'Legalisiert Drogen jetzt' Kofi Annan fordert ein Ende des Kriegs gegen Drogen

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'Legalisiert Drogen jetzt' Kofi Annan fordert ein Ende des Kriegs gegen Drogen

In einem sehr bedeutenden Schritt hat Kofi Annan, der ehemalige Generalsekretär der Vereinten Nationen, eine sofortige Einstellung des Krieges gegen die Drogen gefordert und behauptet, dass er mehr schadet als nützt.

In einem langen und leidenschaftlichen Essay beschrieb Annan, wie der Krieg gegen die Drogen und die harten Bestrafungsmethoden, mit denen er durchgesetzt wird, einen Nährboden für einen internationalen kriminellen Markt geschaffen haben, der "Gewalt, Korruption und Instabilität anfacht". Die derzeitige Politik basiert auf ideologischen und politischen Faktoren, anstatt auf wissenschaftlichen Erkenntnissen zu beruhen. Es ist ein Paradigma, das dazu geführt hat, dass bei Drogen wie Cannabis hart zu Gericht gegangen wird oder populistische Politiker versucht haben ihre medizinischen Potenziale zu blockieren, um mit ihrer harten Haltung gegen Drogen in einem guten Licht zu erscheinen.

Wie die Dinge stehen, werden jedes Jahr Milliarden von Dollar ausgegeben, in einem Versuch den weltweit Drogenkonsum zu beenden und diejenigen einzusperren, die sie verwenden - so sind bereits Trillionen verschwendet worden. Die Idee dahinter ist, dass der Drogenkonsum eingedämmt werden soll, aber wenn überhaupt, dann hat er zugenommen. Es hat dazu geführt, dass durch Inhaftierung und permanente Vorstrafen Millionen von Leben zerstört wurden. Es hat zudem zu einem Verlust von Menschenleben in schwindelerregender Höhe geführt, auch unter denen, die nichts mit dem Drogenhandel zu tun haben - einfach weil sie im Kreuzfeuer des Krieges gegen die Drogen als Kollateralschaden verbucht wurden. Man muss sich nur Mexiko ansehen, wo Kartelle gegen den Staat kämpfen, wobei Tausende von Toten zu beklagen sind.

DIE VIER SCHRITTE

Nicht nur, dass Annan einen sofortigen Stopp der aktuellen ideologischen Politik gefordert hat, er hat auch vier Schritte dargelegt, wie dies zu erreichen ist, um die Welt zum Besseren zu verändern:

"Erstens müssen wir den persönlichen Drogenkonsum entkriminalisieren.

Zweitens müssen wir akzeptieren, dass eine drogenfreie Welt eine Illusion ist.

Drittens müssen wir uns um Regulierung und öffentliche Aufklärung kümmern, anstatt um die totale Unterdrückung von Drogen, von der wir wissen, dass sie nicht funktioniert.

Der vierte und letzte Schritt besteht darin zu erkennen, dass Drogen genau reguliert werden müssen, da sie ein Risiko bergen."

Es sind ziemlich einfache Schritte, würden allerdings monumentale Anstrengungen erfordern, um sie umzusetzen. Es würde einen grundlegenden Wandel in der Art und Weise erfordern, wie die Welt zu Drogen steht, was fördern würde, dass der Schwerpunkt auf Schadensminderung liegt, anstatt auf Inhaftierung.

TIMING IST ALLES: DIE SONDERSITZUNG DER GENERALVERSAMMLUNG DER UN ZUM WELTDROGENPROBLEM (UNGASS)

Dieses Essay darüber, warum der Krieg gegen Drogen enden muss, von einem der einflussreichsten Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens unserer Zeit, hätte zu einem besseren Zeitpunkt kommen können. Im April dieses Jahres wird die UN zu einer Sondersitzung über die globale Drogenpolitik einberufen - das erste Mal in Jahrzehnten, dass eine solche Sitzung abgehalten wird. Hier werden die übergeordneten Gesetze und Ziele festgelegt, der sich alle Mitgliedsstaaten verpflichten, was es zu einem sehr bedeutenden Ereignis macht.

Das letzte Mal, als die Versammlung stattfand, waren alle optimistisch, was den Krieg gegen die Drogen anging und das unerreichbar Ziel der vollständigen Ausrottung des Drogenkonsums wurde festgelegt. Das Motto für die Veranstaltung lautete sogar "Eine drogenfreie Welt - wir können es schaffen!" Es ist ein Ethos, der in den letzten 20 Jahren die globale Drogenpolitik diktiert und den Grundstein für das Scheitern gelegt hat, dessen wir alle uns heute bewusst werden.

Es gibt eine wachsende Zahl von einflussreichen Persönlichkeiten, die den Wandel fordern und es gibt sogar Regierungen, die die Dinge bereits selbst in die Hand genommen haben - in einer feinen Gradwanderung der Legalität mit den aktuellen UN-Verträgen. Wir dürfen hoffen, dass diese Sitzung die Art und Weise verändern wird, wie die Weltbevölkerung über Drogen denkt und nicht bewirkt, dass die Welt für weitere 20 Jahre leiden muss. Es sieht gut aus, da die meisten Länder ein Bedürfnis nach Veränderung erkennen, aber wir werden sehen. Selbst wenn ein positives Ergebnis erreicht wird, werden wir keine sofortige Änderung in der Politik zu sehen bekommen; wahrscheinlicher ist, dass wir sehen werden, dass ein Rahmen für neue Verträge ausgearbeitet wird, über den für einen bestimmten Zeitraum beraten wird, bevor er ratifiziert wird. Dies wäre der beste Fall und würde allen Mitgliedstaaten eröffnen ihre Drogenpolitik wesentlich flexibler zu gestalten, als sie gegenwärtig sein könnte.

Es gibt eine lauter werdende Stimme, die sich für die Notwendigkeit einer Veränderung ausspricht. Es ist eine Veränderung, die in nicht allzu ferner Zukunft liegen dürfte.

 

         
  Josh  

Geschrieben von: Josh
Autor, Psychonaut und Cannabis-Liebhaber, Josh ist Zamnesias betriebsinterner Experte. Er verbringt seine Tage draußen in der Natur, wobei er in die verborgenen Tiefen aller Dinge eintaucht, die psychoaktiver Natur sind.

 
 
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