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Cannabisanbau im Freien

Cannabisanbau im Freien

Der gesamte Prozess des Cannabisanbaus im Freien, vom Samen bis zur Blüte, kann eine sehr lohnende Erfahrung sein. Der Anbau in der freien Natur hält sicherlich Herausforderungen bereit, andererseits stimmt es aber auch, dass Cannabis außergewöhnlich widerstandsfähig ist. Das alte Sprichwort, wonach Cannabis mit Wasser und Sonnenschein sogar auf einem Felsen wachsen würde, ist ganz richtig – was jeder, der schon einmal in Marokko wild wachsendes Weed gesehen hat, bestätigen wird.

WERDE MEISTER IN DER KUNST DES ANBAUS VON HOCHWERTIGEM BIO-MARIHUANA

Wenn Du vorhast, Biomarihuana von Weltklasse anzubauen, ist schon ein bisschen mehr nötig, als einfach nur ein paar Samen irgendwo in einen Garten zu werfen und die Natur den Rest machen zu lassen. Mit liebevoller Sorgfalt und Aufmerksamkeit über die Monate und wenn Du von Tornados, Überschwemmungen, Dürren, Seuchen und Alieninvasionen verschont bleibst, darfst Du sicher sein, dass Du Dich über eine feine Ernte von qualitativ hochwertigem Cannabis freuen kannst. Genau wie selbst angebautes Gemüse schmeckt es einfach besser.

Der jährliche Lebenszyklus der Cannabispflanze beginnt im frühen Frühjahr, nach der Tagundnachtgleiche, wenn die Sonne den Boden erwärmt hat und das Tageslicht länger als zwölf Stunden anhält. Um herauszufinden, ob der Boden warm genug für die Frühjahrspflanzung ist, kannst Du eine alte Gärtnermethode anwenden: Wenn Du mit nacktem Hintern eine Minute lang auf dem Boden sitzen kannst, ohne dass es unangenehm wird, kannst Du loslegen - obwohl Du diese Probe nicht unbedingt durchführen musst, gibt sie Dir doch eine gute Vorstellung von den idealen Voraussetzungen für die Aussaat.

Diese idealen Bedingungen lassen die Samen keimen, woraufhin sofort ein schnelles Wachstum einsetzt. Die Saison ist beendet, wenn die reifen unbefruchteten Blüten geerntet sind, sich das Wetter abkühlt und die Tage kürzer werden. Je nach Art und geographischer Lage meist im Herbst und Übergang zum Winter.

Wachstum der Cannabis-Pflanze

GUTER BODEN UND GESUNDE WURZELN SIND DIE GRUNDLAGEN DEINES ANBAUS

Der Boden ist der Anker für das gesunde Leben Deiner Pflanzen. Zeit oder Geld in guten Boden zu investieren wird Deinen Pflanzen in jeder Phase ihres Wachstums mehrere Vorteile bieten. Gesunder, biologisch aktiver Boden stellt nicht nur alle Nährstoffe zur Verfügung, die Deine Cannabispflanzen ihr ganzes Leben lang benötigen, sondern ein guter Boden wird Dir auch helfen, mehrere andere Variablen im Wachstum Deiner Pflanzen zu steuern.

Durch den Anbau in aktiver, hochwertiger Erde können die folgenden Probleme weitgehend vermieden werden:

• Schwankungen des pH-Wertes

• Resistenz von Schädlingen

• Staunässe

• Biologische Angriffe

• Hitzestress

• Pilzprobleme

Nährstoffsperre

Der Anbau im Boden gibt Dir insgesamt einen größeren Spielraum bei Fehlern, wenn es Schwankungen bei den Faktoren gibt, die das Pflanzenwachstum negativ beeinflussen könnten.

