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Die Besten Obst- Und Gemüsesorten Für Den Anbau In Heißen Klimata
10 min

Die Besten Obst- Und Gemüsesorten Für Den Anbau In Heißen Klimata

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Wenn Du Dein eigenes Obst und Gemüse in warmem Klima anbauen willst, bist Du hier richtig! Als Erstes werden wir die Nutzen und Hindernisse warmer Bedingungen erläutern. Dann erfährst Du, welche Pflanzenarten sich am besten für eine warme und lange Anbausaison eignen. Am Ende dieses Artikels wirst Du für eine erfolgreiche Saison gewappnet sein!

Egal, wo Du auf der Welt lebst, wirst Du schnell feststellen, dass Du je nach Standort und Klima nur bestimmte Pflanzenarten anbauen kannst. Klar, einige Arten gedeihen dank menschlicher Innovationen wie etwa Gewächshäusern, die Umweltfaktoren modulieren, in vielen verschiedenen Klimazonen gut, aber im Freien benötigen viele Arten spezifische Bedingungen.

In warmen Regionen steht Anbauern eine ganze Bandbreite von Möglichkeiten zur Auswahl. In diesen Gebieten gibt es für gewöhnlich weitaus mehr Sonnenlicht und eine längere Anbausaison – zwei Faktoren, die das Wachstum exotischerer Pflanzen begünstigen, die anderswo einfach keine gute Leistung erbringen. Falls Du also an einem warmen Ort lebst, kannst Du Dich glücklich schätzen! Nutze diesen Luxus, indem Du die nachstehend angeführten köstlichen und produktiven Pflanzenarten anbaust!

Warum Obst und Gemüse in warmen Umgebungen anbauen?

Warum Obst Und Gemüse In Warmen Umgebungen Anbauen?

Aus etlichen Gründen gedeihen viele essbare Pflanzen in warmen Klimata. Einer der Hauptgründe ist, dass sie sich einfach an diese Bedingungen angepasst haben. Sie fühlen sich in Regionen wohl, in denen sie von der Sonne verwöhnt werden und permanent hohen Tages- und Nachttemperaturen ausgesetzt sind.

Abgesehen von den Anpassungen verfügen diese Regionen mit heißem Wetter von Natur aus über natürliche Charakteristika, die den Pflanzen sehr zugute kommen. Zu den wichtigsten Nutzens des Anbaus von Pflanzen in warmen Gebieten zählen:

  • Verlängerte Anbausaison: In wärmeren Regionen ist die Anbausaison länger, was zu einem viel früheren Termin für den letzten Frost und einem viel späteren Termin für den ersten Frost am Ende führt. Dies ermöglicht Anbauern, viel früher mit der Aussaat und dem Umpflanzen von Sämlingen zu beginnen und sogar Ernten von Pflanzen zu erzielen, die in kälteren Gebieten kaum die nötige Reife erreichen.
  • Schnelleres Wachstum: Die Temperatur beeinflusst eine Vielzahl physiologischer Prozesse in Pflanzen. Dazu zählen Photosynthese, Atmung, Keimung, Blüte und Transpiration. Wenn sie günstigen Temperaturen ausgesetzt sind, springt bei wärmeliebenden Pflanzen der Turbolader an und sie wachsen extrem schnell.
  • Höherer Ertrag: Die Kombination aus langer Anbausaison und beschleunigtem Wachstum ermöglicht den Pflanzen, ihre volle Reife vor Ende der Anbausaison zu erreichen. Dies führt zu einer langen Blüte-, Frucht- und Erntephase. Anders als in kälteren Gebieten, müssen Anbauer ihre Pflanzen nur selten abschneiden, bevor sie die volle Ernte einfahren können.
  • Stressresistenz: Wärmeliebende Pflanzen fühlen sich in warmen Klimata zu Hause. Werden ihre Umweltbedürfnisse erfüllt, können sie wichtige physiologische Funktionen durchführen, die dazu beitragen, bestimmten Schädlingen und Krankheiten standzuhalten, die in kälteren Klimata leicht Fuß fassen könnten, wo die Pflanzen nicht optimal wachsen, gestresst und immunologisch geschwächt werden können.

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Wachsen nicht alle Pflanzen in heißem Klima gut?

