Kratom: Ein Blick auf seine Hauptalkaloide

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Kratom: Ein Blick auf seine Hauptalkaloide

Die Alkaloide in Kratom sind vielfältiger Natur, aber es gibt zwei, die durch faszinierende Eigenschaften hervorstechen.

Kratom ist ein beeindruckendes pflanzliches Heilmittel, das tiefgreifende Auswirkungen auf Körper und Geist haben kann. Es ist nicht irgendeine Art von quasi-wissenschaftlicher Magie, die für diese Wirkungen verantwortlich ist - Kratom enthält natürliche Verbindungen, die isoliert und ausgewertet wurden. Diese Verbindungen sind als Alkaloide bekannt und die folgenden sind die wichtigsten, die sich in Kratom finden.

Von Kratom wird angenommen, daß es über 40 verschiedene Alkaloide in verschiedenen Mengen enthält! Jedes wirkt sich auf seine eigene einzigartige Weise auf den Körper aus, aber ohne Zweifel sind Mitragynin und 7-Hydroxymitragynin die beiden mit den tiefgreifendsten Auswirkungen.

Mitragynin

Von all den Alkaloiden in Kratom ist Mitragynin das, das in der größten Menge vorkommt.

Die drei Hauptwirkungen, die Mitragynin hat, sind Schmerzlinderung, Stimulation (in niedriger Dosis) und Sedierung (in hohen Dosen). Es wirkt auch gegen Diarrhoe, Malaria und Husten. Personen empfinden diese Wirkungen in unterschiedlichem Maße, abhängig von ihrer Empfindlichkeit gegenüber den Alkaloiden und beeinflusst durch eine ganze Reihe anderer Faktoren wie Größe, Gewicht, Alter, Geschlecht, usw.

Bitte beachte, daß wir in keiner Weise behaupten, daß Kratom eine heilende Wirkung hat und die aufgeführten Eigenschaften lediglich auf unserer Erfahrung, wissenschaftlichen Studien und Erfahrungsberichten Dritter basieren.

Schmerzlinderung

Die durch Mitragynin bewirkte Schmerzlinderung ist nicht so stark wie die von 7-Hydroxymitragynin, da es aber in einer wesentlich größeren Menge vorhanden ist, hat es trotzdem eine signifikante Wirkung; insbesondere bei Sorten, die eine relativ kleine Menge an 7-Hydroxymitragynin enthalten. Interessanterweise ist Mitragynin eines der wenigen Schmerzmittel, das keine Atemdepression hervorruft - die häufigste Todesursache bei Abhängigen von Schmerzmitteln auf Opiatbasis.

Stimulation

Bei mittleren bis hohen Dosen Mitragynin erlebt man fast immer erhöhte Energie und Stimulation, aber dank der Natur dieses Alkaloids und der Tatsache, daß sie mit wohltuender Gelassenheit kombiniert wird, ist es nicht so eine aufkratzende, zappelige, nervöse Energie, die mit traditionellen Stimulanzien wie Kaffee Hand in Hand geht. Daher hat die Stimulation einen natürlicheren und ausgeglicheneren Charakter.

Sedierung

Interessanterweise kann Mitragynin auch die gegenteilige Wirkung haben, denn bei höheren Dosen stellt sich eine Sedierung ein. Dies liegt daran, daß es an Adrenorezeptoren in unseren Zellen bindet, die Nachrichten an das zentrale Nervensystem senden, die Herzfrequenz, Atmung und den Körper allgemein in einer ausgewogenen Art beruhigen. In Kombination mit der Schmerzlinderung neigt dies dazu, daß es ein Gefühl eines ruhigen und meditativen Zustands verursacht. Das macht es zu einem sehr nützlichen Hilfsmittel, wenn man Probleme mit dem Einschlafen hat.

7-Hydroxymitragynin

Im Gegensatz zum Mitragynin enthält Kratom häufig nur geringe Mengen an 7-Hydroxymitragynin. Dies macht seine Auswirkungen jedoch nicht weniger signifikant.

7-Hydroxymitragynin scheint zwei Hauptwirkungen zu haben. Die erste ist eine starke Schmerzlinderung - stärker als die von Mitragynin - und die zweite erleichtert den Entzug von Opiaten.

Schmerzlinderung

Für eine erhebliche Schmerzlinderung wird nur eine sehr geringe Menge an 7-Hydroxymitragynin benötigt, was ein Glück ist, da es normalerweise nur in geringen Mengen vorkommt. Du wirst feststellen, daß alle der wirksamsten schmerzerlindernden Kratomsorten überdurchschnittliche Mengen an 7-Hydroxymitragynin enthalten, das in Verbindung mit Mitragynin arbeitet, was Kratom zu einem starken und gut abgerundeten Schmerzmittel macht.

Entzug von Opiaten

Kratom wird auch häufig dazu verwendet, um Menschen von einer Opiatabhängigkeit zu entwöhnen und ziemlich interessant ist, daß es das 7-Hydroxymitragynin ist, von dem sich gezeigt hat, daß es hierbei das effektivste Alkaloid ist - wobei regelmäßige nur kleine Mengen bereits ausreichen. Im Gegensatz zu Opiaten macht Kratom selbst nicht physiologisch süchtig, daher ist es ein ideales Hilfsmittel für einen solchen Zweck.

Obwohl man um diese tollen Anwendungen weiss, haben wir bisher nur an der Oberfläche gekratzt, was unser Verständnis von der Art angeht, wie die Alkaloide von Kratom arbeiten - es gibt noch viel mehr, das man sich im Detail ansehen muss und wer weiß was wir dabei entdecken!