Wenn Du ein erfahrener Gärtner bist und Cannabis in Dein Pflanzenrepertoire aufnehmen möchtest, dann weißt Du sicher bereits um die Bedeutung eines guten Bodens. Du bist im Laufe der Zeit schonend mit dem hochwertigen Humus umgegangen und Dein Garten ist reich an Kompost und lebenden Organismen, Deine Erde zerkrümelt zwischen den Fingern, ist direkt besät und hält bei gleichzeitig zufriedenstellender Drainage gut das Wasser.

Boden aus mehreren Komponenten selbst herzustellen oder der Kauf einer ausreichenden Menge Qualitätserde sind weitere Möglichkeiten, falls Du nicht der geborene Gärtner bist. Ein wirklich hochwertiger Boden braucht keine Düngemittel oder Zusatzstoffe für das Gedeihen Deiner Pflanzen, außer Komposttees und Topdressings für die Bodenpflege. Begleitpflanzen, Mulch und der Zusatz einer Handvoll Würmer garantieren Stickstoffbindung und Bodenbrüchigkeit, passive Schädlingsbekämpfung und Wasserreinhaltung.

AUSWAHL DER PERFEKTEN CANNABISSORTE FÜR DEIN KLIMA

Klima und Cannabis

Topf oder Boden. Breitengrad, Tag und Jahreszeitenlänge. Zur Entspannung und/oder medizinisch. Legal oder Guerilla. Automatisch oder photoperiodisch. Feminisiert oder traditionell. Mono- oder Mischkultur. Indica, Sativa oder Hybrid. Mit all diesen Alternativen hast Du bei Deiner Entscheidung für den Cannabisanbau im Freien bereits jongliert.

Du weißt bereits, dass Du vielleicht an einem zu weit nördlich gelegenen und zu kalten Ort wohnst, um es mit einer langsam reifenden Sativa zu versuchen. Oder Deine klimatischen Verhältnisse sind allgemein zu nass und zu feucht, weshalb dichte Indicas zum Verrotten neigen können. Vielleicht verwirren die langen heißen Tage Deines ausgedehnten äquatorialen Sommers Deine Selbstblüher, die nach einer kurzen Blütenzeit regenerieren können, weil die eingekreuzte Ruderalis von den ungewohnten 17-Stunden-Tagen verwirrt wird.

Nach spannender Recherche und dem Durchforsten von Foren mit vielen Knospenbildern, die Dir wirklich den Mund wässrig machen, kann ein forschender Geist trotz buchstäblich tausenden zur Verfügung stehenden Sorten Marihuana eine sehr sachkundige Entscheidung treffen.

Wir haben heutzutage wirklich eine „Kind im Süßigkeitenladen“-Situation im Internet. Vielfalt macht tatsächlich die Würze des Lebens aus, wenn es um Cannabis geht und wie bei vielen natürlichen Substanzen, ist es eine gute Idee, die Dinge zu variieren, damit sich keine Gewöhnung einstellen kann.

Es ist sicher klug, ein paar Sorten von gleicher Kraft, aber unterschiedlicher Wirkung anzubauen, um für jeden Tag der Woche etwas anderes zu haben. So kannst Du dafür sorgen, dass verschiedene Neuronen durch verschiedene Terpene gekitzelt werden und eine Sortenflaute vermeiden (unserer bescheidenen Meinung nach – je eine Pflanze von ein paar verschiedenen Sorten reicht für einen abwechslungsreichen privaten Vorrat vollends aus).

ACHTE DARAUF, DASS DU DIE SAMEN RECHTZEITIG KEIMST

Start wachsender Cannabis

Wie bereits erwähnt, beginnt der Cannabislebenszyklus im Frühjahr, also musst Du Deine Samen dann keimen lassen.

Stunden der „Blütenforschung“ haben sich ausgezahlt und Du hast genau die Schönheiten ausgewählt, die Du persönlich in voller Blüte sehen, gerne ihre Aromen genießen möchtest und ihre Effekte Du zu schätzen weißt. Ihr Wachstum und ihre Blütezeit müssen gut zu dem Ort passen, an dem Du wohnst und anbaust.

