Wie Man Aus Trockenen Salvia Divinorum Blättern Ein Extrakt Herstellt

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Wie Man Aus Trockenen Salvia Divinorum Blättern Ein Extrakt Herstellt

Wenn Du Deine eigenen Salvia Pflanzen aufziehst, warum dann nicht Dein eigenes Extrakt herstellen? Mit etwas Küchenchemie kannst Du auf einfache Weise selber ein potentes Konzentrat herstellen.

Traditionell wurden Salvia Blätter zu einer Art Priem geformt und gekaut. Obwohl diese Methode eine starke und anhaltende Reise liefert, ist der Geschmack nichts für schwache Nerven. Das Rauchen der Blätter andererseits ist nicht sehr intensiv, da ganz erhebliche Mengen benötigt werden, um einen voll ausgewachsenen Trip zu erreichen. Hier kommen die Extrakte ins Spiel. Wenn Du schonmal Salvia geraucht hast, hast Du wahrscheinlich ein Extrakt verwendet. Wie in unserem Salvia Shop, sind die Extrakte nach ihrer Potenz benannt. Ein 15x Extrakt bedeutet also, daß 15 Gramm Blätter verwendet wurden, um 1 Gramm Extrakt herzustellen.

Da der Rauch von Salvia in der Kehle und Lunge als harsch empfunden werden, ist es angenehmer und effizienter Konzentrate zu verwenden. Da Salvinorin A im Körper schnell metabolisiert wird, ist es wichtig, daß die gesamte Dosis so schnell wie möglich aufgenommen wird. Deshalb ist es mit einem Extrakt viel leichter, einen vollen Durchbruch zu erreichen, als nur mit Blättern.

Es gibt viele verschiedene Möglichkeiten, um ein Konzentrat herzustellen, aber die folgende Anleitung ist so einfach und effizient, wie es nur geht. Der erste Teil der Extraktion ist völlig harmlos, da nur Wasser verwendet wird, aber die zweite Stufe ist wegen des verwendeten Lösungsmittels potenziell gefährlich - Aceton. Aceton ist leicht entzündlich und seine Dämpfe sind giftig, also stelle sicher, daß der Bereich, in dem Du arbeitest gut belüftet ist und daß es keine glühenden Oberflächen oder eine offene Flamme gibt - sogar ein einfacher Funken durch statische Elektrizität kann zu einer Katastrophe führen! Es sollte auch beachtet werden, daß Aceton Kunststoff auflöst, so daß dieser vermieden werden muß, wenn das Lösungsmittel zum Einsatz kommt. In den meisten Ländern kann Aceton entweder in einer Drogerie, einem Baumarkt oder bei Amazon erworben werden.

Um Dein Extrakt herzustellen, benötigst Du folgendes:

100 Gramm Salvia divinorum (vorzugsweise ganze Blätter oder große Stücke)
Mehrere Kaffeefilter
Kaffeemühle
1 große Schüssel
1 großes Stück Baumwolltuch oder Gaze
4 Liter destilliertes Wasser (kühl, aber nicht kalt)
1 große Backform aus Glas (20 x 30cm oder so)
2 1l Einmachgläser (müssen aus Glas sein)
1 Drahtsieb (15cm oder so, damit die Kaffeefilter bequem hineinpassen; darf nicht aus Kunststoff sein)
1 kleine Glasschale für die Verdunstung (wir verwenden eine, die 13cm im Durchmesser und 8cm hoch ist)
2 Liter Aceton (kauf nichts, daß als "extra stark" oder so gekennzeichnet ist und verdunste vor der Verwendung bitte etwa 50ml auf einer sauberen Glasoberfläche, um sicherzustellen, daß es keine Rückstände hinterläßt, wenn es das tut, verwende es nicht)

Der Prozess - Schritt für Schritt

1. Zerdrücke die Blätter von Hand. Verwende hierzu nicht die Kaffeemühle.

2. Gib die Blätter in die Schüssel und bedecke sie mit destilliertem Wasser - füge genug hinzu, um alle Blätter unterzutauchen. Laß das Ganze für 7 Minuten ruhen.

