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Medizinische geschichte des cannabis

Hanf ist die dauerhafteste Faser Ressource der Menschheit und eine Quelle für eine der beliebtesten und am häufigsten verwendeten Drogen - Marihuana. Hanf und Marihuana sind Produkte der gleichen Pflanze und die Geschichte des medizinischen Marihuanas wäre ohne einen Verweis auf seine Vielseitigkeit unvollständig.

1972, in Taiwan, wurden in einem prähistorischen Dorf Tonscherben mit dem deutlichen Eindruck von Hanffäden ausgegraben - diese Scherben wurden auf 10.000 Jahre datiert und beweisen, daß Hanf seit der Steinzeit verwendet wird.

2008 publizieren Experten über die Ergebnisse aus einer Grabung in Zentralasien, die Beweise für die Verwendung von Hanf durch einen prähistorischen Schamanen vor 27.000 Jahren zeigen.

"Ma" - das ist die einsilbige Bezeichnung für Hanf in China, was Hanf wahrscheinlich zur "Mutter" der Landwirtschaft macht. Mit diesem widerstandsfähigen, einjährigen Kraut war das agrar-industrielle China den Jäger und Sammler Kulturen weit voraus, da es eine verläßliche Quelle für Nahrungsmittel und haltbare Textilfasern ist. Abgesehen von seiner medizinischen und textilen Zwecke, hat es für Jahrtausende als zweit- oder drittwichtigste landwirtschaftliche Nahrungsquelle Chinas gedient - Hanfsamen sind reich an Eiweiß, B-Vitaminen und Aminosäuren. In ägyptischen Ruinen aus dem Jahr 1600 v. Chr. gefundene Beweise enthüllen, daß Marihuana als Medizin verwendet wurde und Ausgrabungen an hebräischen Stätten ergaben Hinweise auf die Jahrhunderte lange Verwendung von Marihuana als Hilfsmittel bei der Geburt, aber "Ma" war die Stütze der chinesischen Kultur vom dem Anbeginn der Zeit bis zum heutigen Tag.

Die Bedeutung von Hanf im frühen China wird durch den Fund eines Hanfsstoffes in einer alten Begräbnisstätte aus der Chou Dynastie (1122-1249 v. Chr.) unterstrichen. Das Buch Rite of Rites (ca. 200 v. Chr.) erwähnt, daß Trauernde Hanfsstoff tragen sollten, um ihren Respekt für die Toten zum Ausdruck zu bringen und diese Tradition hat bis heute überlebt.

Eine der wichtigsten Erfindungen um 200 v. Chr. in China war das Hanfpapier und obwohl sie das Geheimnis seiner Herstellung über neun Jahrhunderte bewahrten, wurde es unerläßlich für die rasante Entwicklung aller Zivilisationen der ganzen Welt. Aber die medizinische und industrielle Verwendung von Hanf waren schon Tausende von Jahren vorher tief in China verwurzelt und machte das Land historisch als "Land der Maulbeerbäume und des Hanfs" bekannt.

Heiler im alten China versuchten alle Arten von Krankheiten durch das Schlagen der Kopfteile der Betten ihrer Patienten mit Hanfstängeln auf denen Schlangenabbildungen prangten, zu heilen, während sie Beschwörungen und Zaubersprüche rezitierten, um die Dämonen, von denen geglaubt wurde, daß sie körperliche Krankheiten verursachten, auszutreiben. Japanische Shinto Priester verwendeten einen kurzen Stab mit ungefärbten Hanffasern für eine ähnliche Zeremonie mit dem Gedanken, daß die Reinheit des weißen Hanfes böse Dämonen vertreiben würde. Der rational Denkende könnte diese Übereinstimmungen als Aberglauben abtun, aber wäre es nicht interessant, etwas über die Herkunft solch langlebiger Rituale zu wissen?

Ein chinesischer Kaiser, Shen-Nung, der die Nation um 2800 v. Chr. regierte, wurde von den Menschen für die Einführung von Medikamenten vergöttert. Diesem mythischen Kaiser wird nachgesagt, er habe einen durchsichtigen Bauch gehabt und er aß angeblich bis zu 70 verschiedene Pflanzen pro Tag, um ihre Effekte und verschiedene Qualitäten zu beobachten. Die Zusammenstellung all der Hunderten von Medikamenten, die er identifizierte, wird Pen Ts'ao genannt, einer der ältesten medizinischen Texte.