Nicht alle Pflanzen sind für Hitze, ständige Sonneneinstrahlung und potentiell trockene Bedingungen aufgrund suboptimaler Bewässerung ausgelegt. Während Anbauer in warmen Regionen eine Vielzahl von Sorten anbauen können, stoßen sie auf Einschränkungen, wenn es um den Anbau beliebter Sorten geht, die in kühleren Regionen in extremeren Breitengraden gedeihen. So schießen beispielsweise beliebte Gemüsesorten wie Spinat und Salat bei den ersten Anzeichen von Hitzestress schnell in die Höhe (schalten auf Vermehrung um). Heißes Wetter kann auch dazu führen, dass Pflanzen wie Blumenkohl einen bitteren und unerwünschten Geschmack entwickeln.

Gleichwohl hat man als Anbauer in heißen Klimazonen den Vorteil, dass man das ganze Jahr über anbauen kann. Die oben genannten Gemüsesorten werden wahrscheinlich auch im Winter und im zeitigen Frühjahr gedeihen, was diesen Anbauern Beste aus beiden Welten bietet.

Wann sollte man säen?

Wann Sollte Man Säen?

Anbauer in warmen Klimazonen können im Grunde das ganze Jahr über Samen säen und keimen lassen. Die besten Ergebnisse lassen sich jedoch erzielen, wenn man die richtige Sorte zur richtigen Zeit sät. Säe wärmeliebende Pflanzen, die eine lange Anbausaison erfordern, am besten im zeitigen Frühjahr aus. Wenn Du dies im Haus tust, wird sich die Vegetationsperiode sogar noch drastisch verlängern. Falls Du Gurken, Tomaten und Chilis im Januar oder Februar im Haus vorziehst, hast Du bereits gut entwickelte Sämlinge, die Du nach dem letzten Frost umpflanzen kannst.

Der Anbau in einem warmen Klima bietet jedoch den Nutzen, nicht im Haus oder im Gewächshaus vorziehen zu müssen. Eine von Natur aus lange Anbausaison wird es Dir ermöglichen, schon früh während der Saison weitgehend direkt im Freien zu säen. Allerdings gibt es in warmen Klimata besondere Herausforderungen bei der Aussaat, nämlich Trockenheit.

Falls in Deiner Region häufig Trockenheit herrscht, erzielst Du möglicherweise bessere Ergebnisse, indem Du Deine Sämlinge in einem Polytunnel oder einer anderen Umgebung mit hoher Luftfeuchtigkeit anbaust, damit die Samen richtig keimen können, ohne auszutrocknen.

Du kannst Dir in Deinem Kalender auch den Spätsommer als weiteren Zeitpunkt für die Aussaat vormerken. Säst Du zu dieser Zeit Salat, Mangold und Grünkohl, wirst Du Dich an Varianten erfreuen können, die in einem warmen Sommer sonst nicht gut gedeihen. Wenn die Winter in Deiner Region besonders frostig sind, solltest Du die Aussaat und den Anbau in einem Gewächshaus oder Polytunnel in Betracht ziehen.

Mögliche Pflanzenprobleme

Mögliche Pflanzenprobleme

Ein warmes Klima bietet eine ganze Bandbreite an Nutzen, bringt aber auch eine Reihe von Herausforderungen mit sich. Zu den wichtigsten Problemen beim Anbau von Pflanzen in einer solchen Umgebung zählen:

  • Abbruch der Blüte: Höhere Temperaturen können bei bestimmten Gemüsepflanzen den Übergang von der Blüte zur Fruchtbildung erschweren. Anhaltende Temperaturen von 32°C und mehr können die Pollenproduktion von Tomaten- und Paprikablüten beeinträchtigen und manchmal dazu führen, dass die Pflanze sie abwirft.
  • Verbrühung: Direkte Sonneneinstrahlung und hohe Temperaturen können zum Verbrühen heranreifender Früchte führen. Dies kann nicht nur ihr Aussehen beeinträchtigen, sondern sie auch anfällig für Schädlinge und Krankheiten machen. Das Problem verschlimmert sich bei Trockenheit noch, so dass die Früchte verschrumpeln und kaum noch genießbar sind.
  • Deformierte Früchte: Bei Kürbisgewächsen wie Melonen, Gurken und Kürbissen besteht die Gefahr, dass sie bei hohen Temperaturen deformierte Früchte entwickeln. Diese Pflanzen müssen bestäubt werden, um Früchte zu produzieren und ihre Blüten bleiben bei heißem Wetter für ein kürzeres Zeitfenster geöffnet. Dies kann die Chance einschränken, dass ein bestäubendes Insekt die Blüte besucht, was zu sterilen Früchten führt, die oft eine verzerrte Form annehmen und sich nicht richtig entwickeln.
  • Trockenheit: Unsachgemäßes Gießen und Bewässern lässt die Pflanzen während Trockenperioden verdursten. Wasser spielt von der Photosynthese bis zur Verdunstung eine entscheidende Rolle in der Pflanzenphysiologie. Ohne ausreichend Wasser verlieren die Pflanzen schnell ihre Vitalität, schrumpfen ein und sterben ab.

