Cannabis Krebsforschung - Studien am Menschen sollen bald beginnen

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Cannabis Krebsforschung - Studien am Menschen sollen bald beginnen

Studie um Studie zeigt, wie nützlich Cannabinoide für eine Vielzahl von Krankheiten sein können. Doch die meisten wurden nur in in-vitro Umgebungen durchgeführt, nicht an Menschen. Das soll sich jetzt ändern.

Studie um Studie zeigt, wie nützlich Cannabinoide für eine Vielzahl von Krankheiten sein können. Doch die meisten wurden nur in in-vitro Umgebungen durchgeführt, nicht an Menschen. Das soll sich jetzt ändern.

Zur Zeit gibt es Hunderte von Studien, die zeigen, daß Cannabis das Potenzial hat, das Krebsmedikament der Wahl zu sein. Besonders CBD hat starke Anti-Tumor-Aktivität gezeigt; es wurde erfolgreich eingesetzt, um Krebs zu verlangsamen und sogar vollständig zu stoppen. Allerdings untersuchten alle klinischen Studien bisher nur die Wirkungen von Cannabinoiden in in-vitro Studien und nicht beim Menschen. Diese Situation versetzte Krebspatienten, die Cannabisöl ins Auge gefaßt haben, in eine schwierige Lage; es gibt nur klinische in-vitro Studien und erzählerische Geschichten von Menschen, die ihre Krebserkrankungen geheilt haben. Solide, basierte Humanforschung steht jedoch noch aus.

Ein Team am California Pacific Medical Center, geleitet von Dr. Sean McAllister plant nun, genau das zu tun - klinische Studien am Menschen durchführen. McAllister hat die letzten zehn Jahre damit verbracht, die Wirkungen von CBD auf aggressive Arten von Gehirn- und Brustkrebs bei Tieren zu studieren. Seine Befunde lassen deutlich darauf schließen, daß CBD effektiv Krebs verlangsamen kann und daß Versuche am Menschen gerechtfertigt sind.

Pierre Desprez & Sean McAllister

Pierre Desprez & Sean McAllister

Kein einfacher Prozess

Klinische Studien am Menschen mit einem verbotenen und umstrittenen Medikament hat seine Hindernisse - es ist ein sehr langwieriger und kostspieliger Prozess. McAllister und sein Team stehen in den Startlöchern, doch sie brauchen noch einen Geldgeber, der bereit ist, den Prozess zu finanzieren. Die finanziellen Mittel zu finden könnte schwieriger werden als gedacht, da die Regierungen nicht scharf auf die Finanzierung von Projekten sind, die wahrscheinlich ihre eigene, jahrzehntelange falsche Propaganda beweist. Dr. McAllister ist nicht entmutigt und er rechnet damit, daß innerhalb eines Jahres alles läuft.

Eine weitere Studie von McAllister zeigt, wie THC und CBD zusammenwirken, um die Auswirkungen von Glioblastom zu reduzieren - die häufigste Form aggressiver Hirntumore, wobei sie noch stärkere positive Ergebnisse erzielen, als CBD alleine. THC ist ein psychoaktives Cannabinoid, das in Cannabis vorkommt und obwohl es gezeigt hat, das es der Tumoraktivität entgegen wirkt, zögern die Wissenschaftler immer noch, es zu verwenden - auch McAllister legt, wegen des Rausches, den THC auslöst, den Schwerpunkt auf CBD. Aber die Vermeidung von THC könnte das sein, was die heilende Wirkung von CBD erst wirklich hervorhebt.

McAllister und sein Team sind nicht die einzigen, die jetzt das Potenzial der Verwendung von Cannabinoiden zur Behandlung von Krebs erkunden. GW Pharmaceuticals rekrutiert jetzt für klinische Versuche am Menschen in Europa, um das auf Cannabis basierende synthetische Cannabinoid Medikament Sativex als zusätzliche Behandlung für Patienten mit Glioblastom zu testen. Bevor sie weitermachen und großangelegte klinische Studien in dieser Sache durchführen können, müssen sie erst an einer kleinen Anzahl von Glioblastom Patienten beweisen, daß es sicher ist, es zu verwenden.