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Was Sind Cannabis-setzlinge Und Wie Wachsen Sie?

Was sind Cannabis-Setzlinge und wie wachsen sie?

Setzlinge sind winzige Cannabispflanzen, die gerade erst in die Welt gesprießt sind. Nachdem die Cannabissamen aufgeplatzt sind, tritt daraus die Hauptwurzel hervor, auch Pfahlwurzel genannt. Wenn man sie in Erde oder ein anderes Substrat einpflanzt, kommt früher oder später ein Setzling zum Vorschein. Jeder Cannabiserzeuger wird Dir sagen, dass der Moment, wenn der Setzling sich aus der Erde erhebt, ein ganz besonderer und freudiger ist.

Alle Setzlinge sehen nahezu gleich aus: Es ist unmöglich die Cannabissorten in diesem Wachstumsstadium an ihrem Aussehen zu unterscheiden. Damit die Samen während der Keimung richtig aufplatzen, müssen sie feuchten Bedingungen ausgesetzt sein. Sobald die Pfahlwurzel lang genug ist, erscheinen die Setzlinge mit zwei kleinen tropfenförmigen Blättern, die von einem dünnen Stiel getragen werden. Während des Emporwachsens löst sich die Samenschale in den meisten Fällen ganz von selbst ab, manchmal muss sie aber auch von Hand entfernt werden. Diese winzigen sogenannten "Keimblätter" stehen sich an der Spitze des Setzlings gegenüber und fungieren als Paneele, die Licht in Energie verwandeln.

Anschließend wachsen zwei weitere Blätter aus der Mitte, die dann drei Finger haben. Das dritte Paar Blätter wird dann fünf Finger haben und somit bereits der gewöhnlichen Form eines Hanfblatts ähneln. Die Setzlingsphase ist recht kurz: Sie dauert ungefähr ein bis zwei Wochen und erst dann wachsen die Setzlinge zu kleinen Pflanzen heran. Eigentlich ist die Setzlingsphase ein Teil der vegetativen Phase, doch aufgrund der einzigartigen Anforderungen werden sie oft separat betrachtet.

Setzlinge benötigen außergewöhnlich viel Aufmerksamkeit, weil sie klein und sehr zerbrechlich sind. Während dieser Phase Fehler zu machen kann in der Zukunft sehr schädlich für das Wachstum Deiner Pflanze sein. Hier sind einige Tipps und Tricks, wie Du Deine Setzlinge optimal versorgst.

DER RICHTIGE BEHÄLTER FÜR CANNABISSETZLINGE

DER RICHTIGE BEHÄLTER FÜR CANNABISSETZLINGE

Nachdem die Samen sich gespaltet haben, können sie ausgesät werden. Der Behälter für Deine Sämlinge sollte relativ klein sein. Du kannst sie sogar in Einweg-Plastikbecher einpflanzen. Sobald sie an die Oberfläche kommen und etwa eine Woche lang gewachsen sind, solltest Du sie in größere Behälter umpflanzen. Wenn die Keimlinge für eine zu lange Zeit in den kleinen Behältern bleiben, beginnen die Wurzeln an den Seiten des Behälters entlangzuwachsen, wodurch sich die Wurzeln verheddern. Dies ist nicht sehr wünschenswert, da die Wurzeln die Nährstoffe nicht auf ideale Weise aufnehmen. Außerdem kann das Wasser nicht richtig abfließen.

Man muss bedenken, dass die Setzlinge eine überraschend lange Pfahlwurzel entwickeln. Wenn man ihnen Raum zum Wachsen gibt, können sich die Setzlinge stabilisieren und stärker werden. Der Behälter muss ein ordentliches Entwässerungssystem besitzen. Dies kann durch Löcher in den Plastikbechern oder durch den Kauf eines Topfes mit Löchern am Boden erfolgen. Dies ermöglicht der Pfahlwurzel mit ihrer Umgebung besser zurecht zu kommen. Setzlinge, die draußen wachsen, müssen vor lästigen Schädlingen geschützt werden.

Man könnte auch die untere Hälfte einer Plastikflasche abschneiden, ein paar Löcher hineinstechen und sie über dem Setzling platzieren. Dadurch kann das Sonnenlicht und auch Luft eindringen. Außerdem dient der Flaschenboden als eine Art Verteidigungsschild gegen Feinde. Viele Züchter ziehen es vor photoperiodische Setzlinge direkt in den Behälter einzupflanzen, in dem sie später auch in die Blüte gehen. Dadurch wird ihnen der Stress des Umtopfens erspart. Das muss jeder Grower aber selbst entscheiden. Mit beiden Methoden kann man großartige Ergebnisse erzielen. Eine Sache ist sicher: autoflowering Sorten sollten nicht umgetopft werden. Sie sollten direkt in den Behälter gepflanzt werden, in dem sie auch die Blüte vollziehen.