Das beste Obst und Gemüse für heiße Klimata

Ausgestattet mit diesem neu erworbenen Wissen über den Gartenbau bei heißem Wetter ist es jetzt an der Zeit, es in die Praxis umzusetzen! Die nachstehend aufgeführten Obst- und Gemüsesorten werden in einem warmen Klima mit den besten Ertrag liefern. Suche Dir Deinen Favoriten aus und beginne mit der Planung Deines Gartens für die kommende Saison!

Tomaten

Tomaten

Ursprünglich stammt die Tomate aus Südamerika, aber erstmals domestiziert und kultiviert wurde sie von Bauern um 500 v. u. Z. in Mexiko. Wie Du Dir vorstellen kannst, gedeiht die Pflanze deshalb auch unter heißen Bedingungen. Falls Du jemals versucht hast, sie in einem kühleren Klima anzubauen, wirst Du wissen, dass sie ein Gewächshaus benötigt, um auch nur annähernd ihr wahres Potential zu entfalten.

Wenn Du Dein Gemüse bei heißem Wetter anbaust, hast Du das Glück, es im Freien ohne große Eingriffe wachsen lassen zu können. Wenn Du sie im Haus vorziehen möchtest, kannst Du die Samen schon im Januar in einem Zimmergewächshaus auf der Fensterbank säen. Wenn Du lieber warten möchtest, bis es etwas wärmer wird, säe die Samen in einem Abstand von etwa 1m in Töpfe oder direkt in die Erde.

Es gibt viele verschiedene Sorten, aber sie alle fallen in zwei Anbaukategorien einteilen: indeterminiert und determiniert. Erstere wachsen wie eine Weinrebe, während letztere eine eher buschige Form haben.

Positioniere Deine Tomaten in der vollen Sonne und dünge sie wöchentlich mit flüssiger Algen- oder Fischemulsion, um sie während der Wachstumsphase mit genügend Stickstoff und während der Blüte und Fruchtbildung mit reichlich Phosphor und Kalium zu versorgen.

Ananas

Ananas

Ananas gedeihen in warmen und idealerweise tropischen Klimata. Sie benötigen konstante Wärme und hohe Luftfeuchtigkeit, um einen guten Ertrag zu erzielen. Falls Du mit häufigem warmem Wetter gesegnet bist, kannst Du eine Ananaspflanze anbauen, ohne einen einzigen Samen säen zu müssen.

Stattdessen kannst Du Ananas aus einem Steckling von einer im Laden gekauften Frucht klonen. Entferne einfach die Krone der Ananas und schneide das überschüssige Fruchtfleisch ab, bis Du die Wurzelansätze sehen kannst, die wie ein Ring aus braunen Punkten aussehen. Lass den Strunk einige Tage lang trocknen, stelle die Krone in ein Glas Wasser und warte ab, bis sie Wurzeln schlägt. Sobald die Wurzeln eine Länge von 5cm erreicht haben, gibst Du sie in einen 15cm-Topf, der mit Kakteenerde befüllt ist, die reichlich Perlit enthält.

Ananas benötigen eine ganze Weile zum Wachsen. Stelle sie in die volle Sonne und gieße sie regelmäßig. Pflanze Deine Ananas im Laufe von drei Jahren um oder verbringe sie an einen sonnigen Platz im Garten, falls Du in den Tropen lebst. Andernfalls musst Du die Pflanze über den Winter unter eine Abdeckung stellen, um sie am Leben zu erhalten. Dünge sie wöchentlich mit flüssigem Algendünger und Du wirst eine wohlverdiente Ernte erzielen können.

Zuckermais

Zuckermais

In Nordamerika, wo er von den amerikanischen Ureinwohnern aus Feldmais entwickelt wurde, blickt Zuckermais auf eine lange Geschichte zurück. Obwohl viele moderne Sorten auch in einer kurzen Anbausaison gut gedeihen, ermöglicht ein warmes Klima es Anbauern, mit viel größeren und ertragreicheren Sorten zu experimentieren, die viele Monate benötigen, um ihre volle Reife zu erreichen.