Während der Keimung nimmt der Samen zuerst mittels Imbibition Wasser durch seine Hülle auf - was so viel bedeutet wie trinken oder tränken. Das Wasser hydratisiert vorhandene Enzyme und Nährstoffvorräte, die das Saatgut anschwellen und sich ausdehnen lassen. Während das Stoffwechselgeschehen zunimmt, verstärken auch die gewässerten Enzyme ihre Aktivität, was zu einer gesteigerten Energieproduktion für den Wachstumsprozess führt. Gleichzeitig erhöht das Wasser den Turgordruck, wodurch die Zellexpansion angeregt wird.

Der erste Hinweis auf Leben wird das Knacken des Samenmantels und die Entstehung eines kleinen weißen Triebes sein, der Keimwurzel (Radicula) genannt wird. Dieser verlängert sich schnell und wird zur Hauptwurzel. Diese neue Hauptwurzel drückt sich in das Pflanzmedium, um die Pflanze zu verankern und beginnt Wasser und Nährstoffe zu absorbieren. Gleichzeitig streckt sich der neue Stiel dem Licht entgegen und die Blätter beginnen sich zu bilden.

Knacken Samenmantels

Die ersten Blätter, die sich zeigen, sind abgeflacht, dick und gummiartig und können nicht wirklich als „Blätter“ angesprochen werden. Sie werden als „Keimblätter“ bezeichnet und sind im Samen vorgebildet. Wenn sie hydratisiert sind, schwellen sie beträchtlich an und dienen dazu, die Samenschale aufzubrechen und die ersten eigentlichen gezackten Blätter zu schützen, während die Krone durch das Pflanzmedium nach oben und außen gedrückt wird.

Bald kommt es zu einer radikalen Transformation, die „Photomorphogenese“ genannt wird. Dieser lichtabhängige Prozess färbt die Pflanze grün und setzt die Photosynthese in Gang. Die ersten wahren gezackten Blätter sind der Sonne ausgesetzt und das Wachstum hat begonnen.

Der Cannabisanbau ist eher eine Kunst als ein lineares A, B, C-System. Jede Aktion zieht eine Reaktion nach sich und Du wirst im Laufe der Zeit herausfinden, was zu tun ist, weil Du zu einem Meister des alchemistischen Flusses der Marihuana-Magie heranwächst. Dies beginnt mit der Wahl der Keimungsmethode.

Der beste und einfachste Weg, um Cannabissamen zu keimen, ist wie von der Natur vorgesehen - im Boden. Pflanze den Samen ungefähr 0,5cm tief und decke ihn leicht ab. Halte den Boden um 20°C warm und stelle sicher, dass die Umgebung feucht ist. Für die Keimung muss der Boden nicht nährstoffreich sein – vielmehr würde ein Boden mit hohem Nährstoffanteil das Cannabis in dieser empfindlichen Lebensphase überwältigen. Der Samen hat alles in sich, was er benötigt, um loszulegen.

Viele Grower ziehen ihre Pflanzen gerne drinnen vor, in einem Topf, wo die Bedingungen leicht zu kontrollieren sind. Wenn sie stark genug sind, werden die Pflanzen abgehärtet, bevor sie dauerhaft im Freien ausgepflanzt werden - dies ermöglicht ihnen einen guten Start und macht es weniger wahrscheinlich, dass sie den Gefahren des Wachstums im Freien erliegen werden, bevor sie stark genug sind, um mit ihnen klarzukommen.

DIE AUSWAHL DES RICHTIGEN STANDORTES FÜR DEINE CANNABISPFLANZEN

Cannabis wächst in der Sonne

Wähle den Standort so, dass er höchstmögliche Sonnenexposition erlaubt. Auch Regen und Wind sollte der Standort so stark wie möglich ausgesetzt sein. Regen für die Wachstumssteigerung durch das im Wasser gelöste Kohlendioxid. Wind, weil positiver physischer Stress für starke Pflanzen sorgt – mit einer größeren Wurzelbasis als Reaktion auf den Windstress – die mehr Blüten produzieren.

