Das Produkt wurde erfolgreich Ihrem Warenkorb hinzugefügt.
Bezahlen

CANNABISPFLANZEN BESCHNEIDEN

Cannabis wächst seit Jahrtausenden in der Wildnis völlig ausgezeichnet, ohne die Einmischung durch die Hand des Menschen. Allerdings beschneiden die meisten, wenn nicht alle heutigen Cannabisanbauer ihre Pflanzen. Dies reicht von minimalem Beschneiden, um den Cannabisgarten ordentlich zu halten, bis zu fortgeschrittenen Beschneidungstechniken für höhere Erträge.

Fürs Erste sollten wir bemüht sein, Dich durch die Grundlagen der Cannabisbeschneidung zu leiten. Natürlich werden wir auch auf fortgeschrittenere Methoden eingehen. Umfangreiche Texte zu allen weiterentwickelten Beschneidungs- und Trainingstechniken können in unserem Anbauratgeber gefunden werden.

WANN SOLLTE MAN BESCHNEIDEN?

CANNABIS WÄHREND DES VEGETATIVEN WACHSTUMS BESCHNEIDEN

Mit Ausnahme des Abschnippelns des ersten Paars Keimblätter irgendwann zwischen Woche 1 bis 3, ist es ratsam, zu warten, bis Cannabispflanzen wenigstens 30cm hoch sind, bis man richtig mit dem Beschneiden beginnt. Manche Sativa-Sorten können diese Größe rasch in 20 Tagen erreichen, wohingegen einige heftige Indica-Varianten 40 Tage brauchen können. Jedoch kann LST (Low-Stress-Training) frühzeitig angewandt werden, da es das Biegen anstatt das Entfernen von Zweigen bedeutet.

Grundlegendes Beschneiden zum Erhalt von ordentlichen Cannabispflanzen erfordert eine minimalistische Herangehensweise. Blätter sind organische Sonnenkollektoren und Zweige sind die Gliedmaßen der Pflanze. Zu viele von ihnen zu entfernen, wird die Cannabispflanze stressen und könnte später zu Komplikationen führen.

Um die Cannabispflanze buschig zu machen (unabhängig von der Sorte), zwicken manche Grower mit ihren Fingern den Hauptspross ab. Das ist grobes, aber wirksames Kappen und kann bei jungen Pflanzen mit lediglich dem ersten Paar echter Cannabisblätter angewandt werden. Darauf folgt in der Regel ein 4-Wege-LST und/oder ScrOG für maximale Erträge.

Den Pflanzen zu erlauben, sich ein wenig zu entwickeln, bevor man Teile abtrennt, gibt dem Anbauer eine Vorstellung vom natürlichen Aufbau der Cannabissorte. Der Internodienabstand und die Verzweigung können beurteilt und dann je nach Notwendigkeit vom Anbauer beschnitten werden. Wenn Du eine Sorte zum ersten Mal anbaust, ist dieses Vorgehen zu empfehlen.

Allgemein genügt es, die ersten 2 bis 3 Paar der niedrigeren Zweige und Fächerblätter zu beschneiden, um einen guten Luftstrom zu ermöglichen. Je mehr Zweige Du entfernst, desto mehr vertikales Wachstum wird angeregt. Cannabispflanzen, bei denen mehr als 50% der Blätter entfernt wurden, werden Probleme bekommen. Die Photosynthese wird langsamer und das übermäßige Beschneiden wird sie schocken.

CANNABIS IN DER BLÜTE BESCHNEIDEN

Zweige von Cannabis während der Blütephase zu entfernen, ist unklug. Das ist genau die Art von Stress, die Cannabispflanzen nicht brauchen. Die einzige Ausnahme ist die Lollipop-Technik, die ausführlich in unserem ScrOG Anbauratgeber behandelt wird. Es ist das Beste, das Beschneiden in der Blütezeit auf Fächerblätter zu beschränken, die Blütenstände verdecken.

ABGESTORBENE ODER KRANKE BLÄTTER

Kränkliche Cannabispflanzen mit gelben bis bräunlichen Blättern sind eine offene Einladung für angreifende Mikroorganismen und Schädlinge. Am besten man entfernt abgestorbene Blätter und sorgt so dafür, dass sie nicht abfallen und das Anbaumedium übersäen.

