Dänemark Genehmigt Pilotprojekt Mit Medizinischem Cannabis

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Dänemark Genehmigt Pilotprojekt Mit Medizinischem Cannabis


Dänemark ist wahrscheinlich nicht der erste Ort an den man denkt, wenn es um Cannabis geht. Aber die Dänen bewegen sich gerade auf eine Legalisierung von medizinischem Cannabis zu.Wir haben ihr Cannabismodell mal etwas genauer unter die Lupe genommen.

NICHT EINFACH NUR EIN WEITERER STEIN IN DER MAUER

Aktuell scheint es so, als würde jede Woche ein weiterer Ziegel aus der künstlichen erschaffenen Mauer fallen, die durch die Cannabisprohibition erschaffen wurde. Die Tatsachen sprechen für sich selbst, es ist eine globale Bewegung geworden.

Dank des öffentlichen Drucks ist Dänemark nun das neueste der europäischen Länder, das die Barrieren, die medizinischen Patienten den Zugang zu Cannabis unmöglich machen, nicht weiter aufrecht erhalten kann.

Der Wandel wird immer realer und der kulturelle Umschwung, der bei der öffentlichen Meinung zu Marihuana stattgefunden hat, ist nun auch in der Politik angekommen. Wissenschaftliche Forschungen haben über die etablierte Propaganda der Regierung gesiegt und es geschafft, die öffentliche Meinung zu ändern.

Welt-Cannabisverbot

Gerade eben, in diesem Moment, ist die Cannabislegalisierung kurz davor in ein goldenes Zeitalter mit legalem Gras überzugehen.

Der großartige Fortschritt in Nordamerika macht aktuell die ganz großen Schlagzeilen, aber auch in Australien, Europa und Südamerika sind zur Zeit nennenswerte Legalisierungsbewegungen und Initiativen im Gange.

Cannabis und die Debatte um die Legalisierung ist aktuell auf allen Mainstream Medienkanälen und Nachrichtensendern aller drei Kontinente ein Thema. Ausnahmen sind vielleicht Konfliktgebiete, wie beispielsweise die Ukraine. Man muss aber auch leider sagen, dass man von dort seit längerem keine positiven Neuigkeiten gehört hat.

Dänemark erfährt gerade einen phänomenalen Aufschwung bei der öffentlichen Unterstützung zu der Legalisierung von medizinischem Cannabis. Ähnlich wie auf der Südhalbkugel, wo aktuell ein ebenso großer Umschwung bei der öffentlichen Meinung in Australien und Chile zu verzeichnen ist.

Skandinavien ist nun nicht gerade bekannt für seinen Cannabisanbau, tatsächlich spielt Cannabis in der dänischen Geschichte aber schon länger eine Rolle.

Die heftige Abwehrhaltung und Propaganda des „War on Drugs“ und seiner Mentalität überzeugt den allgemeinen Dänen nicht mehr. Dieser Unsinn wurde nun in die Vergangenheit verbannt.

Aktuell wird in Dänemark über eine Legalisierung von medizinischem Cannabis gesprochen, weil das dänische Volk dies verlangt hat. In naher Zukunft wird in Dänemark ein Pilotprogramm beginnen.

Also lasst uns Dänemarks Pilotprogramm zu medizinischem Cannabis und die dort herrschende Cannabispolitik mal etwas genauer inspizieren. Das ist unbedingt notwendig, bevor wir unsere Sachen packen können, um nach Dänemark zu ziehen und dort fette Eis-Bongs zu rauchen und uns den Bauch mit leckeren Schinken Sandwiches vollzuschlagen.

WIE WIRD DAS MEDIZINISCHE CANNABIS IN DÄNEMARK ANGEBOTEN WERDEN UND WER KONTROLLIERT DEN MARKT?

Dänemark medizinischen Cannabis

Die dänische Regierung wird die medizinische Cannabisindustrie scharf kontrollieren und Patienten werden eine Verschreibung benötigen, um legal an medizinisches Cannabis zu kommen.

“Das Pilotprojekt, das am 1. Januar 2018 in Kraft treten wird, wird es einigen sich aktuell selbst behandelnden Patienten ermöglichen, im Gesundheitssystem mit medizinischem Cannabis behandelt zu werden“ - Ausschnitt aus einer kürzlich veröffentlichten Pressemitteilung des Gesundheitsministeriums.

Dieses Pilotprogramm mit medizinischem Cannabis wird sich vorerst auf eine vordefinierte Patientengruppe von ungefähr 500 dänischen Staatsbürgern beschränken. Genaue Details zu den Krankheitsbildern, die für das Pilotprojekt infrage kommen, sind auf der Liste der dänischen Gesundheitsbehörde (Lægemiddelstyrelsen) nachzulesen.

Unter den folgenden Beschwerden leidende Patienten haben Chancen in das Programm aufgenommen zu werden: Chronischer Schmerz, Nebenwirkungen von Chemotherapie, wie beispielsweise Schwindel und Erbrechen, Multiple Sklerose und Verletzungen an der Wirbelsäule.

