Studie: Krieg gegen Drogen ist ein kompletter Fehlschlag

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Studie: Krieg gegen Drogen ist ein kompletter Fehlschlag

Es wird Dich wahrscheinlich nicht überraschen, es zu hören, denn es ist etwas, für das wir hier schon für eine Weile bekannt sind, aber der globale Krieg gegen Drogen ist ein kompletter Rohrkrepierer. Doch der Unterschied ist, jetzt ist es offiziell.

Es wird Dich wahrscheinlich nicht überraschen, es zu hören, denn es ist etwas, für das wir hier schon für eine Weile bekannt sind, aber der globale Krieg gegen Drogen ist ein kompletter Rohrkrepierer. Doch der Unterschied ist, jetzt ist es offiziell. Neue sozialwissenschaftliche Forschung, in Zusammenarbeit kanadischer und amerikanischer Wissenschaftler, hat jetzt genau das aufgezeigt, von dem wir alle wissen, wie es ist - der Krieg gegen Drogen hat keinen Nutzen für die Gesundheit und Sicherheit der Gesellschaft und wenn überhaupt, macht er alles nur noch schlimmer.

In dem Bericht, der jetzt in der medizinischen Fachzeitschrift BMJ Open veröffentlicht wurde, wurde festgestellt, daß, obwohl die Regierungen der Welt in ihrem Versuch, Drogen zu "bekämpfen," Trillionen ausgeben, die Verfügbarkeit von Drogen und deren Reinheit stetig gestiegen ist, wohingegen die Preise seit 1990 gesunken sind.

Diese bahnbrechende Erkenntnis ist das erste wirkliche Anzeichen dafür, wie nutzlos der Krieg gegen Drogen, der über die Jahrzehnte geführt wurde, wirklich war und die Ergebnisse zeigen, daß all jene, die ihn führen, ihn trotz allem verloren haben.

Die Studie befaßte sich mit all den Daten von sieben internationalen Regierungen und deren Drogenkontrollen. Bei all diesen bisher vorgenommenen Kontrollen mußte die Überwachung der Preise und die Reinheit von Kokain, Cannabis und Opiaten über mindestens 10 Jahre in Betracht gezogen werden. Außerdem wurde die Häufigkeit und Menge der sichergestellten Drogen mit ins Kalkül einbezogen. Wenig überraschend fanden sie heraus, daß die Menge, die auf den entsprechenden Märkten gehandelt wurde, weit über den Mengen lagen, die beschlagnahmt wurden.

Professor Evan Woods als leitender Forscher hatte folgendes zu sagen: "An jedem Maßstab gemessen, war der Krieg, der gegen Drogen geführt wurde - und Nordamerika in den letzten 40 Jahren schätzungsweise mehr als eine Billion Dollar gekostet hat - völlig unwirksam. Drogen sind in unserer Gesellschaft jetzt noch einfacher zu bekommen, als sie es jemals zuvor waren."

Das dürften für Dich nicht gerade überraschende Neuigkeiten sein. Manch vorausschauend denkender Politiker und Person des öffentlichen Lebens hat bereits erklärt, daß der Krieg gegen Drogen Unfug ist und daß die Regierungen der Welt lieber zusehen sollten, daß die Politik sie (die Drogen) anerkennt, sie entsprechend behandelt und darüber aufklärt. Ein gutes Beispiel dafür ist der berühmte Unternehmer Sir Richard Branson. Er ist nicht nur der Besitzer von Virgin Media, sondern auch ein prominentes Mitglied der "Global Commission in Drug Policy" und ein vehementer Verfechter für einen Wandel.

Es ist Zeit für die Regierungen, auf die Menschen und die Forschung, die betrieben wird (und wurde), zu hören. Es ist an der Zeit, Drogen zu entkriminalisieren und Nutzer als Menschen zu behandeln, die Aufklärung und Hilfe brauchen, anstatt sie wie Schwerverbrecher zu behandeln - in einer Art und Weise, wie es die hellen Köpfe in Portugal getan haben, wo weitgehend festgestellt wurde, daß ihr Weg erfolgreich ist.

Der Krieg gegen die Drogen hat nur für ein paar wenige Vorteile, einschließlich der Menschen, die die Drogen herstellen und sich ständig dem Gesetz entziehen. Die Verfolgung von Cannabis- und anderen Drogenkonsumenten, ist eine Zeitverschwendung von Polizeiarbeit. Durch die Legalisierung und Regulierung der weichen Drogen (wie Marihunana) und indem jenen geholfen wird, die harte Drogen nehmen, nimmt man der organisierten Kriminalität ihre Macht, wobei auch noch dafür gesorgt wird, daß der Polizei mehr Zeit zur Verfügung gestellt wird, um eben diese kriminellen Elemente zu jagen.

Wie Guillermo Paxton, der berühmte Autor von "The Plaza and Cartel Rising" schrieb: "Folgt der Spur des Geldes. Alle sind sich einig, daß der vierzig-und-nochwas jährige Krieg gegen Drogen ein kompletter Fehlschlag ist und trotzdem wird die Taktik und unlogische Philosophie, die dahinter steht, nicht verändert. Die Gefängnisse sind privatisiert; die Behörden werden von großen Beschlagnahmen finanziert und Reha Zentren sind in den meisten Fällen wirkungslos. Und doch machen alle Beteiligten, einschließlich der Drogenkartelle, mit dem derzeit bestehenden System immer mehr Profit. Der Krieg gegen die Drogen macht einige Leute reich, hat für die Gesellschaft als Ganzes jedoch keinen wirklichen Nutzen. Und der Krieg der Kartelle, in direkter Folge der Bevorzugung durch die Calderon Regierung des einen Kartells und der Unterstützung des Sinaloa Kartells, das von 'Chapo' Guzman geführt wird, durch die DEA, hat in Mexiko zu über sechzig Tausend Todesfällen geführt.

Ihr, die Regierungen der Welt, seid gescheitert. Hört auf, Billionen in einem sinnlosen Krieg zu verschwenden, nur weil Ihr Angst habt einzugestehen, daß Ihr im Unrecht seid! Folgt dem Rat, den die Wissenschaftler Euch geben und beendet das unnötigen Leiden und entkriminalisiert Drogen - angefangen mit Cannabis!

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