Droge ohne medizinischen Wert ist und bestand auf die Klasse I Klassifizierung, die Marihuana auf Bundesebene in den USA hat.

Da sie aus dem Dienst ausgeschieden ist, öffnet sie den Weg für einen progressiveren Leiter, der der Meinung der Öffentlichkeit näher steht. Diese Person ist Chuck Rosenberg. Von Generalstaatsanwältin Loretta Lynch wird er als "außergewöhnliche Führungsperson, qualifizierter Problemlöser und perfekter Beamter mit unerschütterlicher Integrität, der sich bewährt hat" beschrieben; Rosenberg sieht aus wie der DEA Chef auf den alle Marihuanaaktivisten gewartet haben. Als ehemaliger hoher Beamter beim FBI hat Rosenberg angegeben, daß die DEA unter seiner Leitung ihren Fokus weg von Marihuanakonsumenten und Verkäufern verlagern und stattdessen daran arbeiten wird "daß die DEA die Verfahren für die Klassifizierung, Freigabe und Neueinstufung von Medikamenten verbessert."

Was bedeutet das für die USA? Nun, hoffentlich weniger Razzien, weniger Festnahmen und weniger Verfolgung von gewaltlosen Marihuanakonsumenten; es heißt Daumen drücken, es könnte sogar soweit gehen, daß die DEA die Neueinstufung von Marihuana in eine niedrigere Klasse unterstützt, wenn nicht gar die Legalisierung. Wenn er lautere Absichten verfolgt, dann wird diese Führungsposition von Rosenberg wahrscheinlich von allen in den USA gefeiert werden, die gegen das Verbot sind.

Es ist jedoch nicht alles eitel Sonnenschein und für alle, die gegen den Krieg gegen Drogen insgesamt sind, sind die Aussichten noch immer düster. Die DEA muss irgendwie ihre Finanzierung sichern und dies wird sie wahrscheinlich machen, indem sie ihre Bemühungen auf diejenigen richtet, die andere Drogen, wie Psychedelika, Opiate und Stimulanzien verwenden. Die Nebenwirkungen und Schäden, die der Krieg gegen die Drogen verursacht werden weiterhin bestehen bleiben, die organisierte Kriminalität wird nach wie vor stark bleiben und das Leid wird immer noch weitergehen.

Aber wir wollen nicht die sein, die einem geschenkten Gaul ins Maul schauen und sehen dies trotzdem als eine gute Nachricht an. Eine progressive und rationale Führungsperson bei der DEA ist ein Schritt in die richtige Richtung zur Beendigung des Verbots, so daß es am Ende des Tages doch ein Gewinn ist!