Das dänische Projekt mit medizinischem Cannabis ist auf eine Laufzeit von vier Jahren angesetzt, mit einer voraussichtlichen Verlängerung im Jahr 2021 und einer darauffolgenden Erweiterung auf landesweiter Ebene.

In vier Jahren kann aber viel passieren und 500 Patienten sind eine sehr kleine Gruppe. Nahe liegende Cannabisprojekte, wie beispielsweise das aus Düsseldorf, haben viel höher gesteckte Ziele und werden in den vier Jahren somit wohl eine viel größere Anzahl an Patienten versorgen können.

Unserem Wissen nach wurde in Dänemark zum aktuellen Zeitpunkt weder von der Regierung, noch von einem autorisierten Anbauer, legales Cannabis geerntet.

Das dänische Gesundheitsministerium muss auch noch einen Entwurf oder Bescheid dazu veröffentlichen, wer nun schlussendlich das Recht haben wird, legal medizinisches Cannabis anzubauen und welche genauen Kriterien dafür zu erfüllen sind.

Das überregulierte Modell mit einem Monopol der Regierung, welches aktuell in Australien entsteht, scheint das wenig fortschrittlichste Legalisierungsprogramm von den im Jahre 2016 entstandenen Bewegungen zu sein.

Aktuell ist es auch noch zu früh, um Dänemark das Krönchen aufzusetzen. Wenn aber weiterhin die öffentliche Meinung dort Auswirkungen auf die Politik hat, gibt es keinerlei Grenzen.

Aktuell zeigen die neuesten Gallup Umfragen in der dänischen Presse, dass erstaunliche 88% der Dänen die Legalisierung von medizinischem Marihuana unterstützen. Leider gibt es auch die übliche Gegenwehr aus dem rechten Flügel, die versucht so laut wie möglich zu sein und uns allesamt in der Vergangenheit gefangen zu halten - die Daten sprechen aber glücklicherweise ganz klar dafür, dass die dänische Öffentlichkeit die Anti-Cannabis-Propaganda nicht mehr schluckt!

Es ist unwahrscheinlich, dass die Öffentlichkeit ein nicht wettbewerbsfähiges Monopol der Regierung durchgehen lassen wird. Wahrscheinlicher ist es, dass die soziale Akzeptanz noch weiter voranschreiten wird und somit auch bald der Freizeitgebrauch ein Thema für die große Masse wird.

CHRISTIANA, EIN MIKROKOSMOS DER GESCHEITERTEN DROGENPOLITIK

Velkommen Christiania

Christiana war das, was die Dänen seit den frühen 70ern als „freie Stadt“ bezeichnen. Es ist im Grunde genommen Dänemarks ursprüngliche Hippy/Alternativen Gemeinde.

Für einige Jahrzehnte lang war dieser Ort tatsächlich ein idyllisches Mekka des Friedens und der Liebe für europäische Kiffer. Cannabis aller möglichen Sorten und Arten wurde offen auf der „Pusher Street“ von den lokalen Anbietern verkauft.

Leider geriet Christiana in den letzten Jahren aber nur aus den falschen Gründen in die dänischen Schlagzeilen. Eine Serie von Schießereien und eine krebsartige Gang-Kultur ist über die Stadt hergefallen.

Der Ansatz der „Nichtbeachtung“ des dänischen Gesetzgebers, schaffte zuerst einen großen Raum für Selbstbestimmung und ermöglichte den lokalen Anwohnern liberale Vorgehensweisen im Umgang mit Cannabis durchzusetzen.

Das Ganze war aber vorprogrammiert, schlussendlich Kriminelle anzuziehen, die ihr Einkommen ja nun mal aus dem Schwarzmarkt schöpfen. Und so kam es leider schlussendlich auch. Es ist eine Schande, dass die Cannabiskultur in Christiana nicht mehr existieren kann, weil die dänische Politik nicht früh genug aufgewacht ist!

Christiana hätte wirklich weiterhin ein wundervoller Ort sein können, wenn die Regierung die Legalisierung früher angegangen wäre und somit nicht diese Grauzone für die Kriminellen geschaffen hätte. Irgendetwas sagt uns aber, dass Christiana wieder auferstehen und eine große Rolle bei dem zweiten Akt der dänischen Cannabislegalisierung spielen wird.

Legales medizinisches Cannabis macht seine ersten Schritte in Dänemark. Das sind interessante Zeiten und jeden Tag kann viel passieren. Die Dänen könnten tatsächlich das gelobte Land der Cannabislegalisierung in Europa werden.

 

         
  Top Shelf Grower  

Geschrieben von: Top Shelf Grower
Der ursprünglich aus Dublin in Irland stammende Veteran der Cannabiszucht amüsiert sich zur Zeit in Südspanien. Er widmet sich zu 100% den Top-Shelf Berichterstattungen, bis er entweder gefangen oder getötet wird.

 
 
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