Du musst warten, bis der letzte Frost vorbei ist, bevor Du Zuckermais säen kannst. Nachdem Du die gewünschte Sorte ausgewählt hast, gibst Du Deine Samen in ein Glas Wasser und lässt sie für 12 Stunden einweichen. Bereite ein Beet in Deinem Garten vor, indem Du den Boden mit reichlich organischem Material anreicherst. Säe die Samen 2cm tief und in einem Abstand von 45cm in jede Richtung aus. Säe sie in Blöcken aus, um die Wahrscheinlichkeit einer erfolgreichen Bestäubung zu erhöhen.

Bewässere die Pflanzen während der gesamten Anbausaison und dünge sie einmal wöchentlich mit Komposttee, flüssigen Algen- und anderen organischen Flüssigdüngern.

Wassermelone

Wassermelone

Nicht viele Ernten werden Dich so zufriedenstellen wie das Abschneiden einer reifen, selbst angebauten Wassermelone von ihrer Rebe. Um die Größe der reifen Pflanzen zu bewältigen, wirst Du ein großes Gartenbeet benötigen. Wir empfehlen, die Samen zu Beginn der Saison in einer Anzuchtplatte in einem Gewächshaus vorzuziehen. Nachdem sie die ersten echten Blätter entwickelt haben, pflanze sie in einem Abstand von 1m in ihr eigenes Beet. Ziehe die Installation eines Tropfbewässerungssystems in Betracht, um das Wurzelsystem gut zu bewässern und gleichzeitig die Feuchtigkeit auf den Blättern zu reduzieren.

Du kannst die Pflanzen an einem Spalier aufstellen oder sie einfach auf dem Boden wuchern lassen. Gieße Deine Pflanzen einmal wöchentlich mit Komposttee, um die Gefahr von Mehltau zu reduzieren und verabreiche reichlich flüssigen Fischextrakt, um das Wachstum des Blattwerks zu fördern. Ernte sie, wenn die der Frucht am nächsten liegende Ranke braun wird und vertrocknet.

Gurke

Gurke

Gurken gedeihen gut in kalten Klimata, benötigen jedoch den Schutz eines Gewächshauses, um einen lohnenswerten Ertrag zu erzielen. In warmen Regionen gedeihen sie auch im Freien, aber zu viel Feuchtigkeit und Regen werden sie anfällig für Mehltau machen. Falls Du in einer Gegend lebst, in der es viel regnet, solltest Du die Pflanzen unter einem Dach anbauen.

Nachdem der letzte Frost vorbei ist, säe die Samen einfach direkt in einer Tiefe von 2cm und mit einem Abstand von 30cm aus. Stütze jede Pflanze mit einem Pfahl oder säe die Samen an der Basis eines Spaliers aus, damit sie genügend vertikalen Platz zum Ranken haben. Geize regelmäßig alle Seitentriebe aus, um die gesamte Energie auf die Früchte des Haupttriebs zu lenken. Gieße wenig und oft und verabreiche alle zwei Wochen einen Flüssigdünger. Im Hochsommer werden die Früchte heranreifen und sollten gepflückt werden, wenn sie eine Größe von etwa 15cm erreicht haben, um die beste Textur und den besten Geschmack zu erhalten.

Okra

Okra

Okra ist eines der seltsamsten Gemüse überhaupt. Es hat ein knackiges Äußeres und ein klebriges Inneres. Okra-Pflanzen benötigen viel Wärme und Sonne, was sie ideal für Gebiete mit einer langen und warmen Anbausaison macht.

Bringe Deine Samen etwa im Februar an den Start, indem Du sie für zwei Stunden in ein Glas mit warmem Wasser einweichst. Säe die Samen in Anzuchtplatten und stelle sie an einen sonnigen Platz. Achte darauf, die Erde während der Keimung feucht zu halten.

Pflanze die Samen in einem Abstand von 90cm an einen Standort in der vollen Sonne um. Stecke an der Basis jeder Pflanze einen Stock in die Erde, um sie vertikal zu stützen. Halte das Substrat während der gesamten Anbausaison gleichmäßig feucht und wende sobald die Blüten erscheinen wöchentlich einen kaliumreichen Flüssigdünger an. Ab der Mitte des Sommers werden Deine Okra-Pflanzen beginnen, Schoten zu produzieren; pflücke sie regelmäßig, um eine konstante Produktion zu fördern.

