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Schwefel und Cannabis Pflanzen

Schwefel ist ein molekularer Baustein in einer Vielzahl von Proteinen, Hormonen und Vitaminen, wie Vitamin etwa B1. Es wird auch in einer Reihe wichtiger Pflanzengewebe, Samen und Zellflüssigkeit gefunden. Schwefel in Form von Sulfat spielt auch eine wichtige Rolle im Wasserhaushalt nicht nur der Pflanze, sondern auch im Boden.

Schwefel ist ein chemisches Element, das seit der Antike bekannt ist. Es findet Anwwendung in solchen Sachen wie (schweflige) Gesundheitsbäder, Streichholzköpfe, Schießpulver und Batteriesäure. Weiterhin ist Schwefel bekannt für seinen stinkenden Schwefelwasserstoff, der unter anderem bei der Zersetzung von Eiweißproteinen abgegeben wird.

Bei normaler Temperatur und Druck ist Schwefel ein geruchloser gelber Feststoff, der nicht sehr giftig ist. Reiner Schwefel kommt in der Natur in Form von gelben Ablagerungen in und an den Rändern von einigen Vulkanen vor. Darüber hinaus können vulkanischen Gesteine, wie sie in Island und auf Sizilien gefunden werden, hohe Konzentrationen von Schwefel enthalten. Es wird geschätzt, daß rund 0,05% des Gewichts der Erdkruste aus Schwefel besteht.

Beim Anbau in Erde ist es sehr selten, einem Schwefelmangel zu begegnen; ziemlich alle Böden und stehendes Wasser enthalten Sulfate, einige beachtliche Mengen. Eine Menge Schwefel wird durch die Verbrennung von Kohle, Erdöl, Diesel und anderen fossilen Brennstoffen in die Luft abgegeben. Es wird in Form von saurem Regen ausgewaschen oder als Teilchen, die auf die Erde fallen, aus der Atmosphere entfernt. Die Menge, die durch diese Quelle zugeführt wird, ist in Westeuropa so groß, daß es keine Chance gibt, daß es irgendeinem Boden an diesem Element mangelt.

Mit Schwefel angereicherter Dünger stammt weitgehend aus den gleichen Quellen wie mit Kalium und Magnesium angereicherte Düngemittel (siehe Informationen über Kalium mangel). Beim Anbau auf Hydrokultur werden alle Nährstoffe, die von der Pflanze benötigt werden, über das Nährwassersystem geliefert. Die verwendeten Düngemittel in der Hydrokultur weisen tendenziell hohe Konzentrationen an Kalzium und Schwefel auf. Um zu verhindern, daß Kalzium und Schwefel miteinander reagieren, so daß kaum löslicher Gips gebildet wird, werden die Substanzen von Nährstoffherstellern in eine A- und eine B- Komponente getrennt.

Schwefel in der Pflanze

Schwefel ist in der Pflanze in Proteinen und organischen Strukturen integriert. Deswegen ist es für die Pflnaze schwierig, den Schwefel bei Auftreten eines Mangels, an die betroffenen Stellen zu transportieren; die jungen Blätter, die eine hellgrüne Farbe annehmen. Theoretisch sollten die Symptome daher zunächst an diesen jungen Trieben sichtbar werden. In der Praxis hat sich jedoch wiederholt gezeigt, daß die Symptome an älteren Blättern am Deutlichsten sind.

Der Fortschritt in chronologischer Reihenfolge:

  • Sieht einem Stickstoffmangel sehr ähnlich; hellgrüne Färbung eines oder mehrerer großer/älterer Blätter.
  • Starke lila Färbung in den Blattstielen (durch die Produktion von anthocyanate Pigment).
  • Mehr Blätter verfärben sich und die bereits hellgrünen veränderun sich zu dunkelgelb.
  • Bei Fällen extremen Mangels in der Pflanze, mehr dunkelgelbe Blätter, mit lila Ästchen und Blattstielen und das Wachstum und die Blüte sind gestoppt.

Beim Anbau im Freien in Erde ist die Chance auf Schwefelmangel sehr gering. Es kann beim Anbau auf Kompost vorkommen, ebenso wie Phosphatmangel (siehe Info über Phosphor mangel), wenn der pH-Wert zu hoch ist und es außerdem zu viel Kalzium gibt. Darüber hinaus kann es beim Anbau auf Kompost oder Hydrokultur zu einem Schwefelmangel kommen, wenn der Nährstoff-Mix nicht gut zusammengesetzt war.

Ursachen für Schwefelmangel

  • Wie Phosphat steht Sulfat der Pflanze bei einem niedrigen pH-Wert besser zu Verfügung. Überprüf den pH-Wert des Mediums und senke ihn ggf. mit Schwefelsäure, Salpetersäure, Phosphor säure oder Ascorbinsäure.
  • Im Falle eines Mangels führt man Schwefel am besten aus einer anorganischen Quelle zu, z.B. mit dem magnesium reichen Düngemittel Epsom (für Hydro-Anbau) oder Kieserit (in Erde, siehe Info über Magnesium mangel).
  • Als ökologische Alternative sind Pilzgülle und Mist der meisten Säugetiere gute Schwefelquellen. Es wird von Pflanzen in Form von Sulfat aufgenommen, das in Böden durch den Abbau organischer Schwefelverbindungen entsteht. Das braucht Zeit! Also arbeite präventiv und leg Wert darauf, den Anbau mit einer guten Portion gut verrottetem Mist zu starten.

Höhere Schwefelkonzentrationen von sind nicht im Besonderen schädlich für Cannabis, aber da sie die Salzkonzentration des Nährwassers heben, wirken sie sich nachteilig auf das Pflanzenwachstum aus, sollten sie das Niveau der elektrischen Leitfähigkeit über die sichere Grenzen überschreiten. Da Pflanzen in der Regel wenig Sulfat aufnehmen, kann es sich in der Bodenfeuchte ansammeln. Ein Überschuß Sulfat manifestiert sich als Salzschaden; Wachstumsstörungen und eine dunkel verfärbte Pflanze. Bei höherer elektrischer Leitfähigkeit mußt Du das System mit reinem Wasser durchspülen.