Könnte Cannabidiol Kaugummi Symptome Von RDS Verhindern?

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Canchew CBD Gummi


Ein holländisches Unternehmen gibt offizielle klinische Studien in Auftrag, in denen untersucht werden soll, ob ein mit CBD versetzter Kaugummi dazu beitragen kann, die Symptome des Reizdarmsyndroms zu lindern.

Das holländische Unternehmen Axim Biotechnologies hat klinische Studien in Auftrag gegeben, um die Wirksamkeit seines Produktes CanChew Plus Gum zu testen. Testpersonen sind vierzig volljährige Personen im Alter von 18 bis 65 Jahren, die an Reizdarmsyndrom leiden.

Axim hat bereits einen CBD-Kaugummi auf dem Markt. Das Produkt CanChew enthält 10mg aus Industrie-Hanf extrahiertes CBD und stellt keine Behauptung über einen medizinischen Nutzen auf. Die neue Version wird aktuell an der Universität in Wageningen getestet. Sie enthält 50mg CBD und ein verbessertes Verabreichungssystem.

Das Ziel der Studie ist, genau zu untersuchen, ob CBD die Symptome von RDS, wie Blähungen, Magenkrämpfe und Magenschmerzen, wirkungsvoll lindern kann. Die Patienten werden bis zu sechs Kaugummis am Tag kauen. Die Leiter der Studie protokollieren die Schmerzreduktion und die Einflussnahme auf Häufigkeit des Stuhlgangs. Wenn diese Untersuchungen positiv verlaufen, wird das Unternehmen mit weiteren Studien an einem Produkt in pharmazeutischer Qualität fortfahren, welches als CanChew Rx vertrieben werden soll. Dieser Kaugummi kommt dann speziell für die Behandlung von RDS bei Erwachsenen auf den Markt.

Die Berichterstattung über den Verlauf der Studie erreichte bereits Nachrichtenkanäle bis nach Indien. Es ist die erste Studie überhaupt, die eine Einflussnahme von CBD auf RDS untersucht.

"Wir sind erfreut, einen weiteren Meilenstein in der Entwicklung von AXIM Produkten erreicht zu haben, um schwierige gesundheitliche Lebensumstände zu behandeln", sagte George E. Anastassov, MD, DDS, MBA und Geschäftsführer von AXIM Biotech. "RDS ist die am häufigsten vorkommende Magen-Darm Erkrankung; sie betrifft 9 bis 15% der Weltbevölkerung und es existiert keine nachhaltige Heilmethode".

Das Unternehmen versichert, dass CBD durch die kontinuierliche Verabreichungsmethode durch das Kauen des Kaugummis eine anhaltende Freisetzung des Wirkstoffs und eine bessere biologische Verfügbarkeit unterstützt. Aktuell gibt es in allen 50 U.S Bundesstaaten einen Kaugummi auf dem Markt, der eine Kombination von CBD und THC enthält. Der Kaugummi heißt MedChew Rx und durchläuft aktuell Wirksamkeitsstudien zur Behandlung von Multipler Sklerose.

CBD UND RDS

Seit 2013 wird CBD offiziell als eine bedeutende Substanz bei der Therapie von chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen (einschließlich RDS) wahrgenommen. Im Jahr 2016 berichtete das British Journal of Pharmacology, dass von ihren selbst durchgeführte Studien aufzeigen, dass CBD Öl auf Cannabinoid-Rezeptoren im Verdauungstrakt wirken, was Magen- und Darmbeschwerden lindert.

Abgesehen davon belegen bereits historische Aufzeichnungen, wie auch einzelne ärztliche Dokumente, dass CBD Öl eine lange Tradition, sowohl in der östlichen, wie auch in der westlichen Medizin, sowie in der Homöopathie aufweist. Darunter auch die Behandlung des Reizdarmsyndrom mit CBD Öl.