WIE BESCHNEIDET MAN?

Das beste Werkzeug für das Beschneiden von Cannabispflanzen ist eine vernünftige Trim-Schere, die man in den meisten Grow-Shops und sogar in Gartenzentren bekommt. Hol' Dir Scheren, die dünn, scharf und angenehm zu halten sind. Die Zweige und Blätter von Cannabispflanzen benötigen keine Hochleistungsscheren oder chirurgische Werkzeuge.

Alles, was der Anbauer tun muss, ist etwas Sorgfalt walten zu lassen, wenn er Blätter oder Zweige von einer Cannabispflanze abschneidet. Sorge dafür, dass die Schnitte sauber sind und nur der beabsichtigte Spross entfernt wird. Setze den Schnitt in einem 45° Winkel an und gehe so nahe wie möglich an den Hauptstamm heran, um alles ordentlich zu halten.

Die Spitze einer Cannabispflanze zwischen den Fingerspitzen abzuzwicken, ist effektiv und die meisten Anbauer mögen es, das Lollipopping so auszuführen. Einen Blütenstand oder die Spitze eines Haupttriebs abzuquetschen ist eine Sache, aber Blätter oder dickere Zweige mit bloßen Händen abzureißen, ist eine riskante Unternehmung. Supercropping ist hart für die Pflanzen, aber wenn es funktioniert, funktioniert es fantastisch gut. Natürlich haben wir einen detaillierten Anbauratgeber, der sich dem Supercropping widmet.

MIT LUFT BESCHNEIDEN

Die Wurzeln von Cannabispflanzen reagieren sehr gut auf das Beschneiden durch Luft. Ungeachtet Deiner Anbaumethode können Air-Pots in die meisten Anbauvorhaben integriert werden. Der Einsatz dieser Töpfe, ist eine großartiger Methode, kreisrunden Wurzelwuchs zu verhindern. Die Wurzeln mit Luft zu beschneiden, ist eine oft übersehene, wichtige Beschneidungsmethode.

VORTEILE DES BESCHNEIDENS

Cannabispflanzen zu beschneiden, ist aus vielen Gründen vorteilhaft. Offensichtlich müssen Pflanzen auch beschnitten und vermutlich trainiert werden, um ein gleichmäßiges Kronendach im Zuchtraum zu bewahren. Das Beschneiden für die Ertragssteigerung ist die hauptsächliche Motivation der meisten Cannabiszüchter dafür, in das natürliche Pflanzenwachstum einzugreifen.

Es ist wahr, dass eine Kombination aus Kappen, Lollipopping und der ScrOG-Methode eine reichliche Ernte einbringen wird. Gleichermaßen beeindruckende Resultate können außerdem mit LST oder Supercropping erreicht werden. Deine Cannabispflanzen zu beschneiden, hat sich definitiv bewährt, um die Tür zu höheren Erträgen zu öffnen, wenn die Ernte gekommen ist.

VORTEILE DES NICHT-BESCHNEIDENS

Andererseits ist das Nicht-Beschneiden von Cannabispflanzen oder zumindest das zurückhaltende Trimmen gleichermaßen vorteilhaft. Es hängt alles davon ab, wie Dein Anbauvorhaben gestaltet ist und Dein bevorzugter Anbaustil aussieht.

Das Beschneiden zu überspringen, führt zu einem pflegeleichten Anbau. Die SOG-Methode ist vielleicht das beste Beispiel dafür, wie man eine heftige Ernte ohne Beschneiden einfährt. Du hast es erraten wir haben auch einen speziellen SOG Anbauratgeber. Kurz gesagt, Pflanzen werden für etwa 2 Wochen im Wachstums belassen und dann in großer Anzahl in die Blüte überführt. Gewöhnlich werden nur die seltsam abdeckenden Fächerblätter beschnitten.

Dies ist quasi das Gegenteil eines aktiven ScrOG. Bei einem SOG-Anbau geht es um einen schnellen Umsatz. Pflanzen werden klein gehalten und bringen normalerweise eine einzige Haupt-Cola und ein paar Seitenzweige hervor. Zahlreiche Pflanzen können in einen kleinen Raum in kleine Töpfe gestopft werden. Das Kronendach wird gleichmäßig bleiben, da heutzutage Klone oder autoflowering Sorten bevorzugt werden.