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Was Versteht Man Unter Beipflanzung Und Warum Sie Wichtig Ist für den Anbau von Cannabis

Beipflanzung Cannabis

WAS IST BEIPFLANZUNG UND WIE KANN CANNABIS DAVON PROFITIEREN?

Unter Beipflanzung versteht man in der Landwirtschaft das Anbauen von verschiedenen Pflanzenarten im selben Terrain, um Krankheiten besser kontrollieren zu können, einen Lebensraum für Nutztierchen zu schaffen, den Platz auszunutzen und den Ertrag zu steigern. Die Beipflanzung ist eine Form der Mischkultur.

Vorteile von Beipflanzung:

• Erhöhter Ertrag und erhöhte Erfolgschancen.

• Mehrere Schichten bieten Schutz vor Wind und spenden Schatten.

• Einige Pflanzenarten helfen dabei Krankheiten, Schädlinge oder Schimmel abzuwehren.

• Manche Pflanzenarten produzieren reichlich Nektar oder Blütenstaub und ziehen somit kleine Nutztierchen an; manche Raubinsekten fressen Schädlinge nur in ihrer Larvenform und später ernähren sie sich hauptsächlich von Blütenstaub oder Nektar.

• Manche Pflanzen haben die Eigenschaft Schädlinge zu verwirren und sie so von anderen Pflanzen abzulenken.

• In Monokulturen haben Krankheiten leichtes Spiel, sich unter gleichen Pflanzen auszubreiten. Dieser Prozess kann durch die richtigen Beipflanzungen unterbrochen werden, denn Pflanzen, die rund um die anderen eingepflanzt werden, können Schädlinge verwirren und somit fernhalten.

Beipflanzung Cannabis

Viele Praktiken der Beipflanzung heutzutage stammen von Gärten in England und Wäldern in Asien ab oder richten sich nach den Überlieferungen tausend Jahre alter Gärten in Mesoamerika.

Beipflanzung wurde von den Ureinwohnern Amerikas noch vor der Ankunft der Europäer ausgeübt. Vor 8.000 bis 10.000 Jahren bauten sie Kürbis, Mais und Bohnen an. Das führte zu den „drei Schwestern“ der Landwirtschaft. Der Mais diente als Stütze für die Bohnen, die an dem Stängel hinaufwachsen konnten. Die Bohnen gaben wiederum Nährstoffe in den Boden ab, von denen der Mais profitieren konnte.

Reis mit Azollo zur Beipflanzung

Pazifischer Algenfarn (Azolla spp.) wurde in China mindestens 1.000 Jahre lang zur Beipflanzung von Reis verwendet. Der Farn besitzt ein Bakterium, dass Stickstoff aus der Luft bindet. Außerdem besitzt er die Eigenschaft den Reis im Kampf um Sonnenlicht vor anderen Pflanzen zu schützen.

Um ein Ökosystem zu erzeugen, werden in einem waldähnlichen Garten Beipflanzungen untergemischt, sodass das Zusammenspiel von bis zu sieben Pflanzen in einem Wald oder einer Forstwirtschaft nachgeahmt wird. Ertrag und Effizienz sind bei Mischkulturen häufig besser als bei Monokulturen. Küchenkräuter sind zum Beispiel nicht nur eine hochwertige, essbare Ergänzung, sondern regen auch das Wachstum anderer Pflanzen an.

Die Pflanzen einer guten Mischkultur nutzen Licht, Wasser und Nährstoffe auf effiziente Art und Weise. Der Anbau von Früchten regelt außerdem den Stickstoffgehalt der Erde. Aktuelle Studien haben gezeigt, dass sich Krankheiten langsamer oder gar nicht ausbreiten, wenn Trägerpflanzen von einer anderen Pflanze oder einer „Köderpflanze“ umgeben sind.

Cannabis Waldgarten

Bei einer Beipflanzung reduziert sich durch den erhöhten Konkurrenzkampf natürlicher Feinde, sowie einer verbesserten Unkrautkontrolle, die Ausbreitung von Schädlingen und Krankheiten. Eine Kombination von Bodendeckern wird meistens zur Regulierung des Stickstoffes und zum Aufbau organischer Materialien und mikrobischer Biomasse verwendet. Dazu zählt zum Beispiel die Kombination von Hülsenfrüchten wie Erbsen, Ackerbohnen oder Zwicke mit Gräsern wie Roggen. Noch mehr Vorzüge ergeben sich aus der Förderung der Mikroorganismen in der Erde, wodurch Probleme mit der Fruchtfolge weitestgehend gelöst werden.

Bis jetzt beruht die Beipflanzung weitestgehend auf Jahren der Beobachtung. Bei der Auswahl der richtigen Pflanzen lässt sich ein besseres Wachstum feststellen. Passen die Pflanzen nicht zusammen, könnte ein schlechteres Wachstum beobachtet werden. Pflanzen, die miteinander nicht gut auskommen, sollten daher vermieden werden.

Nur bei korrekter Ausführung KANN Beipflanzung die Schnelllösung für Deine Gartenprobleme darstellen! Die Förderung der Vielfalt innerhalb Deines Beetes lässt vielfältiges Leben in Deinem Garten sprießen. Eine durchdachte Planung bedeutet für Deinen Garten eine durchgehende Blüte und darauf folgende Tiere; Vögel, bestäubende Insekten, Schmetterlinge, Bienen, einheimische Wespen, Käfer und vieles mehr.