Für eine Cannabispflanze von anständiger Größe werden mindestens fünf Quadratmeter Boden pro Pflanze benötigt oder der größte Topf, für den Du Platz hast, um genügend Wurzelraum für ein voll entwickeltes Blätterdach und die Blütenentwicklung zu bieten.

Wird Cannabis zu eng gepflanzt, zwingt dies die Pflanzen, mit einer Reduktion der Seitenverzweigung und einer Streckung in die Höhe zu reagieren. Anstatt mehrere Blütenstellen über eine große buschige Pflanze verteilt zu haben, wird die Pflanze eine lange zentrale Cola entwickeln und in ihrer Struktur industriellem Hanf ähneln.

Auch die Blütendichte wird durch die Pflanzabstände beeinflusst. Gut voneinander getrennte Pflanzen entwickeln viel dickere Knospen, als eng stehendes Weed und sind in der Regel weniger anfällig für Krankheiten und Befall, da viel Luftbewegung möglich ist.

ANBAUTECHNIKEN FÜR DEN CANNABISANBAU IM FREIEN

In den folgenden Monaten wird Dein Cannabis auf regelmäßige Bewässerung und viel Sonne mit kräftigem Wachstum reagieren. Du wirst erstaunt sein über den Zuwachs während der Vollmondperiode oder die bemerkenswerten Volumengewinne nach einem Sommerregen. Ganz natürlich oder Kappen und in Form trimmen, Fimming, Supercropping oder Low Stress Training, alle Anbaustile haben bewiesen, dass sie hohe Erträge von potentem Ganja produzieren können.

low stress training

Während des Wachstums nimmt die Pflanze über die Wurzeln Nährstoffe auf und nutzt Licht, Wasser und Kohlendioxid als Elemente für die Photosynthese, um so auf verschiedenen Ebenen viel wie möglich zu wachsen.

• Die Pflanze wird größer.

• Die Blätter werden größer und viel zahlreicher.

• Die Seitenverzweigung beginnt, was der Pflanze Volumen gibt.

• Das Wurzelsystem wird größer.

• Der Stamm und die Zweige werden dicker und stärker und in einigen Fällen geriffelt oder gerippt.

• An den Zweigknoten bilden sich große Knöchel.

• Die wahre Genetik Deiner Pflanzen wird sich ausdrücken. In großen, dünnen Palmblättern und der gesamten verzweigten Elastizität einer Sativa oder in den breiten fetten Blättern, minimalen Verzweigungen und der Korpulenz einer Indica.

Decke Dich ausreichend mit Stangen, Bändern, Netzen und Draht ein, um die Pflanzen während ihres Wachstums stützen zu können. Wachsende Pflanzen brechen selten, und wurden Deine von Anfang an gestützt, neigen sie sich nicht, sondern strecken sich nur nach dem Licht.

Diese Unterstützung Deiner Pflanzen während ihres Wachstums ist Vorarbeit für die schweren Blütendolden der letzten Wochen, unter deren Gewicht ganze Pflanzen zusammenbrechen oder bei ungünstigem Wetter in großem Umfang Zweige herausbrechen können.

In der Blütezeit unvorbereitet auf dem falschen Fuß erwischt zu werden und wie wahnsinnig bei brechenden Zweigen und sich neigenden Pflanzen mit Ad-hoc-Maßnahmen zur Unterstützung herumzupfuschen, kann die empfindlichen Blüten ruinieren. Dies ist eine schwierige Arbeit kurz vor Toresschluss und Du riskierst, die Pflanze noch weiter zu beschädigen, wenn Du so viel an ihr rummachen musst, also handele vorausschauend - mit rechtzeitiger Unterstützung.

