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Cannabis Auf Zellulärer Ebene

Als Grower beschäftigen wir uns immer mit Dingen wie Beleuchtung, Belüftung, Sorten, Nährstoffen und Anbautechniken. Aber nur wenige Anbauer befassen sich mit der Pflanzenbiologie und zellulären Prozessen. Du fragst Dich vielleicht, warum es wichtig ist, diese Prozesse zu verstehen, wenn man Cannabis anbaut. Nun, grundlegende Kenntnisse der inneren Zusammenhänge einer Cannabispflanze zu haben, macht Dich zu einem besseren Grower, weil alles, was Du tust, zuerst auf der zellulären Ebene eine Auswirkung hat. Wenn Du Pflanzenfunktionen besser verstehst, kannst Du die Bedingungen Deiner Pflanze hin zu maximaler Gesundheit und Effizienz verändern.

Wir werden Dir in diesem Artikel all die unterschiedlichen zellulären Prozesse und ihren Einfluss auf die Funktionen einer Pflanze erklären. Wir alle haben diese Begriffe schon im Biologieunterricht gehört, dieses Wissen aber vermutlich tief in unseren Gehirnen vergraben. Hab also etwas Geduld mit uns, es ist nicht so kompliziert, wie es scheint, und Du wirst von einem tiefgehenderen Verständnis der Biologie Deiner Pflanze nur profitieren.

MEMBRAN UND CYTOPLASMA

Alle Zellen haben eine Zellmembran. Eine Zellmembran besteht aus einer Doppelschicht von Lipiden und Proteinen, die die Zelle umgeben. Sie ist selektiv permeabel und reguliert folglich, welche Moleküle in die Zelle hineinkommen und sie verlassen. Stell Dir die Zelle als eine Burg und die Zellmembran als den Burggraben vor, der nur die Zugbrücke als Eingang und Ausgang für bestimmte Moleküle hat. Sauerstoff, Wasser und Kohlendioxid können diese Barriere problemlos passieren, wohingegen Ionen, Kohlenhydrate und Aminosäuren über Proteine die Membran passieren müssen, um ihren Diffusionsgrad kontrollieren zu können.

Sie transportiert auch über Endocytose und Exocytose Moleküle innerhalb der Zelle und Abfallprodukte aus der Zelle. Die Zellmembran wird außerdem für die Zellkommunikation und Signalübertragung genutzt. Dadurch weiß die Pflanze, wann sie sich abkühlen oder mehr verdunsten muss.

In der Zellmembran befindet sich das, was Cytoplasma genannt wird. Das Cytoplasma ist im Grunde die Substanz der Zelle. Sie besteht größtenteils aus Wasser und beherbergt die molekulare Suppe der Organellen (Zellorgane).

CHLOROPLASTEN UND MITOCHONDRIEN

Chloroplasten versorgen die Pflanze über den Prozess der Photosynthese (davon haben wir alle gehört, oder?) mit Energie. Photosynthese bedeutet, dass Lichtenergie in chemische Energie umgewandelt wird, um Sauerstoff und energiereiche organische Verbindungen zu produzieren. Chloroplasten haben eine grüne Farbe und kommen in allem grünen Gewebe vor, um Lichtenergie zu absorbieren. Die Photosynthese hilft, die Energie für die spätere Verwendung zu speichern.

Mitochondrien sind die "Kraftwerke der Zelle". Sie wandeln die gespeicherte Energie in chemische Energie um und liefern zirka 90% der Energie, die eine Zelle für das Überleben braucht! Diese Energie wird zudem für das Wachstum der Cannabispflanze und die Produktion von großen, fetten Buds genutzt. Wie Du sehen kannst, ist die enge Zusammenarbeit zwischen Chloroplasten und Mitochondrien für den Prozess der Photosynthese äußerst wichtig.

ENDOPLASMATISCHES RETIKULUM, RIBOSOME, NUKLEOLUS, GOLGI-APPARAT

Jede Zelle hat ein endoplasmatisches Retikulum (ER). Es arbeitet eng mit den Ribosomen und dem Golgi-Apparat zusammen. Das ER ist ein Netzwerk von Membranen im Cytoplasma, das mit dem Nukleus verbunden ist. Ribosome verleihen dem ER eine gewisse Rauheit. Sie stellen beständig Proteine her, die im Nukleolus gebildet werden, der sich im Nukleus befindet.

Die glattere Seite des ER speichert diese Proteine. Diese Proteinspeicherteile brechen ab und wandern zum Golgi-Apparat, wo sie weiter verarbeitet werden. Der Golgi-Apparat verpackt die Proteine in membrangebundene Vesikel, bevor diese Vesikel an die Zellmembran übergeben werden. Deshalb wird der Golgi-Appart oft mit einer Poststelle verglichen: Er verpackt und kennzeichnet Gegenstände, die dann an unterschiedliche Teile der Zelle geschickt werden, die sie benötigen.

VAKUOLEN

Vakuolen sind Speicherbläschen oder -taschen innerhalb der Zelle. Sie enthalten vorwiegend Wasser mit eingelagerten Proteinen und Abfallprodukten. Diese winzige Taschen helfen der Pflanze, ihre Stütze zu bekommen. Die Auswirkung von Vakuolen auf die Pflanzenstruktur ist tatsächlich sichtbar.

Sie erzeugen Spannung, indem sie sich gegen die Zellwände drücken, was die Pflanze steif macht. Wenn sie zu wenig Wasser enthalten, wird die Pflanze welken, weil die Vakuolen schrumpfen. Wenn die Pflanze Wasser findet, werden die Vakuolen aufgefüllt und gewinnen ihre Struktur zurück. Somit spielen sie eine wichtige Rolle bei der Reaktion der Pflanze auf sich verändernde Wasserwerte im Nährmedium. Du kannst den Wasserbedarf Deiner Pflanze über den Mechanismus der Vakuolen beobachten.

NUKLEUS, DNS

Der Nukleus ist der Kern der Zelle – ihr Gehirn sozusagen. Er steuert und verwaltet alle Zellprozesse. Der Nukleus enthält auch all die genetischen Informationen (DNS). Die DNS ist der Code für jede Zelle in der Pflanze. Er ist in jeder Zelle derselbe, spezifische Gene können aber an- oder ausgeschaltet werden. Dies bestimmt die Funktion jeder Zelle.

Wenn sie gebildet werden, haben Zellen das Potential, jede Art von Zelle zu werden. Sie können als Blattzelle, Wurzelzelle oder Speicherzelle fungieren. Die Pflanzenhormone und der durch die Pflanze produzierte Zucker verändern die DNS, wodurch eine Spezialisierung der Zelle stattfindet.

HORMONE

Alle Teile der Cannabispflanzen werden aus Gewebe gebildet, einer Ansammlung von Millionen von Zellen. Damit dies funktioniert, müssen die Zellen kommunizieren. Hier kommen die Hormone ins Spiel, die als Botenstoffe agieren.

Manchmal muss eine Zelle einer neuen Funktion zugeordnet werden. Dies geschieht zum Beispiel, wenn Du Stecklinge nimmst und mit Klonen arbeitest. Die Hormone informieren die Pflanze, das neue Wurzeln gebildet werden müssen, um Wasser und Nährstoffe aufzunehmen, also entwickelt die Pflanze neue Zellen, die Wurzelzellen werden. Überdies sagen die Hormone der Pflanze, dass sie ihre Reserven nutzen muss, bis sich die neuen Wurzelzellen entwickelt haben. Dies ist ein Beispiel dafür, wie Hormone innerhalb der Pflanze als Boten agieren, um sie an extreme Bedingungen anzupassen.

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