In dieser Rubrik nehmen wir die Beipflanzung und wie Cannabis davon profitieren kann genauer unter die Lupe. Aber zuerst einmal müssen wir die Grundfunktion einer Mischkultur genauer betrachten: Artenvielfalt.

WAS IST ARTENVIELFALT

Unter Artenvielfalt versteht man die unterschiedlichen Spezien innerhalb eines Ökosystems. Man versteht darunter die Vielfalt der Arten und genetischen Varianten innerhalb eines bestimmten Gebietes, Biotopes oder Planeten.

Wie diese Organismen untereinander und mit ihrer Umwelt interagieren, kann direkten Einfluss auf die Funktionen des Ökosystems haben. Angelehnt an die Natur, können wir nur versuchen, die besten Bedingungen für unsere Pflanzen zu schaffen, um die natürliche Stärke und Abwehr gegen Schädlinge oder ungünstige Wetterbedingungen zu wecken.

Für Bauern und Gärtner bedeutet das, dass die natürliche Kontrolle von Schädlingen und Krankheiten in Mischkulturen wesentlich besser funktioniert. Wegen dem starken Zusammenhalt der Pflanzen treten Schädlinge oder Krankheiten in solchen Mischkulturen viel seltener auf.

Artenvielfalt cannabis

Genauso wichtig wie die Vielfalt innerhalb eines Ökosystems ist der Austausch zwischen den verwendeten Pflanzen. Der Schlüssel zu einem ausgeglichen Lebensraum ist die Pflanzen zu finden, die sich mit den anderen gut verstehen. Beipflanzung bietet nicht nur einen geeigneten Lebensraum für nützliche Insekten, sondern auch einen optimalen Lebensraum für Mikroorganismen in der Erde. Wildblumen und spezielle Sträucher können dabei helfen, nützliche Insekten anzuziehen.

WARUM IST VIELFALT WICHTIG?

Um eine regelmäßige und beständige Ernte zu bekommen, solltest Du Dein Anbaumedium unter Kontrolle haben. Das wiederum verlangt nach einer Vereinfachung des gesamten Systems und wirkt sich auf die Vorgänge zwischen den Pflanzen aus, die Erreger und Krankheiten abhalten. Bodenkulturen und Fruchtfolgen verbessern diesen Zustand, indem das System von der Erde profitiert.

In Monokulturen kann es häufig zu einer Epidemie kommen, da jährlich wieder aufs Neue an derselben Stelle angebaut wird und Erreger damit leichtes Spiel haben, sich auszubreiten. Am besten können Krankheiten kontrolliert werden, indem die Kultur regelmäßig ihren Platz wechselt. Unterschiedliche Pflanzensorten können dabei helfen, die Vielfalt Deines Gartens sicherzustellen.

Organischer Cannabis

Wenn wir von organisch sprechen, ist damit jene Form der Bewirtschaftung gemeint, die Krankheiten und Unkraut ohne den Einsatz aggressiver Chemikalien beseitigt und keine chemisch hergestellten Düngemittel verwendet; dabei soll vor allem den Pflanzen nicht geschadet werden. Nichtsdestotrotz sind traditionelle Anbaumethoden noch weit verbreitet. Die Erde wird in das dafür vorhergesehene Beet gegeben und mit Düngemitteln versetzt. Oft wird dabei sehr viel Dünger nur zur Steigerung des Pflanzenwachstums eingesetzt.

Diese Vorgehensweise, also das Düngen mit mineralischen Düngern, kann das Gleichgewicht in der Erde durcheinander bringen. Dadurch kann durch die organische Anbaumethode, obwohl dabei keine Chemikalien eingesetzt werden, keinen Nutzen aus den ganzen natürlichen Nährstoffquellen ziehen. Im Anbetracht der Gefahr, der die Natur heutzutage ausgesetzt ist, sollte man sich als Anbauer fragen, zu welchem Preis man versucht, ökologisch zu arbeiten.

WAS IST EINE MISCHKULTUR UND WARUM IST SIE WICHTIG?

Mischkultur Cannabis

Eine Mischkultur zeichnet sich durch den Einsatz verschiedener Pflanzenarten auf derselben Fläche aus. Man erzeugt dabei eine Mischung, von der die Pflanzen gegenseitig profitieren können. Dazu zählen Mehrfelderwirtschaft, Mischkulturen, bebaute Verbindungsgänge, Beipflanzung und der Nutzen von geeignetem Unkraut. Generell wird darunter die gleichzeitige Aufzucht von mehr als einer Tier- oder Pflanzenart verstanden.

Eine Mischkultur ist eine Art von Permakultur. In China beobachtete man, dass der Anbau von mehreren Reissorten im selben Feld zu einer Ertragssteigerung von 89% führte. Das ist darauf zurückzuführen, dass sich das Auftreten einer Krankheit um 94% verringert hat und somit der Einsatz von Pestiziden unnötig wurde.

Eine Mischkultur erhöht die regionale Biodiversität und ist ein gutes Beispiel für die Versöhnung mit der Umwelt, was wiederum den Versuch darstellt, Biodiversität mit menschlicher Landschaftsgestaltung zu vereinbaren. Diese Anbaumethode könnte außerdem dazu beitragen, ein biologisches Krankheitsüberwachungsprogramm zu fördern.



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