Die Blüten der weiblichen Pflanze enthalten, nach dem Pen Ts'ao, die größte Menge an Yin Energie - in der chinesischen Philosophie und Medizin ist "Yin" den weiblichen Attributen zugeordnet, wobei "Yang" das Gegenstück ist, das männliche, gestalterische Element. Die Ma-fen (Blumen der weiblichen Cannabis Pflanze) wurden verwendet, um einem Verlust von Yin, wie bei menstrualer Erschöpfung, Rheuma, Malaria, Beri-Beri, Verstopfung und Zerstreutheit entgegenzuwirken. Im Pen Ts'ao wurde geschrieben, daß das Essen zu vieler Hanfsamen dazu führen könnte, das jemand Dämonen sieht, aber daß auf der anderen Seite, das sich wiederholende, kontinuierliche Konsumieren von Ma Samen es ermöglichen könnte, in Kontakt mit Geistern zu treten. Das chinesische Volk wurde von Shen-Nung mit dem Anbau von Hanf für Kleidung und andere textile Verwendungen beauftragt und diese landwirtschaftliche Technik wird in ländlichen Gebieten Chinas immer noch praktiziert.

Um Visionen herbeizuführen, inhalierten taoistische Alchimisten im ersten Jahrhundert nach Christus den Rauch verbrennender Hanfsamen. Diese Visionen wurden als ein Mittel gesehen, um Unsterblichkeit zu erlangen und Marihuana wurde nachgesagt, es regeneriere Körper und Geist. Ein berühmter Chirurg des zweiten Jahrhunderts n. Chr., Hua T'o, führte komplizierte Operation unter Verwendung von Ma-yo, einer Mischung aus Hanfharz und Wein als Anästhetikum, durch. Durch den Einsatz von Ma-yo waren diese Operationen relativ schmerzlos, sogar Amputationen. Im zehnten Jahrhundert n. Chr. wurden Behandlungen mit Ma zum Kühlen von Fieber eingesetzt, um die Geburt zu erleichtern, Rheuma zu heilen und um das Blut zu reinigen.

Die alten Griechen nannten es Kannabis - griechische Seeleute trieben in der Ägäis bereits im sechsten Jahrhundert v. Chr. Handel mit dem haltbaren Material aus robusten Hanfstängeln und Archäologen fanden Faserbündel aus Hanf in einem karthagischen Handelsschiff, das um 300 v. Chr. nahe Sizilien gesunken war. Herodot, der große griechische Historiker, schrieb um 450 v. Chr., daß die Thraker Hanfkleidung feiner Qualität produzierten. Vierhundert Jahre nach dieser Feststellung, schrieb Plutarch, daß die thrakischen Menschen den obere Teil des Kannabis entfernten und ins Feuer warfen; der Rauch, der dabei aufstieg führe dazu, daß die Menschen, die ihn einatmeten, davon berauscht würden. Es war ein Brauch, den die Wein liebenden Menschen des Zeus nicht kannten. Ein kleiner Hinweis in der griechischen Literatur, die bis zu 400 v. Chr. zurückreicht, wird auch die Verwendung von Kannabis für Rückenschmerzen erwähnt, aber das war auch die einzig bekannte medizinische Verwendung im antiken Griechenland. Es ist bekannt, daß sowohl das arabische und hebräische Volk in der gleichen Epoche aus medizinischen Gründen Kannabis verwendeten.

70 n. Chr. wurde ein Arzt aus Griechenland, bekannt als Discordes, von den Römern für die Forschung eingesetzt und sammelte eine Fülle an Wissen über Heilpflanzen. Discordes erstellte ein Buch über seine Reisen mit dem Titel "Materia Medica". In diesem Buch dokumentierte er Beschreibungen, lokale Bezeichnungen, Lebensräume und Indikationen für die Behandlung bestimmter Symptome. Insgesamt dokumentierte er 600 Pflanzen und darunter identifizierte er Cannabis Sativa L. (abgeleitet vom griechischen Kannabis). Es war nützlich bei der Herstellung von Seilen und Samen, deren Säfte bei der Linderung von Ohrenschmerzen und Verringerung des sexuellen Verlangens verwendet wurden. Discordes Materia Medica war höchst erfolgreich und wurde in jede mögliche Sprache übersetzt und blieb in der westlichen Medizin für mindestens 1500 Jahre ein Schlüsselwerk.

