MDMA erhielt von der DEA eine Zulassung für klinische Studie

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MDMA erhielt von der DEA eine Zulassung für klinische Studie

DEA gibt grünes Licht für den Einsatz von MDMA in klinischen Studien zur Behandlung von Angstzuständen.

In einem weiteren großen Sprung nach vorne hat MAPS sich die Zustimmung der DEA für den Einsatz von MDMA in einer klinischen Studie gesichert, in der Angstzustände behandelt werden sollen, die durch eine unheilbare Krankheit verursacht werden.

Wenn es um MDMA geht, sehen die meisten Menschen darin eine Partydroge, die auf Festivals in der ganzen Welt zu finden ist und aufgrund ihres illegalen Status' von zwielichtigen Dealern verkauft wird. Doch die Gefühle der Euphorie und Empathie die dieses Medikament auslöst können für mehr als eine Freizeitanwendung eingesetzt werden, wobei viele inzwischen glauben, daß MDMA erfolgreich als Teil einer Therapie eingesetzt werden könnte.

Es ist die Multidisciplinary Association for Psychedelic Studies (MAPS; fachübergreifende Vereinigung für psychedelische Studien), die hierbei derzeit die Führung übernimmt. Bis heute haben sie sechs Experimente über den therapeutischen Einsatz von MDMA durchgeführt, die alle Arten von Anwendungen abdeckten - wie beispielsweise die Behandlung von PTBS und Ausbildung von Therapeuten, damit sie MDMA tatsächlich als Teil ihrer Therapie nutzen. Nun planen sie eine klinische Studie über die Verwendung von MDMA bei der Behandlung von Angstzuständen, die durch eine unheilbare Krankheit hervorgerufen werden und sie haben sich hierfür die Zustimmung der DEA gesichert. Zudem, wenn der Versuch erfolgreich ist haben sie ein starkes Argument, daß sie bei der FDA für die Legalisierung des therapeutischen Einsatzes von MDMA vorbringen können, wodurch der Prozess es als eine normale Therapie verwenden zu können bereits 2017 beginnen könnte.

Es ist ein großer Schritt nach vorne, um schließlich an einen Punkt zu gelangen, ab dem MDMA tatsächlich gut genutzt werden kann und es umreisst klare Ziele für seine potenzielle Verwendung als anerkannte Medizin.

Die klinische Studie

Die klinische Studie selbst wird mit 18 Teilnehmern durchgeführt werden, bei denen eine unheilbare Krankheit diagnostiziert wurde, die eine Lebenserwartung von weniger als neun Monaten haben und eine damit verbundene Angst entwickelt haben. Fünf zufällig ausgewählten Testobjekten wird ein Placebo verabreicht, während der Rest eine Dosis von 125mg MDMA erhalten wird, die auch in Verbindung mit einer Psychotherapie verwendet werden würden. Und wir reden hier über reines im Labor hergestelltes Zeug und keinen Müll wie auf der Straße erhältliches Molly oder XTC - die oft noch nicht einmal irgendwelches MDMA enthalten! Als ausgleichende Gerechtigkeit (und potenziell aus Mitgefühl) werden die Teilnehmer die das Placebo erhalten, während der zweiten Phase der Studie auch MDMA bekommen.

Die Kraft der Angst nutzen

Einer der größten Kritikpunkte von MDMA zur Behandlung von Angst ist, daß bekannt ist, daß MDMA selbst potenziell auch Angst auslösen kann, woran allerdings oft besonders starke Dosen Schuld sind. Doch laut Brad Burge, Direktor für Kommunikation bei MAPS hängt alles von der Absicht und Einstellung ab. "Es ist nicht so sehr eine Angst, die MDMA erzeugt, sondern Erregung. Wenn diese Erregung in einer unsicheren Situation einsetzt, wie etwa außerhalb der Therapie oder in der Freizeit, könnte man dies als Angst empfinden. Aber im Rahmen der Psychotherapie kann diese Erregung beim Einsatz von MDMA als eine Form der Angst, aber auch Aufregung und Spannung erlebt werden. In dieser Form könnte die Angst produktiv genutzt werden, um den therapeutischen Prozess zu unterstützen."

Natürlich gibt es für viele überhaupt keine Angst - oder zumindest nicht das was sie als Angst betrachten würden. Das Hochgefühl und Einfühlungsvermögen können eine gute Möglichkeit sein (unter Anleitung) negative Denkmuster zu durchbrechen und den Menschen helfen sich selbst besser zu verstehen, aber auch mit ihrer Situation umzugehen. Wir wünschen MAPS viel Glück bei ihren Bemühungen.