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Anbauanleitung

Luftfeuchtigkeit Im Cannabisanbauraum

Luftfeuchtigkeit Im Cannabisanbauraum

WAS BEDEUTET LUFTFEUCHTIGKEIT UND WARUM IST SIE SO WICHTIG?

Die absolute Luftfeuchtigkeit misst den Wasserdampf in der Luft, bezieht allerdings die Temperatur nicht mit ein. Da der Wert in Gramm pro Kubikmeter gemessen und mit der Maßeinheit g/m³ angegeben wird, ist diese Angabe für den gewöhnlichen Anbauer wertlos. Davon abgesehen wollten wir auf diesen Punkt bereits zu Beginn eingehen, damit es später nicht zu Verwirrungen kommt. Ist im Text von Luftfeuchtigkeit die Rede, meinen wir damit „RH“ oder die relative Luftfeuchtigkeit.

Die relative Luftfeuchtigkeit misst den prozentualen Anteil von Wasserdampf in der Luft bei einer bestimmten Temperatur. RH ist der entscheidende Faktor in Deinem Anbauraum. Temperatur und RH sind unzertrennbar miteinander verbunden. Warme Luft kann mehr Feuchtigkeit als kalte Luft aufnehmen. Sowohl Temperatur als auch RH müssen überwacht und angepasst werden, um beim Cannabisanbau im Zuchtzelt Erfolg zu haben.

WIE MAN MISST

Sei kein Geizhals. Vermeide Probleme und besorge Dir ein digitales 2-in-1 Thermo-Hygrometer. Diese Geräte sind nicht allzu teuer und versorgen Dich mit den wichtigsten akkuraten Daten über das Mikroklima in Deinem Anbauraum. Platziere das Gerät auf Höhe der Colas an der Wand. So erhältst Du genauere Werte, als wenn Du das Messgerät auf den Boden stellst.

OPTIMALE LUFTFEUCHTIGKEIT IN DEN EINZELNEN STADIEN

Optimale Luftfeuchtigkeit In Den Einzelnen Stadien

  • KLONE UND SETZLINGE

Keimlinge lieben eine hohe Luftfeuchtigkeit. Da sie gerade erst Wurzeln bilden, vereinfacht eine hohe Luftfeuchtigkeit die Aufnahme des Wasserdampfs über ihre kleinen Blätter. Die meisten Anbauer streben in den ersten paar Wochen bis zur Wurzelbildung der Setzlinge und Klone nach einer relativen Luftfeuchtigkeit von 60-80%.

  • WACHSTUMSPHASE

Cannabispflanzen wachsen bei kontinuierlichen 50-70% RH am kräftigsten und das idealerweise über die gesamte Dauer der Wachstumsphase. Auch Mutterpflanzen fühlen sich in einer Umgebung mit einer hohen Luftfeuchtigkeit am Wohlsten. Eine zu niedrige Luftfeuchtigkeit kann das Wachstum der Pflanzen selbst ohne übermäßig hohe Temperaturen hemmen. In dieser Phase solltest Du ein trockenes Mikroklima auf jeden Fall vermeiden.

  • BLÜTEPHASE

Sobald Du photoperiodische Pflanzen auf einen 12/12 Lichtzyklus umstellst, muss die Luftfeuchtigkeit gesenkt werden. Dasselbe gilt nach 4-5 Wochen für autoflowering Sorten. Bei fortgeschrittener Blüte gilt: Je geringer die Luftfeuchtigkeit, desto besser. Die meisten Anbauer versuchen die relative Luftfeuchtigkeit bei 40% einzupendeln. Eine hohe Luftfeuchtigkeit während der Blüte, einschließlich der Dunkelzeit, wenn die Lampen aus sind, erhöht das Risiko von Blütenfäule und Schimmelbefall. Außerdem sollte die Umstellung von einer hohen Luftfeuchtigkeit hin zu einem trockenen Mikroklima schrittweise erfolgen, um die Pflanzen keinem übermäßigen Stress auszusetzen.

  • TROCKNEN UND AUSHÄRTEN NACH DER ERNTE

Nachdem Du Deine geernteten Buds getrimmt hast, ist es besonders wichtig, die Ernte langsam und gleichmäßig zu trocknen. Trocknen die Blüten zu schnell, werden sie brüchig und können nicht anständig aushärten. Die Blüten von Cannabispflanzen trocknen am besten bei Raumtemperatur und einer relativen Luftfeuchtigkeit von ungefähr 50%. Jegliche Werte über 60% erhöhen das Risiko einer Schimmelbildung. Nach etwa 10-14 Tagen sind die Buds bereit dafür, in einem Glas auszuhärten. Die meisten Anbauer sorgen für die nächsten 30 Tage gerne für 50-60% RH und versorgen die aushärtenden Buds mindestens einmal pro Tag für 15 Minuten mit frischer Luft.

WIE MAN DIE LUFTFEUCHTIGKEIT ANPASST

Wie Man Die Luftfeuchtigkeit Anpasst

Um die Luftfeuchtigkeit bereits zu Beginn des Lebenszyklus von Cannabispflanzen zu erhöhen, sind die besten Hilfsmittel ein Propagator und eine Sprühflasche mit Wasser. Klone und Setzlinge in einem Propagator mit Wasser zu benetzen wird die Luftfeuchtigkeit drastisch erhöhen. Während einer Schönwetterperiode benötigst Du vielleicht sogar einen Dampfbefeuchter.

Vor allem in der Blüte ist die Verringerung der Luftfeuchtigkeit besonders wichtig. Angestautes Wasser zu beseitigen beugt nicht nur der Schimmelbildung an den Wurzeln vor, sondern schützt auch vor einer ungewollten Erhöhung der Luftfeuchtigkeit. Dabei ist es auch hilfreich, eine Überwässerung zu vermeiden. Darüber hinaus sorgt ein oszilierender Ventilator für eine erhöhte Luftzirkulation.

Manchmal muss man allerdings einen Schritt weiter gehen, um für eine optimale Luftfeuchtigkeit zu sorgen. Luftentfeuchter gibt es in allen Größen und Formen. Einfache Geräte, gefüllt mit Feuchtigkeit absorbierenden Kristallen sind effektiv und können in einem 1 Euro Shop gekauft werden. Das schlimmste Szenario ist, dass Du bei sehr feuchten Bedingungen in einen elektronischen Luftentfeuchter aus dem Grow Shop investieren musst.

TIPPS FÜR DIE VORBEREITUNG DES ANBAURAUMS

Tipps Für Die Vorbereitung Des Anbauraums

Zugang zu frischer Luft und/oder ein Luftfilter können die Beibehaltung einer optimalen Anbauumgebung extrem vereinfachen. Ein ordentlicher Luftaustausch – kühle Luft rein, warme Luft raus – macht den Unterschied.

Anbauer mit einer winzigen Anbaufläche oder einem kleinen Schrank müssen unter Umständen nicht so viel in starke Ventilatoren oder Luftfilter investieren, können es sich aber trotzdem nicht erlauben, in ihrem Anbauraum nicht für eine optimale Luftfeuchtigkeit zu sorgen. Einfache und praktische Maßnahmen wie das Fenster für ein paar Stunden zu öffnen, mit einfach zu befestigenden Ventilatoren zu arbeiten oder die Heizung auf der Plantage an-/abzuschalten, können einen große Wirkung zeigen.