Quacksalber werden versuchen, Dir Wachstumsförderer und Vegetationsformeln anzudrehen, aber gesunder Boden als Grundlage und monatliche organische Gaben sind alles, was die Pflanzen benötigen.

Wie alle Pflanzen reagieren wachsende Cannabispflanzen mit Vitalität auf monatliche organische Gaben. Es gibt eine Reihe von entsprechenden Produkten auf dem Markt, die alle gleich gut funktionieren. Federmehl und fermentierte Komposttees, die aktives mikrobielles Leben enthalten, Vogel- und Fledermausguanos oder Wurmkompost sind durchweg ausgezeichnete Quellen für Spurenelemente, Vitamine und Kohlenhydrate. Die Regel lautet natürlich, lieber zu wenig als zu viel, denn Verbrennungen und Vergiftungen sind auch mit organischen Mitteln möglich.

WAS, WENN SICH SCHIMMEL AUF DEN KNOSPEN BILDET?

Irgendetwas ist schiefgelaufen in Deinem kleinen Cannabisökosystem. Nicht ausflippen, wenn Dein Weed nicht das hoch aufgelöste, bildhübsche Weed ist, das Du vom Anbau im Zuchtzelt kennst.

Schimmel Cannabis

Achte besonders sorgfältig auf Schimmel. Dichte Blütendolden können Wasser zurückhalten, was Botrytis oder Echten Mehltau verursachen kann, wenn nicht genügend Luftzirkulation gegeben ist. Umsorge Deine Blüten gut, entferne tote und trockene Blätter, da sie verrotten und Schimmel bilden können, der eventuell auf die Knospen übergreift. Aus demselben Grund solltest Du getrocknetes und beschädigtes Blütenmaterial entfernen. Wenn Du Knospenfäule findest, entferne sofort den ganzen Blütenblock und stecke alles in eine Plastiktüte. Verhindere auf jeden Fall, dass die Sporen in die Luft gelangen, weil diese die umliegenden Pflanzen infizieren könnten. Sorgfältig entsorgen oder verbrennen!

Spinnen, die kleine Nester bauen, sind gut, da sie Milben fressen; das vereinzelte gefaltete Blatt, unter dem sich eine verirrte Larve zusammengerollt hat, um sich zu verpuppen, ist nichts, was Dich aus der Fassung bringen sollte. Marienkäfer sind ein ebenso willkommener Anblick, wie viele andere nützliche Lebewesen und die Artenvielfalt, die Dein Garten durch seine attraktive Kraft anzieht.

Spinnen Cannabis

Pflanzenkrankheiten sind in einem gut aufgebauten Garten selten. Mit viel Raum zwischen den Pflanzen, ausreichend Luftzirkulation, Sonne, Sonne und nochmal Sonne, nicht zu nass, rundherum gestützt durch die bekannte natürliche Widerstandskraft von Cannabis gegen Schädlinge, Pilze und mikrobielle Angriffe, sollte Dein Anbau problemlos möglich sein.

Suche nach biologischen Lösungen zur präventiven Schädlingsbekämpfung als Teil der regelmäßigen Pflege Deiner Pflanzen. Raupen und Blattläuse und viele andere Lebewesen werden zum Beispiel durch regelmäßige Anwendung von Neemöl abgeschreckt. Einen Befall von vornherein zu verhindern ist viel erstrebenswerter, als einen Befall wieder loszuwerden.

DIE ERSTEN ZEICHEN DES BLÜTENSTADIUMS

Wenn die Tage in Richtung der Tagundnachtgleiche kürzer werden, lassen sich deutliche Veränderungen an Deinen Cannabispflanzen wahrnehmen.

