Cannabis jetzt legal in Oregon & DC

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Cannabis jetzt legal in Oregon & DC

Die Stimmzettel sind ausgezählt und Marihuana hat in den USA ein weiteren großen Schritt nach vorne gemacht. Willkommen zum Abfall vom Verbot Alaska, Oregon und Washington D.C.!

Vielleicht hast Du unseren früheren Blog Beitrag gesehen, in dem erläutert wird, wie die Stimmen der Zwischenwahl in den USA ausfielen und daß sie so aussahen, daß sie dem Krieg gegen die Drogen ein weiteren mächtigen Schlag verpassen würden. Nun, die Stimmen wurden abgegeben und Marihuana hat ziemlich triumphierend den Tag gewonnen.

Alaska, Oregon und Washington D. C.

Die wichtigsten gewonnenen Schlachten waren die in den Staaten Oregon, Alaska und der Hauptstadt der Nation, Washington D.C. Jede dieser Regionen hat zugunsten der vollen Legalisierung des Freizeitkonsums von Cannabis gestimmt und trat damit in die Fußstapfen von Colorado und Washington State.

Die Ergebnisse in Alaska und Oregon werden es für Erwachsene im Alter von über 21 legal machen, geringe Mengen Cannabis für den Freizeitgebrauch anzubauen und zu besitzen, sowie einen Rechtsrahmen für seinen geregelten Verkauf einrichten. In Washington D.C., wo die Abstimmung zugunsten der Legalisierung mit durchschlagenden 65% ausfiel, wird es legal sein, Cannabis anzubauen und zu besitzen, aber nicht es zu verkaufen.

Allerdings sollten die Einwohner dieser drei Sieger mit Vorsicht vorgehen, bevor sie nach draußen laufen, um zur Feier des Tages einen Joint zu rauchen. Die Verwendung von Cannabis in der Öffentlichkeit wird in all diesen Gebieten weiterhin illegal bleiben und in Washington D.C. muss die Abstimmung noch den Kongress passieren, bevor sie in Kraft gesetzt werden kann.

Eleanor Norton, die neu gewählte Kongressdelegierte für D.C. warnt, daß sie bereit ist mit Zähnen und Klauen zu kämpfen, sollte der Kongress sich dahin bewegen, daß die Legalisierung von Cannabis geblockt wird. "Das Volk hat gesprochen" hatte sie in einer Pressemitteilung bekannt gegeben. "Sie haben solch einen Kampf noch nicht gesehen, den ich vorbereitet bin gegen den Abgeordneten Andy Harris und andere Mitglieder des Kongresses zu führen, die versuchen diesen demokratischen Prozess rückgängig zu machen."

Hoffen wir mal daß, da die Zwischenwahlen gerade abgeschlossen sind und der Kongress sich um viele weitere wichtige Themen zu kümmern hat, die Abstimmung einstimmig durchgewunken wird. Allerdings ist die Zwischenwahl so ausgegangen, daß der Kongress in die Hände einer republikanischen Mehrheit gefallen ist, also heißt es abwarten.

Vergessen wir Maine und Guam nicht!

Obwohl die Nachrichten, die aus Alaska, Oregon und Washington D.C. kommen, sicherlich die größten der Zwischenwahlen sind, sind sie nicht die einzigen, in denen über signifikante Ergebnisse entschieden wurde. South Portland, ein Gebiet von Maine, verabschiedete einen Gesetzentwurf, der den Besitz geringer Mengen Marihuana für den Freizeitgebrauch legalisiert und Guam wurde das erste US Territorium, das zugunsten der Legalisierung von medizinischem Cannabis für schwächende Krankheiten wie Krebs, HIV und Glaukom stimmte.

... Und Florida

In Florida gingen die Wähler in einem Versuch medizinisches Marihuana im Staat zu legalisieren an die Urnen. Obwohl sie sich eine Mehrheit von 57% sicherten, erreichten sie nicht die erforderlichen 60%, um die Abstimmung zu passieren. Es ist eine extrem verkorkste Situation und ein schönes Beispiel für die republikanische "Demokratie" - in der die Mehrheit dafür stimmen kann, aber immer noch abgelehnt wird.

Obwohl es ein unglücklicher Ausgang ist, gibt es immer noch einen Silberstreif am Horizont - und wenn schon nichts anderes, so war es eine klare Botschaft, nicht nur an die Gesetzgeber in Florida, sondern den gesamte Süden, daß es in einem breiten politischen Spektrum eine Mehrheit für die Legalisierung von medizinischem Marihuana gibt.

Dies zeigt lediglich welche Dynamik die Legalisierungsbewegung gewonnen hat. Es wird nicht mehr lange dauern, bis andere Staaten diesen Beispielen folgen und die Bundesregierung gezwungen ist, das Gesetz zu ändern. Wir hoffen, daß die Politiker hier in Europa dies sehr aufmerksam verfolgen, denn so wird das gemacht!

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