Das Wort "Canvas" im Englischen stammt von dem Wort Cannabis ab, ein etymologischer Hinweis auf die große Bedeutung der Hanffasern in der europäischen Marine Technologie. Der Ausbau der europäischen Kolonien in abgelegenen Teilen der Welt hätte ohne die Entwicklung von auf Cannabis basierender Technologie nicht stattgefunden. Zum Beispiel transportierten 1492, während der transatlantischen Reisen von Columbus, seine Schiffe mehr als 80 Tonnen Hanf in der Takelage und als Segel. Dies war das Ergebnis vieler Arbeitsstunden von Bauern, die die Felder abernteten und schließlich wurde dies in den meisten aufstrebenden Ländern zur wichtigsten industriellen Kulturpflanze. Zur gleichen Zeit waren Informationen über medizinisches Cannabis in Europa auf die Dokumente von Discordes beschränkt und nicht schriftlich überlieferte Hausmittel gingen über das Mittelalter verloren.

Als die westliche Zivilisation aus dem dunklen Zeitalter in die Renaissance wechselte, wurden viele neue wichtige Fakten entdeckt, einschließlich der zahlreichen Vorteile der Verwendung von medizinischem Marihuana. Im Jahre 1621 erörterte Robert Burton in der "Anatomie der Melancholie", daß Cannabis bei der Behandlung von Depressionen verwendet werden könnte. Im Jahr 1982 deckte die New London Dispensary für eine kurze Zeit die Verwendung der Hanfsamen ab, um sowohl Husten, als auch Gelbsucht zu behandeln. 1794 ist eine Zunahme des Verständnisses der vielen medizinischen Zwecke der Cannabis Pflanze zu verzeichnen. Sie schlugen vor, daß es verwendet werden könnte, um Husten, Geschlechtskrankheiten und Harninkontinenz zu behandeln. Es wurde auch festgestellt, daß, obwohl die Samen die am häufigsten verwendeten waren, auch die anderen Teilen der Pflanze erforscht werden sollten. Im Jahr 1814 veröffentlichte Nicholas Culpepper ein Buch, in dem alle bekannten medizinischen Verwendungen von Cannabis aufgeführt waren. In diesem Buch schloß er alle bereits bekannten Anwendungen ein und eine Reihe von neuen, wie der Lockerung einer Kolik, Darmverstimmungen lindern, Blutungen stillen, Abschwellen des Kopfes und Reduzierung von Gelenkschmerzen. Culpepper schlug auch vor, daß Cannabis als Zusatz in Salben verwendet werden könnte, um Verbrennungen zu behandeln. Es gibt keine historischen Belege dafür, daß Ärzte in Europa Kenntnis von den psychoaktiven Effekten Cannabis hatten, bis die Erforschung Indiens begann und dies erweiterte in Europa das Verständnis darüber.

Im Jahr 1753 vervollständigte ein Botaniker aus Schweden namens Carl Lineaus das bis heute umfassendste Nachschlagewerk der botanischen Klassifizierung genannt "Species Planetarium Datum". Lineaus verwendet Discordes Klassifizierung der Cannabis Sativa, aber der Botaniker argumentiert sofort, daß die neue indische Hanfpflanze sich von der bekannteren europäischen Cannabis Sativa unterschiede, die für industrielle und medizinische Verwendungen angebaut wurde. 1783 untersucht ein Biologe aus Frankreich namens Jean Lamarck beide Arten in seiner Zusammenstellung mit dem Titel Encyclopedia. Lamarck dokumentierte, daß Cannabis Sativa, die üblicherweise zur Fasergewinnung und für Textilen verwendet wurde, sich durch die Höhe von 3 bis 5 Metern auszeichnete, mit langen Stielen, wobei das Laub spärlich und ihre Blätter schlank waren. Cannabis, das in Indien heimisch war, war da ganz anders, in der Regel war es etwa 1-1,5 Meter hoch und sein Laub war ziemlich dicht mit buschigen Ansammlungen breiter Blätter. Lamarck benannte dann die zweite Spezies Cannabis Indica, nach dem Land aus der sie stammt.

Es gibt Hunderte von Cannabis Unterarten und Botaniker streiten kontinuierlich über die genauen Klassifizierungen, aber die meisten Experten sind sich einig, daß sich mindestens zwei deutlich verschiedene Typen bei allen Sorten, die derzeit existieren, unterscheiden. Im Jahr 1913 vermerkte Lyster Dewey, ein Hanf Experte und Botaniker aus dem US Department of Agriculture, im Jahrbuch des USDA, daß Cannabis Indica sich mit seinem visuellen Auftritt von all den anderen zahlreichen Formen, verglichen mit den Samen aus fast allen Ländern, in denen es angebaut wurde, unterschied.