Während in den letzten Wochen der Vegetationsperiode die Tagundnachtgleiche mit immer kürzeren Tagen näher rückt, aber noch vor dem Ende der zwölfstündigen Photoperiode, die für die volle Blüte nötig ist, wird das Cannabis beginnen sich auszudifferenzieren. Das Wachstumsmuster Deiner Pflanzen beginnt sich zu verändern.

Die aufstrebende, sich dehnende Symmetrie des vegetativen Wachstums macht einem Wachstum Platz, das zickzackförmig beginnt und den Abstand zwischen den Knoten verdichtet. Die Spitzen an der Zweigenden werden sich nach oben biegen, um Nischen und Winkel zu bilden, in denen Blütenformationen eingeschlossen werden. Einzelne Zweige entwickeln sich sichtbar aus dem übergeordneten grünen Baldachin heraus.

Blühender Cannabis

Der eigentliche Beginn der Blüte folgt dieser Differenzierung dicht auf den Fersen.

Blütenbündel beginnen sich zu bilden und die verdichtete Zickzackstruktur fängt an sich zu strecken, wodurch manchmal ein weiterer Höhenzuwachs von bis zu 50% zu verzeichnen ist. Neue Blütenkelche bilden sich in den Stützkreuzungen der Blätter und zickzackförmigen Stiele. Angeschwollene und bereits harzige Blütenstempel strecken sich aus jedem Kelch heraus, was dem Cluster das Aussehen einer winzigen Anemome gibt.

Die Bällchen aus Blütenkelchen dehnen sich über ihre eigenen zarten Zacken hinaus aus, wodurch mehr Platz für die Bildung weiterer Cluster geschaffen wird. Für Blüten spezifische Blätter beginnen sich auszubilden, die sich von den Zuckerblättern unterscheiden. Sie sind kleiner, dicker, sehen filzig aus, sind stark geriffelt und mit Trichomen bedeckt. Letztendlich werden sie fast vollständig von den anschwellenden Blumenclustern verdeckt.

Jeder Kelchknoten entlang des Vorsprungs erzeugt neue Kelchcluster, die sich in einem Muster aufstapeln, das dem von Getreide wie Weizen oder Gerste ähnelt. Jeder mit Trichomen bedeckte Zwillingsblütenstempel stapelt diese frischen Kelchblüten übereinander, bis die Spitzen zu fluoreszieren beginnen. Dies ist der Zeitpunkt, an dem häufig großartige Cannabisbilder fotografiert werden. Die geschnürten und knorrigen Blütendolden haben einen Halo von Blütenstempeln, die auf Pollen aus sind, die aber niemals kommen werden.

Jetzt beginnt der Spaß erst richtig. In der freien Natur wäre der Cannabis schon gut befruchtet und auf dem Weg zur Herstellung reifer Samen. Das Fehlen männlicher Pollen verführt die Cannabispflanze dazu, mehr Blüten zu produzieren, als dies in einer gemischtgeschlechtlichen Population in der Wildnis der Fall wäre. Nachdem die Spitzenblüte erreicht ist, setzt die Pflanze ihre Reifung fort und produziert in großen Mengen Harz.

Microscope Resin guard

Wenn Du ein Vergrößerungsgerät Deiner Wahl nutzt, zum Beispiel eine Lupe oder ein Kindermikroskop, kannst Du die Schwellung der harztragenden Trichome überprüfen. Die Kelche selbst schwellen auch deutlich an, eine falsche Schwangerschaft durchlaufend und füllen die unbefruchtete Saatkammer mit Ölen.

MACHE DICH BEREIT, DEINE PFLANZEN ZU ERNTEN

Eingebettet in Trichomen, die weiter anschwellen, beginnen die Blütenstempel zu schrumpfen und die Farbe zu ändern, weil die Tage, an denen es Pollen aufzufangen galt, unwiederbringlich vorbei sind. Töne und Schattierungen, die das gesamte Farbspektrum abdecken, können erscheinen. Rostrot, Lavendel, Dunkelbraun oder sogar Andeutungen von Blau oder Silber, so viele Farben wie es Marihuanasorten gibt.

