Cannabiskonsum erhöht das Risiko auf Diabetes? NHS sagt nein

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Cannabiskonsum erhöht das Risiko auf Diabetes? NHS sagt nein

Staatliche Organisationen halten ihre Zunge in der Regel im Zaum, wenn es um Cannabis geht, aber eine Studie hat so eine lächerliche Behauptung aufgestellt, daß die NHS dachte, man könne sie nicht im Raum stehen lassen.

Vor kurzem veröffentlichte die University of Minnesota eine Studie, die darauf hindeutet, daß regelmäßige Cannabiskonsumenten 65% eher "Prä-Diabetes" entwickeln, als Nicht-Nutzer. Wie Du Dir wahrscheinlich vorstellen kannst, haben die Massenmedien die vielen Mängel in der Studie ignoriert und hatten einen großen Tag, als sie versuchten den wachsenden guten Ruf von Cannabis in den Schmutz zu ziehen.

Die besagte Studie fand nach dem Sammeln der Daten aus einem Selbstbeurteilungsfragebogen eine Korrelation - eine ziemlich schwache wissenschaftliche Praxis! Nicht berücksichtigt wurden hierbei die vielen Störvariablen, die Gesundheit und Lebensstil beeinflussen, aber man kam dessen ungeachtet zu dem Schluss, daß Cannabis die Schuld trüge.

Wie Du Dir vorstellen kannst, hat die Nachricht Pro-Cannabis-Aktivisten und Mitglieder der wissenschaftlichen Gemeinschaft gleichermaßen hart getroffen.

Jon Liebling, der politische Direktor von "The United Patients Alliance" hatte folgendes dazu zu sagen: "Die Interpretation dieser schrecklichen Studie ist sogar so gefährlich und unethisch, daß selbst der National Health Service (NHS - staatlicher Gesundheitsdienst) unmittelbar darauf einen Widerruf veröffentlichte. Die Diabetes eigene Website beruft sich auf den potenziellen Nutzen von Cannabis bei Diabetes und GW Pharmaceuticals erforscht derzeit die Wirksamkeit von Cannabinoiden, bisher mit einigen tollen Ergebnissen."

DIE NHS TRITT AUF DEN PLAN

Die Tatsache, auf die Jon hinweist, ist, daß der NHS sich genötigt fühlte dies zu kommentieren, was viel darüber sagt, wie schlimm diese Studie ist. Der NHS ist die staatliche Organisation, die in Großbritannien für die Gesundheitsversorgung verantwortlich ist. Sie ist der Stolz vieler britischer Bürger und wird weltweit respektiert.

Da er staatlicher Kontrolle unterliegt, ist die Haltung des NHS, sich aus der Cannabisdebatte heraus zu halten. Allerdings hatten sie das Gefühl, daß die trügerische Botschaft dieser Studie so schlecht ist, daß sie nicht ignoriert werden kann. In ihrer Erwiderung erklären sie, daß absolut kein Zusammenhang zwischen Cannabis und Typ-2-Diabetes besteht und jedwede Korrelation wohl eher ein Ergebnis der Störvariablen, wie Lebensstil, sowie sozialer und wirtschaftlicher Umstände sind.

Sie weisen auch darauf hin, daß die Studie sich auf eine Gruppe von US-Städtern bezieht, die keine repräsentative Probengruppe darstellen. Da die Studie über einen langen Zeitraum durchgeführt wurde, ist es zudem wahrscheinlich, daß die Teilnehmer falsche Angaben über die Häufigkeit der Nutzung machten oder sogar schlichtweg gelogen haben.

Zum Abschluss sagten sie: "Die verschiedenen möglichen Auswirkungen von Cannabis auf die körperliche und geistige Gesundheit - sowohl unmittelbare, als auch langfristige - werden häufig diskutiert. Jedoch stellt diese Studie allein keinen Beweis dar, daß der Konsum von Cannabis das Diabetesrisiko erhöht."

INTERESSIERT ES DIE MEDIEN? WAHRSCHEINLICH NICHT

Solche Fakten dürften wahrscheinlich auf taube Ohren stoßen. Massenmedien, die mit Vollgas (siehe Daily Mail) darauf abgingen und auf Cannabis eindroschen, werden die Tatsache, daß sie falsch lagen oder daß der NHS die Ergebnisse verworfen hat, nicht abdrucken.

Die Tatsache, daß der NHS aufgestanden ist und diese Studie anprangerte, zeigt, daß Menschen und Organisationen den Fakten über Marihuana aufgeschlossener werden. Sie schlucken die Lügen, die ihnen erzählt werden, nicht mehr einfach blind.

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