Neuere Hybriden haben die natürlichen Neigungen der Cannabis Pflanzen verändert, da die Züchter versucht haben, bestimmte Eigenschaften zu fördern, daher haben sich die Unterschiede zwischen den beiden primären Sorten verwischt. Doch die natürlichen Tendenzen werden noch immer in der einen oder anderen Form vorhanden bleiben. Die langstieligen Cannabis Sativa werden in der Regel für die Faser und Samen Industrie angebaut, während die kürzeren Cannabis Indica Büsche in der Regel wegen der medizinischen und psychoaktiven Eigenschaften der Knospen dieser Pflanzen angebaut werden. Die Cannabis Sativa, die für industrielle Zwecke angebaut wird, enthält in der Regel nur geringe Mengen psychoaktiver Substanzen. Ordentlich durchgeführter Anbau kann bei manchen Sativa Sorten zu einem höheren Gehalt aktiver therapeutischer Wirkstoffe führen. Die potentere Cannabis Indica unterscheidet sich dadurch, daß ihre Fasern in der Industrie nicht verwendet werden, wegen der geringen Länge ihrer buschigen Stiele. Während dieser Unterschied die natürlichen Neigungen der beiden Cannabis Haupttypen unterscheidet, sind viele Züchter dieser Heilpflanzen zu dem Schluß gekommen, daß die stärkste Sorte die besten Eigenschaften beider Erscheinungsformen kombiniert.

Offenbar von China aus, verbreitete Cannabis sich auf seinem Weg nach Westen in Asien, Kleinasien und über das Mittelmeer und wurde von vielen der frühen Kulturen verwendet. Von da ab bahnte Cannabis sich, laut westlichen Historikern, seinen Weg durch fast alle Kulturen auf der ganzen Welt. Die Hindu Lehre kann sich von dieser Aussage tendenziell unterscheiden, denn Cannibis Indica wird in den Veden, einem der vier heiligsten Bücher erwähnt. Es wurde vor etwa 4000 Jahren geschrieben; die Veden erzählen die Legenden der Eroberung, des Kampfes und der geistigen Entwicklung, die sich auf das traditionelle hinduistische Leben auswirkt und jeden Teil davon formt. Neben vielen anderen Mythen, wird in den Veden erzählt, daß Lord Shiva, einer der drei der wichtigsten Hindu Götter, sich in der Hitze des Tages durch den Verzehr von Marihuana Blätter erfrischt. Lord Shiva machte dies zu seinem Lieblingsessen und erhielt den Titel "Lord of the Bhang".

Bhang ist ein altes indisches Getränk, hergestellt aus Cannabis, mit zahlreichen Kräutern und Gewürzen und es ist seit vielen Jahren in Indien beliebt. Bhang ist weniger wirkungsvoll als Ganja, welches aus blühenden Pflanzen und zum Rauchen und Essen hergestellt wird. Charas, welches potenter als beides ist, sowohl Bhang und Ganja, wird aus den Spitzen der Blüten gewonnen, die geerntet werden, wenn sie in ihrer vollsten Blüte steht. Charas ist dicht, mit einer Art klebrigen Harzes und es ist fast so stark wie ein konzentriertes Cannabisharz, das als Haschisch bekannt ist. Seit Tausenden von Jahren werden diese berauschenden Marihuana Zubereitungen in fast jedem Aspekt des traditionellen indischen Lebens eingesetzt, von der rituellen Anbetung, über weltliches Überleben der Krieger, die sich auf einen Kampf vorbereiteten und bei Paaren, die sich darauf vorbereiten zu heiraten. Die indische Kultur hat das Kraut bei nahezu jedem wichtigen Anlaß verwendet und beschwört damit ihren Gott Shiva.

Die vierte der Veden, die Athaaveda, was sich frei übersetzt in "die Wissenschaft des Charms", nennt Bhang als eines der fünf Königreiche der Kräuter, das uns von unseren Ängsten befreit. Während diese Idee den westlichen Theorien zu ähneln scheint, ist die südasiatische Weisheit nicht an die Grenzen der Newtonschen Logik gebunden. Einer alten hinduistischen Mythen erwähnt die Zeit vor der Schöpfung, als die Götter den kosmischen Berg für den Nektar der Unsterblichkeit abtrugen. Es wird gesagt, daß überall wo Tropfen dieses Nektars auf Erde trafen, Marihuana Pflanzen wuchsen. In einer weiteren mystischen Sultra ist festgehalten, daß Siddhartha, der Buddha, der der Erleuchtete wurde, sechs Jahre lang nur einen Hanfsamen pro Tag zu sich nahm, bevor er seine spirituelle Erweckung fand. Dies ist zwar unmöglich, doch dieser alte Mythos erinnert uns daran, daß Hindus und tantrische Buddhisten in Tibet, Nepal und Nordindien Cannabis als ein wichtiges Sakrament bei vielen religiösen Ritualen und über viele Jahre verwendeten.