Erdbeeren

Erdbeeren

Erdbeeren sind eine der einfachsten Obstpflanzen, die in warmen Klimata praktisch für sich selbst sorgen. Beginne mit bereits eingetopften Pflanzen aus der örtlichen Gärtnerei, um Deiner Produktion einen guten Start zu ermöglichen. Sie gedeihen fast überall in Deinem Garten, profitieren aber am meisten von einem halbschattigen Standort. Pflanze Deine Jungpflanzen in einem Abstand von 40cm in einen Boden, der reich an organischem Material ist.

Während Deine Erdbeeren wachsen, werden sie Ausläufer bilden, die Wurzeln in den Boden schlagen. Schneide nach der Bewurzelung den Ausläufer an beiden Seiten des bewurzelten Abschnitts ab und pflanze ihn in ein neues Beet, um Deine Pflanzen zu vermehren.

Chilis/Paprika

Chilis/Paprika

Chilis lieben die Hitze! Anbauer in kühleren Klimata geben sich große Mühe, um sie anzubauen, aber in wärmeren Gegenden werden sie auch im Freien gedeihen. Beginne im Januar mit der Aussaat, indem Du die Samen 12 Stunden lang in einem Glas Wasser einweichst. Pflanze die Samen in Anzuchtplatten und lasse sie auf einer südwärts ausgerichteten Fensterbank stehen, bis der letzte Frost vorüber ist.

Wähle einen Platz in Deinem Garten, der volle Sonne abbekommt. Bereite den Boden vor und gib reichlich Kompost und gut verrotteten Dung hinzu. So wird ein fruchtbarer und gut durchlässiger Boden entstehen, den Chilis und Paprika lieben. Baue sie früh in der Saison in einem Abstand von 50cm an. Um die Pflanzen buschig und niedrig zu halten, solltest Du sie kurz über dem vierten Knoten kappen.

Wende während der Wachstumsperiode einmal pro Woche einen Flüssigdünger aus Algen, Fischemulsion oder fermentiertem Pflanzensaft an. Erwäge kurz vor dem Wechsel in die Blütephase zu einem kaliumreichen Dünger wie etwa vergorenem Fruchtsaft überzugehen. Pflücke die Früchte, wenn sie aufgequollen sind, glänzen und die für die Sorte erwartete natürliche Farbe entwickelt haben.

Aubergine/Eierpflanze

Aubergine/Eierpflanze

Wenn Du in einem warmen Klima lebst, hast Du die Wahl zwischen vielen Auberginensorten, von tiefviolett über hellviolett bis hin zu weiß. Als enge Verwandte von Tomaten und Paprika lieben Auberginen es, die ganze Saison über in Hitze zu baden.

Beginne im Januar mit dem Aussaat in Anzuchtplatten und stelle sie in ein Gewächshaus in voller Sonne, sofern Dir eines zur Verfügung steht. Eine nach Süden ausgerichtete Fensterbank ist ein guter Notfallplan. Es kann bis zu 21 Tage dauern, bis die Samen keimen, aber ein beheiztes Zimmergewächshaus kann diese Zeit auf nur sieben Tage verkürzen.

Sobald sich die ersten echten Blätter gebildet haben, pflanze die Pflanzen in einem Abstand von 50cm aus. Mulche die Pflanzen kräftig mit Kompost und stütze jede mit einem Pflanzstab, um ihnen vertikalen Halt zu geben. Verabreiche sobald die Blüten erscheinen einmal wöchentlich einen kaliumreichen Dünger und bemühe Dich, alle Seitentriebe auszugeizen. Nachdem sich 5–6 Früchte entwickelt haben, solltest Du alle anderen Blüten abschneiden, um alle Energie auf ausgewählte Früchte zu lenken, damit sie eine gute Größe erreichen. Ernte Deine Auberginen ab August, wenn sie reif sind, was sie durch ihre volle Farbe und ein glänzendes Aussehen anzeigen.

Spüre die Hitze noch heute!

Spüre Die Hitze Noch Heute!

Herzlichen Glückwunsch! Du bist jetzt bereit, ein Profi im Anbau von Obst und Gemüse in einem warmen Klima zu werden. Du kennst nun die Nutzen und Hindernisse dieses Klimas. Und noch wichtiger, Du weißt, welche Pflanzen bei warmem Wetter gut gedeihen und wie Du sie anbauen kannst! Mach Dich bereit für eine Saison des Überflusses.

Luke Sumpter
Luke Sumpter
Mit einem BSc (Hons) in klinischen Gesundheitswissenschaften und einer Leidenschaft für den Anbau von Pflanzen hat Luke Sumpter in den letzten 7 Jahren als professioneller Journalist und Autor an der Schnittstelle von Cannabis und Wissenschaft gearbeitet.
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