Cannabis Bauch

CBD ALS MEDIZINISCHE THERAPIE

Der Markt für CBD wurde im Vergleich zu dem für THC lange Zeit als das Stiefkind behandelt. Womöglich erhält es seinen eigenen Markt, wenn sich Cannabis als medizinischer Wirkstoff im Zuge der weltweiten Legalisierung und Kultivierung weiter verbreitet. Insbesondere das schon seit langem nicht reglementierte und gleichermaßen ignorierte Cannabinoid ist nun in den Fokus europäischer Regierungen gerückt.

Wie THC, scheint auch CBD eine heilende Wirkung bei gesundheitlichen Beschwerden zu haben, wie beispielsweise chronische Schmerzen, Entzündungen, Erschöpfung und Muskelkrämpfe. Es wird auch verstärkt zur Behandlung von Epileptikern eingesetzt, mit besonders großem Erfolg bei Kindern.
Es ist noch immer unklar, welche Erkrankungen auf welchen Stoff besser reagieren oder ansprechen. Bei einige Patienten, besonders bei Patienten mit chronischen Schmerzen und posttraumatischen Belastungsstörungen (PTBS), schwört man auf die eine oder andere Substanz oder auf beide – abhängig vom Zustand. Bekannte Markenhersteller von medizinischem Cannabis in den Vereinigten Staaten beispielsweise beginnen damit CBD als "nicht-psychoaktive Alternative" zu vertreiben; für Patienten, die Auto fahren, Arbeiten gehen oder andere Situationen bewältigen müssen, in denen THC ihre Leistung beeinträchtigen könnte.

NEUE BEHANDLUNGSMETHODEN

Was die aktuellste Studie sehr deutlich zeigt, ist das Aufkommen verschiedener Einnahmemethoden in Europa, wenn diese nicht bereits auf die großen nationalen Märkte, wie die Vereinigten Staaten, Kanada, Australien und andere Regionen abzielen, in denen medizinische Versorgung und Behandlungen legalisiert und reguliert sind.

Eine andere, scheinbar an Popularität gewinnende Konsummethode für diejenigen, die ihre Cannabinoide weder rauchen noch verdampfen wollen, sind transdermale Pflaster. Verschiedene Fabrikate sind bereits seit einigen Jahren zu bekommen, speziell auf den U.S Märkten. Sie enthalten unterschiedliche hohe Konzentrationen von THC und CBD.

Die Frage wie und ob unverarbeitete Cannabis-Blüten weiterhin über die Gesundheitssysteme vertrieben werden sollen, ist sicher nur eine von vielen Fragen, die innerhalb der Legalisierungsdebatte im Raum schweben und Thema für kommende Zeiten sein werden. Für die europäische Diskussion werden vor allem die Aspekte der Kosten und der Wirksamkeit eine wichtige Rolle spielen, insbesondere weil Cannabinoide jedweder Form massenhaft Einzug in die Vertriebskanäle von Pharma und Medizin halten. Und während solche Produkte bessere Ergebnisse versprechen mögen, wird diese Arbeit durch Firmen im Hintergrund boykottiert, die ähnliche und in vielen Fällen kostenvergleichbare Produkte anbieten, falls Kunden keine vergleichbare Linderung über eine normale Dosierung von CBD Öl-Tropfen erhalten, die man schnell unter der Zunge geben kann.

Auf was diese neuen Behandlungsmethoden und Produkte hoffen, ist, dass sie, sobald die Branche wenigstens in bestimmten Bereichen regulierbarer wird, mit der unverarbeiteten Pflanze konkurrieren können, gerade in Bezug auf Beschaffenheit oder bequemer Handhabe aus der Perspektive des Verbrauchers.

Medizinischen Cannabis Pflaster

 

         
  Marguerite Arnold  

Geschrieben von: Marguerite Arnold
Mit ihrer jahrelangen Erfahrung in der Schriftstellerei hat sich Marguerite der Erforschung der Cannabis-Industrie und den Entwicklungen der Legalisierungsbewegung gewidmet.

 
 
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