Traditionelle indische Medizin wurde seit langer Zeit verwendet und in einer Vielzahl von verschiedenen Arten, wurde es in der Behandlung von Krankheiten wie Fieber, Sonnenstich, Ruhr und Lepra eingesetzt. Cannabis wird nachgesagt, es beschleunige die Verdauung, schärfe den Intellekt einer Personen, erhöhe die Aufmerksamkeit und wirke wie ein Lebenselixier. Im Gegensatz zu der westlichen Wissenschaft befaßt sich die Hindu Medizin mit dem spirituellen Bewußtsein; es wird gesagt, daß Ganja dem König der Götter, Shiva, gefällt, der stets von dem Angebot erfreut sei. Die Verbindung zwischen Shiva und Ganja wird als sehr wichtig für die Aufrechterhaltung des körperlichen und seelischen Gleichgewichts angesehen. Laut dem Rajvallabha, einem Hindu-Text aus dem 17. Jahrhundert, sei dieses Wunsch erfüllende Medikament den Männern gegeben, um das Wohl aller Menschen zu erhalten. Es wird gesagt, daß es den Menschen, die es regelmäßig verwenden, Freude bringt und das Gefühl der Trauer verringert.

In der indischen Kultur wird die Marihuanapflanze sowohl als Sakrament, als auch als Segen verehrt, durch den eine Person an den kosmischen Kräften teilhaben und sich mit den Göttern vereinen kann. Obwohl westliche Gesellschaften in der Regel subjektive spirituelle Erfahrungen ablehnen, können diese wichtigen Überzeugungen nicht ignoriert werden. Im Jahr 1893, nach einer langen Studie über den Konsum von Cannabis in einer südasiatischen Kolonie, veröffentlichte die englische Regierung die größte Studie über Cannabis, die es bis zu diesem Zeitpunkt gab, im Bericht der Indian Hemp Drugs Commission. Nach vielen Jahren der Forschung war man zu dem Schluß gekommen, daß Hanf Drogen/Medikamente für das indische Volk nicht schädlich waren und es ein Fehler wäre, zu versuchen, diese Kultur von ihrer geistigen Drogen zu trennen. Im Jahr 1986 jedoch verbot die Single Convention of Drugs and Narcotic Substances Cannabis auf der ganzen Welt. Das Verbot beinhaltet Asien, Afrika, den Nahen Osten und südamerikanische Länder, Länder, in deren Landesgeschichte die Nutzung von Cannabis gängig war, bevor schwere, mit Hanf beladene Schiffe aus fernen Ländern in diese Länder segelten.

In den frühen Jahren der amerikanischen Kolonien wurden Produkte aus Industriehanf zum Schlüssel im Welthandel. Hanf wurde von der Regierung reguliert, aber die verschiedenen medizinischen Verwendungen der Marihuana Pflanze waren noch immer relativ unbekannt, in der alten und neuen Welt gleichermaßen. Als jedoch im Westen die vielfältigen Einsatzmöglichkeiten von Cannabis Therapien in der indischen Medizin entdeckt wurden, war der Einfluß von Cannabis Indica auf die europäischen und amerikanischen Praktiken schnell und stark.

Im 19. Jahrhundert, nach langem Studium indischer medizinischer Literatur und nachdem er mit einer Vielzahl indischer Gelehrter über Cannabis gesprochen hatte, begann der Chirurg William B. Shoughnessy von der British East India Company Cannabis Indica an seinen Patienten und Tieren und sogar an sich selber zu testen. Im Jahr 1839 verfaßte er einen Artikel mit dem Titel "Die Herstellung indischen Hanfs und Ganjas". Shoughnessy kam mit neuen medizinischen Verwendungsmöglichkeiten der Cannabis Pflanze nach Europa und Amerika. Shoughnessy hatte festgestellt, daß Cannabis bei Rheuma, Zuckungen, Muskelkrämpfen bei Tetanus und Tollwut half. Diese Forschung bleibt ein historisches Stück Literatur für die weitere Forschung in unserem Zeitalter.

