Beenden des Cannabis Verbots - Die Irrungen und Wirrungen in Maine, USA

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Beenden des Cannabis Verbots - Die Irrungen und Wirrungen in Maine, USA

Der Kampf darum, das Cannabis Verbot zu beenden, war in diesem November ziemlich turbulent und alles dreht sich um den US Bundesstaat Maine.

Der Kampf darum, das Cannabis Verbot zu beenden, war in diesem November ziemlich turbulent und alles dreht sich um den US Bundesstaat Maine.

Der November war eine interessante Zeit für die Menschen in Maine, USA. Sie haben miterlebt, daß Cannabis zum Freizeitgebrauch auf Stadtebene legalisiert wurde und auf Staatsebene eine Abfuhr bekam. Portland, eine Stadt in diesem Staat, hat auf Frage 1 mit ja abgestimmt, also der Legalisierung des Freizeitkonsums von Cannabis innerhalb seiner Grenzen. Doch die Gesetzgeber von Maine hatten es versäumt, einen Gesetzentwurf einzubringen, der den Freizeitgebrauch im gesamten Staat legalisiert, besteuert und reguliert hätte.

Portland, eine neue Marihuana Bastion

Vor kurzem fand in der Stadt Portland, Maine, USA eine Abstimmung statt, um den Freizeitkonsum von Marihuana zu legalisieren. Die Kampagne dafür, angeführt von Diane Russell, Mitglied des Repräsentantenhauses für den Bezirk Portland, hielt eine Volksabstimmung ab, bei der Mitglieder der Öffentlichkeit gefragt wurden, ob der private Freizeitkonsum von Marihuana legalisiert werden sollte. Bei der Umfrage stellte sich heraus, daß überwältigende 70% sich zugunsten der Legalisierung aussprachen und es ist die erste Stadt der Ostküste die dies tat.

Nach diesem Volksentscheid dürfen Bewohner von Portland bis zu 2,5 Unzen (70 Gramm) Marihuana für den persönlichen Gebrauch besitzen. Dies gilt jedoch nur für den privaten Konsum - der Verkauf von Marihuana für den Freizeitgebrauch ist immer noch illegal und es kann nicht an einem öffentlichen Ort geraucht werden.

Es ist zu beachten, daß der Zugang zu medizinischem Marihuana in Maine legal ist und daß dies vor allem als symbolischer Sieg im Kampf, den Krieg gegen die Drogen zu beenden, der von der Bundesregierung geführt wird, zu sehen ist - ein Krieg, der sich als gescheitert erwiesen hat. Hoffentlich wird es anderen in den USA zeigen, daß die verantwortliche Verwendung von Marihuana sicher ist und führt dazu, daß weitere Städte und Staaten die Nutzung legalisieren.

David Boyert, der politische Direktor der Interessengruppe "The Marijuana Policy Project," beschreibt die Abstimmung als den nächsten gefallenen Dominostein in der, wie er glaubt, unaufhaltsamen Dynamik der Legalisierung, die durch das Land fegen wird.

Dem Volksentscheid stand keine organisierte Form von Opposition entgegen, obwohl einige Anti-Drogen-Aktivisten sich dagegen aussprachen, in welcher Art und Weise die Kampagne beworben wurde - sie hatten das Gefühl, daß die Inserate Marihuana bei dem großen Publikum der unter 21jährigen verherrlicht hatten, statt nur Argumente für die Frage 1 einzubringen.

Die Irrungen und Wirrungen in Maine

Zwar war Russell bei der Legalisierung der privaten Verwendung von Marihuana in ihrem Wahlkreis von Portland erfolgreich, aber sie hat es versäumt, einen Gesetzentwurf für die Legalisierung, Besteuerung und Regulierung von Marihuana auf Staatsebene einzureichen. Dies bedeutet, daß es zwar legal ist, Marihuana innerhalb der Stadtgrenzen von Portland im privaten Bereich zu rauchen, es aber immer noch illegal ist, dies im Rest des Staates zu tun. Und darüber hinaus stoppt das Versäumnis, den Gestzentwurf einzubringen, den legalen Verkauf in Portland, so daß illegale Händler die einzige Quelle sind.

Die Abstimmung über die Legalisierung auf Staatsebene wurde von einer 10-köpfigen Gruppe der obersten Gesetzgeber durchgeführt. Sie stimmten 5-5, wobei eine Mehrheit der Stimmen für den Gesetzentwurf erforderlich gewesen wäre, um ihn umzusetzen, womit er also abgeschmettert wurde. Dies ist das dritte Mal, daß der Gesetzentwurf vorgelegt wurde und scheiterte; er kann nicht vor 2015 erneut eingebracht werden.

Von Russell wurde gesagt, daß sie das Ergebnis als enttäuschend beschrieb, aber sie gibt nicht auf: "Ich schätze die parteiübergreifenden Mitglieder, die im Namen der Bürger von Maine gestimmt haben," sagte Russell. "Es ist enttäuschend, daß uns eine Stimme fehlte, aber wir werden auch weiterhin in Richtung eines pragmatischen Ansatzes arbeiten, der sowohl die Kinder, als auch gleichzeitig die Freiheitsrechte der Bürger schützt."