Über das Versagen des Krieges gegen Drogen: Afghanistan

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Über das Versagen des Krieges gegen Drogen: Afghanistan

Wir alle wissen, daß der Krieg gegen Drogen gescheitert ist und es gibt kein besseres Beispiel dafür als die Farce in Afghanistan.

Der Krieg gegen Drogen ist gescheitert, das ist eine einfache Tatsache. Dieser von den USA geführte Krieg hat die Welt umspannt und ist in jeder Instanz gescheitert, die Drogenproduktion, den Handel und Konsum einzudämmen. Das ist nirgendwo deutlicher zu sehen als im Fall von Afghanistan, wo die letzten 13 Jahre Krieg wenig Fortschritte gebracht haben und die USA Milliarden Dollar und das Leben unschuldiger afghanischer Zivilisten kostete.

Kürzlich wurde ein Bericht des US Büros des Sondergeneralinspekteurs für den Wiederaufbau Afghanistans veröffentlicht, der beschreibt, wie kolossal der Krieg gegen Drogen in Afghanistan gescheitert ist. Nach den neuesten Erkenntnissen hat "trotz der Ausgaben von über 7 Milliarden Dollar zur Bekämpfung des Anbaus von Schlafmohn und zum Aufbau drogenbekämpfender Kapazitäten der afghanischen Regierung, der Anbau von Schlafmohn im Jahr 2013 in Afghanistan ein nie gekanntes Volumen erreicht."

Dieses Allzeithoch entspricht etwa 209.000 Hektar. Auf sie entfallen 90% der weltweiten Heroinproduktion und dies schlägt den früheren Rekord von 2007 von 193.000 Hektar. Obwohl für viele schockierend, ist es nichts, das wir nicht schon wissen. Die sich selbst verstärkenden Fehler in Afghanistan sind seit Jahren dokumentiert und auch für die Zukunft sehen die Dinge nicht rosig aus. Es ist leicht zu sehen, warum der Krieg gegen die Drogen Afghanistan zu einem der Hauptschlachtfelder gemacht hat, doch es ist ein Krieg, der, wenn überhaupt etwas, alles noch schlimmer gemacht hat, indem er die gesamte Region destabilisiert hat - was die Korruption und Aufständischen nur noch weiter unterstützt hat.

Laut Justin Sopko, Verfasser des Berichts: "Laut der Meinung eines fast jeden, mit dem ich sprach, ist die Situation in Afghanistan dringend und es besteht wenig Aussicht auf eine Besserung im Jahr 2014 und darüber hinaus." Gerade jetzt, da das Abrücken der US Verbände immer näher rückt und Analysten über den wachsenden Einfluss und die Macht der ländlichen afghanischen Warlords berichten.

Was die Situation noch schlimmer macht, ist, daß dieser Krieg für viele ein sehr lukratives Geschäft ist - wie private Militär- und Sicherheitsfirmen, die sich Verträge mit der US Regierung gesichert haben, um Truppen und Polizei in der Region auszubilden. Ein solcher Vertragspartner ist die berüchtigte Blackwater Kooperation, der so ziemlich freie Hand gegeben wurde, zu tun was sie will und die an vielen der Gräueltaten beteiligt ist, die mit dem Krieg in Verbindung stehen.

Es ist eine schreckliche Situation, in der jeder Aspekt nach Versagen stinkt. Wenn wir einen weiteren Grund bräuchten, um den Krieg gegen die Drogen zu beenden, dann ist es die schiere Sinnlosigkeit des Krieges in Afghanistan und der Schaden, den er verursacht hat.