In den späten 1800ern, nach Shoughnessy's Arbeit, zeichnete sich ein Anstieg der Cannabis Therapien in den Praktiken der westlichen Medizin ab. 1840 verfaßte ein französischer Arzt namens Louis Aubert Roche ein Buch über die Verwendung von Haschisch, um die Symptome von Typhus und der Pest zu behandeln. Im Jahre 1854 führte die Arzneimittelliste in den USA viele Einsatzmöglichkeiten für Cannabis Extrakte auf, darunter die Verwendung bei Gicht, Neuralgien, Tetanus, Tollwut, Cholera, Krämpfen, Spastik, Hysterie, Depression, Wahnsinn und der Periode und auch für den Einsatz für die Kontraktionen während der Geburt.

1890 kam Sir John Russell Reynolds, der Leibarzt von Queen Victoria, zu dem Schluß, daß Cannabis bei der Behandlung von Dysmenorrhoe, Migräne, Neuralgien, Krämpfen und Schlaflosigkeit nützlich sei. Reynolds erwähnte, daß Cannabis bei weitem das wirksamste Medikamente zur Behandlung schmerzhafter Krankheiten sei. Es ist nicht bekannt ob Reynolds oder andere westliche Ärzte um die sehr ähnlichen Empfehlungen von Shen Nung wußten, mehr als tausend Jahre zuvor in China geschrieben.

Zwischen den Jahren 1840 und 1890 wurden über 100 medizinische Artikel über Cannabis veröffentlicht, über den Einsatz von Cannabis bei Appetitlosigkeit, Schlaflosigkeit, Migräne, Schmerzen, unwillkürliches Muskelzucken, Reizhusten und beim Entzug bei Abhängigkeit von Alkohol oder Opiaten. Sir William Osler, auch bekannt als Vater der modernen Medizin, vermerkte im Jahre 1915 in seinem medizinischen Lehrbuch, daß Cannabis die wirkungsvollste Behandlung bei Migräne Kopfschmerzen sei. Während dieser Zeit gab es mindestens 30 verschiedene Cannabis Präparate, die von führenden pharmazeutischen Unternehmen in ganz Nordamerika hergestellt wurden, obwohl die subkutane Injektion von Morphium, zusammen mit Asprin und anderen Medikamenten bereits die traditionellen pflanzlichen Arzneimittel ersetzten.

Thomas Jefferson, George Washington und viele Gründerväter hatten die vielfältigen Einsatzmöglichkeiten von Hanf gepriesen, aber ihre Meinungen wurden durch die industrielle Revolution und radikal neu erfunde Werte der Amerikaner verworfen. Durch eine Innenpolitik, die von kapitalistischen Ideen und Vorurteilen gegenüber Menschen anderer Hautfarbe angetrieben wurde, wurden 1937 die Hauptnutzer von Cannabis als Freizeitdroge im Marihuana Tax Act kriminalisiert, dieser Gestzesentwurf machte jedwede legale Verwendung von Hanf durch die Einführung unerschwinglich hoher Steuern unmöglich.

In den geschlossenen Kongressanhörungen im Jahr 1937, kämpfte die American Medical Association vehement gegen das Verbot medizinischem Marihuanas. Die Aussage von Dr. Williams C. Woodward kritisiert das Verfahren und deren Absicht in Reaktion auf den Gesetzgeber.

Unter all dem, was Du bisher gehört hast, gab es keine Äußerung irgend eines Arzt über den übermäßigen Gebrauch, noch über übermäßigen Vertrieb von einem Apotheker. Doch die Last dieses Gesetzes lastet schwer auf den Ärzten und Apothekern und wie ich meine, möglicherweise am stärksten auf allen Landwirten in unserem Land.

Was wir nicht verstehen können, Herr Präsident, ist, warum der Gesetzesentwurf in den vergangenen zwei Jahren im Geheimen ohne jede Initiative organisiert wurde, auch für den Beruf, für den er vorbereitet wurde. Keine Person aus dem medizinischen Sektor würde den Gesetzesentwurf mit einer Medizin in Verbindung bringen, ohne es komplett durchzulesen, denn Marihuana ist keine Droge, sondern einfach ein Name für Cannabis.

