Australien Auf Der Schwelle Zur Legalisierung von Medizinischem Marihuana

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Australien Auf Der Schwelle Zur Legalisierung von Medizinischem Marihuana

Ein parteiübergreifender Ausschuss australischer Senatoren bemüht sich aggressiv um die Legalisierung von medizinischem Marihuana, wobei die entsprechende Regulierungsbehörde Ende des Jahres ihre Arbeit aufnehmen soll.

Da es auf der anderen Seite der Welt liegt, hören wir nicht oft was in den heimischen Debatten in Australien vorgeht, aber bei dem gegenwärtigen globalen Klima des Interesses an der Legalisierung von Cannabis schlägt die Nachricht Wellen, daß Australien sich dem Sprung immer weiter annähert.

Der Ausschuss der verantwortlichen Senatoren soll aus Mitgliedern der jeweiligen Fraktion bestehen, einschließlich der Labour Partei, die die derzeitige Opposition der Regierung darstellt. Die Aufgabe wurde ihnen erstmals im November 2014 übergeben, als der Vorschlag für medizinisches Marihuana zum ersten Mal in das Parlament eingebracht wurde. Seitdem hat der Ausschuss das Thema regelmäßig diskutiert, wobei öffentliche Anhörungen stattfanden und öffentliche Erklärungen abgegeben wurden. Es wird vermutet, daß der Ausschuss nach all dieser Arbeit "dringend empfehlen" wird, daß Australien medizinisches Marihuana legalisiert, wobei der Regierung die Kontrolle des gesamten Prozesses unterliegen soll: Alles, vom Samen bis hin zum Verkauf.

So wie die Dinge stehen, unterstützen mehr als zwei Drittel der Australier die Legalisierung von medizinischem Marihuana, während nur neun Prozent dagegen sind.

DIE GEGNER

Ein Segment der australischen Gesellschaft, die diesem Schritt entgegensteht, ist das Gesundheitsministerium, das sagt, daß die Legalisierung von Marihuana "Komplexität und Unsicherheit" schaffen würde, sowie in Konflikt mit geltendem Recht und den Pflichten des Landes bei den Vereinten Nationen stünde.

Martin Bowles, der Gesundheitsminister warnte, daß der Gesetzentwurf am Ende "zu einer Regulierungslücke, überlappenden Gesetzen und mangelnder Klarheit über die Ausübung der Gerichtsbarkeit durch Behörden und möglicher Unvereinbarkeit mit anderen bestehenden Gesetze führen würde".

Beteiligte Senatoren sehen diese Bedenken eher sarkastisch, wobei Senator Di Natale sagte: "Ich kann verstehen, warum jemand wie Medicines Australia dem vielleicht entgegen stünde. Es entspricht nicht dem Modell eines traditionellen Medikaments und einige Leute würden argumentieren, daß es ein Konkurrent ist."

Di Natale sagte weiterhin, daß genau dies der Grund ist, warum eine Bundesbehörde eingerichtet werden muss, da das geltende Recht und die Verwaltungsbehörden pharmazeutische Produkte vermarkten und Medikamenten auf Kräuterbasis keine Genehmigung erteilt.

Glücklicherweise sieht es so aus, daß der Gesetzentwurf zu einer Regulierungsbehörde eine Menge Unterstützung findet, in der Öffentlichkeit und im Parlament. Er ist zwar nicht völlig ohne Makel, doch ist es unwahrscheinlich, daß er abgewiesen wird. Seine Verabschiedung wird diese wunderbare Medizin für die Menschen zugänglich machen, die sie brauchen, sowie möglicherweise auch Millionen, wenn nicht Milliarden Dollar für die australische Wirtschaft generieren.

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