Der Reifungsprozess umfasst auch eine Farbänderung an den Pflanzen, während die Saison sich ihrem Ende nähert. Die Zuckerblätter beginnen, die Farben von Laubwäldern nachzuahmen und die Blütenhaufen sind geschwollen und bei Berührung sehr fest. Gerade jetzt läuft die Aromaproduktion Deiner Pflanzen auf Hochtouren. Komplexe Duftstoffe, die sich von Sorte zu Sorte leicht unterscheiden lassen, sind verlockend und weisen bereits auf die späteren Aromen hin.

Trichome Cannabis

In diesen letzten Wochen beginnen die Trichome und ihre Harzsäcke in Wellen ihre Farbe überall auf der Pflanze zu verändern. In der Regel ausgehend vom ältesten Teil der Pflanze.

Die Trichome sind zunächst klar und werden dann milchig, dann wird aus der milchigen Färbung ein sich verdunkelnder Bernsteinton. Im Idealfall solltest Du ernten, sobald die Farbe der Trichomen jeweils zur Hälfte milchig und bernsteinfarben ist. Dies garantiert einen Spitzen-THC-Gehalt, nicht viel später beginnt das THC bereits sich in weniger erwünschte Cannabinoide umzuwandeln.

Es ist Zeit, Deine Lieblings- oder Blechscheren zu greifen und die Ergebnisse Deiner harten Arbeit zu ernten.

DAS ABSCHNEIDEN DEINER PFLANZEN

Irgendwann Anfang Oktober für Indicas und einige Wochen später für Sativas, werden die Farben der Trichomen und die duftenden Bouquets deutlich anzeigen, dass die Zeit der Ernte gekommen ist.

Halte noch einmal inne und bewundere Dein Handwerk, bevor Du Dich an die Arbeit machst.

Während die Pflanze noch steht, beginnst Du alle Blätter zu entfernen, die einen leicht zugänglichen Stiel für den Schnitt aufweisen. Vor allem die Zuckerblätter. Dies kannst Du sogar ganz leicht mit Deinen Fingernägeln erledigen (Gummihandschuhe nicht vergessen!). Wenn Du fertig bist, werden Deine Pflanzen nur noch aus Stielen und Blüten bestehen, sowie den übrig gebliebenen, schwer zugänglichen Blättern.

trimming cannabis

Du hast nun Deine Trimmer und Fingernägel viele, viele Male eingesetzt und bist der stolze Besitzer eines schönen Balles aus dunklem, harzigen Charas Haschisch. Zieh Dir jetzt was rein und überdenke die nächsten Schritte. Falls der Cannabisanbau für Dich eine neue Erfahrung war, wirst Du überrascht sein, wie viel Arbeit das Trimmen wirklich bedeutet und eine Pause brauchen.

Schneide die Pflanze jetzt ab. Es gibt dafür keine Regeln, richte Dich einfach nach Deiner Trocknungsmethode. Aufhängen der kompletten Pflanze oder einzelner langer Zweige und Detailschnitt nach der Trocknung. Detailschnitt bei nassen Blüten und Trocknen auf Leinwänden oder in einem feuchtigkeitskontrollierten Schrank. Jede Methode steht gleichberechtigt neben der anderen und garantiert, richtig angewendet, getrocknete Blüten von hoher Qualität.

Nebenbei bemerkt kann der Abschnitt dafür verwendet werden, cannabishaltige Lebensmittel zuzubereiten – obwohl er nicht so viele Cannabinoide enthält wie die Blüten, ist trotzdem noch einiges enthalten. Sieh Dir unsere Rezeptrubrik an, um das Beste daraus zu machen!

Sechs Wochen später wirst Du perfekt getrocknete und haltbar gemachte Zeugnisse Deiner gärtnerischen Talente genießen können. Viel Vergnügen!



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