Nach einer Falschdarstellung eines standard Medikaments, das in der medizinischen Praxis seit fast einem Jahrhundert verwendet wurde, wurde durch den Einbau eines mexikanischen Slang Wortes, Marihuana, beim Abgabengesetz von 1937 ein perfektes Beispiel dafür, was Gesellschaftskritiker wie Noam Chomsky "einen Konsenz herstellen" nannten. Der Ausschuß war nicht verunsichert oder verlegen ob des demokratischen Prozesses. Auf seine direkte und ehrliche Meinung hin wurde Dr. Woodward mit folgender Aussage bedacht.

Sie sind hierbei nicht hilfreich. Wenn Sie Vorschläge zur Gesetzgebung machen wollen, sollten Sie mit einigen konstruktiven Ideen und nicht nur Kritik hierher kommen, anstatt zu versuchen, der Regierung bei ihrem Versuch etwas zu erreichen, ihr Hindernisse in den Weg zu legen.

Trotz der Interessen der American Medical Association und einer Reihe pharmazeutischer Unternehmen, wie Ely Lilly and Parke-Davis und ohne Berücksichtigung der zahlreichen Hanffaser Industrien, wie die Ford Corporation und die vielen Tausende amerikanischer Bauern, verbot die Regierung der Vereinigten Staaten Cannabis und alle seine Verwendungszwecke. Dies beruhte einzig und allein auf den Lügen bestimmter Gesetzeshüter des Bundes, die von dem Zeitungsmagnaten William Randolph Hearst unterstützt wurden. Hearst verursachte im Land eine Hysterie über eine bösen Droge namens Marihuana, die direkt aus der Hölle stamme. Da die meisten Menschen ohne Kenntnisse oder Erfahrungen mit Marihuana Pflanzen sind, waren die meisten Amerikaner leicht von dem zu überzeugen, was man ihnen sagte. Nur wenige Menschen waren sich des Verlustes bewußt und was dies für die medizinische Wissenschaft bedeutete. Zurückblickend wird klar, daß die Geschichten von Mord und Totschlag, die überall in den Vereinigten Staaten veröffentlicht wurden, dazu bestimmt waren, die Hanf Industrie zu zerschlagen, da sie den Zellulosepapierherstellern, wie dem Industriellen Hearst und einem synthetischen Faserhersteller namens Dupont, Probleme verursachte. So wie die Geschicke der europäischen Gerichte auf dem Rücken der Hanfanbauer gebaut wurden, wurden moderne industrielle Vermögen auf Zerstörung gebaut. Politiker und Strafverfolgungsbehörden hatten durch das Verbot des wertvollen Krautes Cannabis eine ganz neue Grenze gesichert.

Bis 1942 konnte Cannabis legal verschrieben werden, aber die medizinische Verwendung hatte sich wegen der Steuer darauf verringert. In diesen Jahren des "Kifferwahns" hat die Propaganda geholfen, Amerikas Erinnerung an Hanf auszulöschen, das Material, das verwendet wurde, um sowohl die Unabhängigkeitserklärung, als auch die Verfassung der Vereinigten Statten zu verfassen. Während des Zweiten Weltkriegs wurde die industrielle Verwendung von Hanf von der US Regierung weitgehend gefördert, um die amerikanischen Armeen im Ausland ausstatten, aber als der Krieg kurz vor dem Ende stand, wurde der patriotische Hanf zu etwas trivialem in der Geschichte und vergessen. Obwohl Henry Ford ein Auto aus Hanf baute, das stärker war als Stahl, wurde seine große Erfindungsgabe recht schnell vergessen, so wie unser Vertrauen in eines der nützlichsten Medikamente der Natur.

Die Erforschung von Cannabis und seine zahlreichen medizinischen Nutzen, war für mehrere Jahrzehnte äußerst gering. Zwar wurden zwischen 1938 und 1965 mehr als 2500 Artikel über Opiate geschrieben, aber es gab während dieser Zeitspanne nur 175 Studien über Cannabis. Bis in die 1960er herrschte erzwungene Unwissenheit, als die kulturelle Revolution das Thema in ein neues Licht rückte.

