Cannabis Anbauer aufgeflogen, nachdem er in eigenem YouTube Tutorial Video

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Cannabis Anbauer aufgeflogen, nachdem er in eigenem YouTube Tutorial Video

Es ist ein trauriger Tag, wenn die Cannabis Gemeinde eine wertvolle Informationsquelle verliert, vor allem, wenn es eine Quelle ist, die viele Anfänger des Anbaus an die Hand genommen hat, um sie durc

Es ist ein trauriger Tag, wenn die Cannabis Gemeinde eine wertvolle Informationsquelle verliert, vor allem, wenn es eine Quelle ist, die viele Anfänger des Anbaus an die Hand genommen hat, um sie durch ihre Erfahrung mit der Aufzucht zu geleiten. Aber leider passiert es - ein Cannabis Anbauer wurde wegen seiner YouTube Anleitungen über die Aufzucht verhaftet.

Der Züchter und Lehrer um den es hier geht ist Kyle Berry aus New Hampshire in den USA. Ihm ist da etwas rausgerutscht und nun sitzt er im Knast. Das ist eine Erinnerung daran, wie Mitglieder der Cannabis Gemeinde verfolgt werden und daß Züchter bei der Ausübung ihrer Kunst ständig im Verborgenen operieren müssen. Es sollte ein Weckruf an alle sein, die auf YouTube die eigene Meinung äußern wollen, ohne Nachteile befürchten zu müssen.

Die Reihe der Gründe warum er geschnappt wurde, ist recht einfach. Erstens gab er sehr detaillierte Informationen bekannt, woher die Samen bezogen werden können, dann wie man einen Zuchtraum einrichtet und schließlich wie man Marihuana richtig aufzieht. Er befaßte sich sogar mit den Details des chemischen Abbaus der Düngemittel und den Zusatzstoffen, die er verwendete. Das war was die Aufmerksamkeit der Polizei erregte, zusammen damit daß er in den Videos seinen eigenen Zuchtraum vorführte. Das ist eigentlich nicht ungewöhnlich, denn viele online Anleitungen beinhalten gute, detaillierte Informationen während ein Zuchtraum gezeigt wird. Was Kyle Berry vom Rest unterschied, war, daß er den unglücklichen Fehler beging, daß er in einem seiner Videos ein Paket mit Samen aufnahm, auf dem sein Name und seine Anschrift zu sehen waren. Er schaffte es sogar ein Spiegelbild seines Gesichts auf einer reflektierenden Oberfläche einzufangen.

Das war alles, was die Polizei brauchte, das Gesicht, der Name, die Anschrift und der Videobeweis, daß er einen Zuchtraum unter seiner Obhut hatte. Das zeigt mal wieder wie wichtig Diskretion und Anonymität sein sollten, wenn Du Dich dazu entscheidest, der Welt zu zeigen, wie etwas funktioniert und was Du tust.

Berry hat nicht groß angebaut, er hatte nur 16 Pflanzen und einen persönlichen Vorrat an Gras aus einer früheren Ernte. Nicht genug, um gewinnbringend was zu verticken, aber genug, um es über das Jahr verteilt mit den Leuten in seinem engsten Kreis zu teilen.

Die Polizei war jedoch anderer Ansicht, sie machten sich sogar einen Spaß aus den Fehlern, die Berry begangen hatte. "Er ist nicht gerade die hellste Person der Welt," sagte Rockingham County Sheriff Michael Downing den Nachrichtenagenturen. "Es gibt Anzeichen dafür, daß er das Produkt verkauft hat. Das ist nicht seine erste Generation von Pflanzen."

Berry, jetzt 40 Jahre alt, blickt zurück auf eine Geschichte von Operationen in seinem Leben und baute das Cannabis an, damit es hilft seine chronischen Schmerzen zu behandeln. "Ich tat es, weil ich mich seit meinem 13ten Lebensjahr 17 Operationen unterziehen mußte," sagte er vor Gericht. "Mir war gar nicht bewußt, wie schlecht die Medikamente für mich waren, die mein Urteilsvermögen abtöteten und mich (langsam) umbrachten."

Den Richter hat es nicht gejuckt. Wegen der Menge an rauchfertigem Gras, das sich in seinem Besitz befand und der Menge, die er anbaute, konnte Richter Marguerite Wageling nicht glauben, daß es ausschließlich für die rein private Nutzung bestimmt war - und wer weiß, vielleicht war es das auch wirklich nicht, aber niemand kann das wirklich wissen, außer Berry und seinen Vertrauten. Zum Glück für Berry sah der Richter aber auch daß er nur ein kleines Licht war und sicherlich kein großer Player im Straßenverkauf. Was dabei rauskam, war, daß Berry auf 2 Jahre hinter Gittern mit 4 Monaten auf Bewährung verurteilt wurde. Das ist zwar immer noch unfair, aber es hätte noch viel schlimmer kommen können.

Das zeigt mal wieder wie wichtig es ist, im Verborgenen zu bleiben, auch wenn Du denkst, Deine Plantage ist nur klein, die Polizei und Gerichte hängen Dir sofort im Nacken, wenn Du zu selbstgefällig und nachlässig wirst.