3. Trenne das Wasser mit der Gaze oder dem Baumwolltuch von den eingeweichten Blättern. Drücke vorsichtig das meiste Wasser aus den eingeweichten Blättern heraus. Das Wasser kann weggegossen werden. Keine Sorge, Salvinorin ist in Wasser nicht löslich, aber Du hast gerade etwa 12 Gramm klebriger Harze aus dem Endprodukt entfernt.

4. Um die Blätter zu trocknen, leg sie in die Backform und stell sie bei 95-100°C in den Ofen, wobei Du sie alle paar Stunden wendest und aufschüttlest. Laß die Blätter im Ofen, bis sie vollständig trocken sind, bevor Du sie herausnimmst, damit sie Raumtemperatur erreichen.

5. Entnehme nun die Menge Blätter, die Du am Ende dazu verwenden wirst, um das Konzentrat aus der Backform zu wischen. Für ein 5x Konzentrat 20g, für ein 10x Konzentrat 10g, für ein 20x Konzentrat 5g und so weiter.

6. Jetzt kannst Du die Blätter, die zu dem Konzentrat verarbeitet werden sollen, in der Kaffeemühle zu einem Pulver zermahlen. Zermahle nicht die Blätter, die Du in Schritt 5 beiseite gelegt hast.

Ab hier muß alles aus Kunststoff vermieden werden, da das Aceton ihn auflösen würde.

7. Gib die pulverisierten Blätter in eines der Einweckgläser und bedecke sie großzügig mit Aceton - wenn die Dichtung Deines Glases Kunststoff enthält, was sehr wahrscheinlich ist, vergewissere Dich, daß sie nicht in Kontakt mit dem Aceton kommt. Um dies zu vermeiden, ist eine Option, sorgfältig eine Aluminiumfolie über der Öffnung des Glases zu drappieren und den Deckel dann zu schließen.

8. Laß diese Lösung für 24 Stunden stehen, wobei Du sie hin und wieder mit einem Glas-oder Metallstab umrührst.

9. Nach den 24 Stunden leg einen Kaffeefilter in das Drahtsieb und gieß die Lösung durch den Filter in das zweite Einmachglas.

10. Gib die Blätter wieder in das erste Einmachglas, füge mehr Aceton hinzu und wiederhole das Abgießen ein zweites Mal. Nach weiteren 24 Stunden gib die zweite abgeseihte Flüssigkeit in die erste. Du kannst dies ein drittes Mal wiederholen, aber nach zweimaligem Einweichen ist fast alles extrahiert.

11. Nun gießt Du die Aceton Lösung, die Du hergestellt hast, in die Backform und läßt das Aceton verdunsten, bis nur noch etwa 250ml übrig sind.

12. Gib die zerdrückten Blätter (die 20g, die Du vor 2 Tagen in Schritt 5 beiseite gelegt hast) in die kleine kleine Glasschale und gieß die restliche Aceton Lösung aus der Backform hinein.

13. Wenn diese soweit verdunstet ist, daß die Blätter nur noch feucht sind und keine Flüssigkeit mehr zu sehen ist, gib ein paar Eßlöffel Aceton darüber und verwende die Blätter, um das Harz abzuwischen, das sich an der Seite der Backform abgelagert hat.

14. Während diese letzten Löffel Aceton verdunsten, rühre alles häufig um, um zu verhindern, daß sich an irgendeiner bestimmten Stelle Harz ansammelt. Wenn das trocken ist, ist Dein 5x (naja, in etwa*) Konzentrat bereit. Vergewissere Dich, daß auch das letzte bißchen Aceton verdunstet ist, denn Du willst auf keinen Fall Aceton rauchen. Laß die Masse vor der Verwendung für mindestens 1 oder 2 Tage ruhen.

*Die Wirksamkeit und Qualität hausgemachter Extrakte hängt vom Ausgangsmaterial ab und kann stark variieren.

Haftungsausschluß: Wir möchten hiermit betonen, daß wir jedwede Verantwortung für irgendwelche Ergebnisse der oben beschriebenen Anleitung ablehnen. Wir übernehmen keine Haftung. Stelle sicher, daß Du die Gesetze in Deinem Land und die Risiken des Umgangs mit den verwendeten Chemikalien kennst.