DAS WACHSTUMSSUBSTRAT FÜR CANNABISSETZLINGE

DAS WACHSTUMSSUBSTRAT FÜR CANNABISSETZLINGE

Die Qualität des Wachstumssubstrats ist sehr wichtig. Auf Ton basierende Erde sollte vermieden werden, da sie für Setzlinge zu viel Wasser speichert. Dies kann zu vielen unterschiedlichen Problemen führen. Wenn Setzlinge in einem Medium angepflanzt werden, das fast gar kein Wasser speichert, können sie austrocknen. Es ist am Besten eine Erde mit einer lockeren Beschaffenheit auszusuchen. Außerdem sollte die Erde dunkel und reichhaltig sein, Wasser zurückhalten und nicht matschig werden, wenn sie nass ist.

Es ist wichtig, dass keine mit viel Düngemitteln behandelte Substrate verwendet werden, die als "heiße" Erde bezeichnet werden. Dies kann zu einer Nährstofftoxizität für die Samen führen. Obwohl viele Düngemittel enthaltende Anbausubstrate gut für Setzlinge geeignet sind, muss der Düngergehalt am unteren Ende des Spektrums liegen.

DIE BEWÄSSERUNG DEINER SETZLINGE

Setzlinge müssen sich in einer sehr feuchten Umgebung befinden, um gut zu gedeihen. Während der ersten 1–2 Wochen sollte die Erde, die sich rundum den Stamm und der Pfahlwurzel befindet, ständig bewässert werden. Allerdings sollte die Erde nicht überwässert werden, da die Sämlinge darunter leiden würden. Sieh es mal so: Wenn die Erde völlig durchgeweicht aussieht, ist sie zu nass. Wenn die Erde seitlich aus dem Behälter herausfällt und sich verkrustet anfühlt, ist sie zu trocken.

Falls der Behälter größer ist, als für den Setzling nötig, sollte man direkt am Stamm gießen, damit das Wasser behutsam an der Pfahlwurzel entlang läuft. In jedem Fall sollte der pH-Wert des Wassers kontrolliert werden. Dieser sollte ungefähr zwischen 6,0 und 6,5 liegen. Man sollte nicht direkt den Setzling selbst bewässern, da die Tropfen sich wie ein Vergrößerungsglas verhalten und die Hitze der Sonne auf diese Weise Schaden verursacht.

CANNABISSETZLINGE UND DIE BELEUCHTUNG

CANNABISSETZLINGE UND DIE BELEUCHTUNG

Wenn die Setzlinge draußen angebaut werden, können sie direkt unter der Sonne platziert werden, das ist gar kein Problem. Auf Indoor-Grower kommen allerdings einige Herausforderungen zu. Wenn die Setzlinge unter starke Lampen gestellt werden, könnte ihnen das zu viel werden und das Wachstum verzögern. Sind die Lampen zu weit entfernt, strecken sich die Setzlinge, um näher an die Lichtquelle zu kommen. Dadurch entstehen lange, aber schwache Stämme. Dies kann auch passieren, wenn sich die Oberfläche der Erde zu weit unten im Behälter befindet.

Einige Indoor-Anbauer ziehen es vor Setzlinge unter CFL-Lampen zu stellen, da diese nicht viel Wärme erzeugen. Normale LED- oder HPS-Leuchten eignen sich ebenfalls, solange die Setzlinge eine geringere Lichtdosis erhalten, als sie während der vegetativen Phase benötigen. Setzlinge sind wie Babys: Sie können mit den "erwachsenen Mengen" von so ziemlich allem nicht umgehen.

Die Hitze, die von den Lampen ausgeht, kann viel zu heiß sein. Die ideale Temperatur für Setzlinge liegt bei 20–25°C. 18 Stunden Licht und 6 Stunden Dunkelheit eignen sich perfekt. Wenn die Setzlinge zu wenig Licht erhalten, verlieren sie ihre Farbe und werden schwach. Wenn sie zu viel Licht bekommen, überhitzen sie und es besteht die Gefahr einer "Lichtsättigung", was bedeutet, dass sie zu viel Energie erhalten und es deshalb nicht mehr für nötig halten weiter zu wachsen.