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Kalium und Cannabis Anbau

KaliumKalium ist in der gesamten Pflanze zu finden und wird alle Aktivitäten gebraucht, die mit dem (Wasser) Transport zu tun haben. Dazu gehört das Öffnen und Schließen der Stomata (Luftlöcher im Blatt). Kalium bestimmt auch die Robustheit und Qualität der Pflanze und steuert unzählige andere Prozesse, wie den Kohlenhydrat Stoffwechsel.

Geschichte

Die Römer und Etrusker reicherten ihre Böden durch das Verbrennen der lokalen Vegetation an. Diese Form des Raubbause wurde in den folgenden Jahrhunderten auf der ganzen Welt gebräuchlich, mit enormen Ausmaßen der Bodenerosion als Folge. In den 1930er Jahren fing man in den Niederlanden an, Holzasche, gemischt mit Rindergülle zu verwenden und diese Praxis kommt noch heute häufig zur Anwendung.

Kalium ist ein weiches, silbrig-weißes Metall, das in seiner reinen Form heftig mit Luft und Wasser reagiert. Vor 300 Millionen Jahren wurden Mineralien wie Kalium, Natrium und Magnesium aus dem Land erodiert und gelangten gelöst in das Meer. Das Meerwasser in großen Meeresbecken verdampft und die Salze kristallisieren aus. So entstanden die Salzablagerungen, wie sie im Elsaß im Südwesten Deutschlands zu finden sind.

Um die Jahrhundertwende wurde nur Kochsalz aus den Salzvorkommen gefördert. Das überschüßig produzierte Kaliumsalz wurde in den Rhein geworfen. Durch die Einführung von Mineraldüngemitteln, wird heutzutage neben Natrium- und Kaliumsalzen eine ganze Reihe anderer Mineralsalze in den Minen abgebaut, wie Magnesium, Schwefel (in Form von Bittersalz), Phosphor und Bor.

Kaliummangel

Bei einem Kaliummangel leidet die Pflanze unter reduzierter Transpiration (Verdunstung über die Brennen BlattBlätter). Dadurch steigt Temperatur im Blatt zu stark an, so daß Zellen ausbrennen. Dies geschieht vor allem am Rand des Blattes, wo normalerweise die Verdampfung am Höchsten ist (Randkrankheit).

Achtung: Blattränder können auch symptomatisch für andere (ver)brennende Ursachen sein, wie zu heiße Luft oder Salzbrand!

Es ist tatsächlich unmöglich, einen Kaliummangel durch visuelle Symptome allein zu diagnostizieren. In der Regel kannst Du davon ausgehen, daß ein Mangel an etwas besteht, wenn etwa 10% des Elements fehlen, das notwendig für das Pflanzengewebe ist. Die Symptome sind oberirdisch als Farbveränderungen und Absterben (Nekrose) sichtbar.

Ablauf des Mangels in chronologischer Reihenfolge:

  • Am Anfang wist Du eine gesund aussehende, dunkelgrüne (!)Pflanze mit ein halbwegs glänzenden Blättern sehen, die später stumpf werden.
  • Pflanzen sind oft stärker verzweigt, die Stämme zarter.
  • Die Spitzen der jungen Blätter zeigen graue Ränder, diese werden rostbraun und nekrotisch und rollen sich schließlich ein.
  • Das Blatt Gelb vom Rand Richtung in Richtung der Vene und nekrotische Flecken (rostbraun) erscheinen in dem Blatt.
  • Das Blatt entwickelt oft eine radiale Verdrehung oder verknitter an seiner Spitze, gefolgt von Nekrose des ganzen Blattes, die älteren Blätter verkinttern gänzlich und fallen ab.
  • Bei einem Mangel hast Du eine mattere, weniger gesund aussehende Pflanze, mit einer stark eingeschränkten Blüte!

Ursachen für Kaliummangel

  • Zu wenig oder falsches Düngemittel
  • Anbau auf Kalium bindendem Boden
  • Ein Überschuss an "Kochsalz" (Natrium) in der Wurzelumgebung
  • Such einen Grow Shop für professionelle Beratung auf. Sie sind auf diese Art des Anbaus spezialisiert und haben die richtigen Produkte um Deine Probleme zu lösen

Ein gut konstituierter Dünger enthält genügend Kalium.

Was ist zu tun

  • Wenn die EC im Substrat oder im Boden hoch ist, sollte dieser mit reinem Wasser durchgespült werden.
  • Man kann Kalium selbst hinzugeben; der einfachste Weg ist anorganisch, durch Auflösen von 5-10 Gramm Kaliumnitrat in 10 Liter Wasser und bei sauren Böden kann man ein wenig mehr Natriumbicarbonat oder Kalilauge (5ml in 10 Liter Wasser) hinzufügen.
  • Man kann auch Kalium aus einer organischen Quelle, über eine wässrige Lösung von Holzasche oder Gülle, hinzugeben (darauf achten die Pflanze nicht mit zu starker Lösung zu verbrennen). Auszüge aus gülleähnlichen Substanzen enthalten auch reichlich Kalium.

Übereifrige Verwendung von Kalium kann zu Salzschäden, Kalzium- und Magnesium mangel und einer Versauerung der Wurzelumgebung führen!

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