Die Renaissance des Cannabis Bewußtseins

Mit bei den amerikanischen Jugendlichen zunehmender Popularität von Marihuana in den 1960er Jahren, begann ein Wiederaufleben der wissenschaftlichen Forschung, doch das Problem der Bundesmandate machte eine unvoreingenommene Untersuchung bald fast unmöglich. Während der damailge Präsident im Weißen Haus, Kennedy, Cannabis verwendete, um schwere Rückenschmerzen zu lindern, verschärften spätere Präsidenten die US Drogenkrieg Politik durch ihre Erlasse radikal. Präsident Richard Nixon machte während seiner Wahlkampagne ein Versprechen, daß er hart gegen Drogen vorginge und nachdem er ins Amt gewählt wurde, machte er sich daran dieses Versprechen zu erfüllen. Fast sofort ließ er den Shafter Ausschuß das Marihuana Problem studieren; der Ausschuß kam zu dem Schluß, daß die meisten wichtigen Fragen vor allem eine Folge des Verbotes waren. Nach Erhalt dieser Informationen unterstützte Nixon die Entkriminalisierung, doch dann lehnte Nixon die Empfehlung ab, bevor sie veröffentlicht wurde. Der hochkarätige Harvard Professor Timothy Leary forderte die Strafverfolgungsbehörden heraus und war erfolgreich im Kampf gegen die fehlerhafte Logik des Marihuana Erlasses von 1937. Nachdem er diese Nachricht erhalten hatte, schrieb Nixon die nationalen Drogengesetze schnell wieder um und brachte Leary ins Gefängnis. Das Betäubungsmittelgesetz von 1970 hatte festgestellt, daß Marihuana als Klasse I Droge mit keinem medizinischen Wert und hohem Potenzial für den Missbrauch gelte und schuf somit große Hindernisse für die objektive Forschung.

Seit drei Jahrzehnten verlassen sich zahlreiche Politiker auf die Rhetorik des Drogenkrieges, um ihre Positionen zu diesem Thema zu unterstützen. Präsident Carter war der einzige wirkliche politische Entscheidungsträger, der auch nur erwägte das Gesetz für mögliche Veränderungen wieder aufzugreifen und auch dies war nur von kurzer Dauer. Das Erzwingen des Cannabisverbotes hat Milliarden von Dollar gekostet und Millionen amerikanischer Bürgern haben körperliche, geistige, wirtschaftliche und soziale Härten als Folge der Haltung der politischen und der Strafverfolgungsbehörden erlitten. Im Jahr 1997 prägte der Herausgeber und Chef des New England Journal of Medicine den Begriff der "Bundes Torheit" in einer Kritik an die Regierung wegen ihrer Verfolgung von 65 Millionen amerikanischen Menschen.

Neben den Millionen geständiger Kriminelle, erwähnten sowohl Präsident Bill Clinton und auch die Sprecherin des Repräsentantenhauses Newt Gingrich, die Verwendung von Cannabis für ihre Freizeitaktivitäten. Trotzdem schlagen sowohl die republikanische, als auch demokratische Partei vor, das Land gegen die viert beliebteste Droge zu verteidigen, was jedes Jahr mehr als eine halbe Million Menschen hinter Gitter bringt. Den amerikanischen Ärzten und Patienten waren Marihuana Gespräche durch die gesetzliche Definition auf den Missbrauchs beschränkt. Unabhängig von der sozialen Stigmatisierung, schwerwiegenden Strafen und Unwissenheit, hat sich das öffentliche Interesse an diesem Medikament verstärkt. Zu Beginn des neuen Jahrtausends hat sich alte Weisheit in moderne Folklore weiterentwickelt.

Als das Zeitalter der Krebs Chemotherapie und AIDS anbrach, hatte Cannabis in der öffentlichen Meinung ein besseres Image bekommen. Im Jahr 1998 unterstützten bemerkenswerte 96% der befragten Personen die medizinische Verwendung von Marihuana, als sie von CNN News befragt wurden. Ebenfalls im Jahr 1998 ergab eine Umfrage durch den Microsoft News Broadcasting Service, daß 90% der Öffentlichkeit die Verwendung von Marihuana für medizinische Zwecke akzeptierten. Während CBS im Jahr 1997 berichtet, nur 65% wären dafür, dachten 20% der Befragten es sollte auch legalisiert werden. Die American Civil Liberties Union Umfrage von 1996 stellte fest, daß 79% der Amerikaner sich einig waren, daß es eine gute Idee wäre, Ärzten zu ermöglichen, Cannabis zu verschreiben und von diesen 79% berichteten 25% sie würden einen Freund oder Verwandten kennen, der es für medizinische Zwecke verwende. Alle diese Berichte wurden geschrieben vor Erscheinen des Berichts des Institutes für Medizin (IOM Bericht): Marihuana und Medizin, Beurteilung der wissenschaftlichen Basis im Jahr 1999. Hiernach ergab ein Galopp Umfrage, daß 73% der amerikanischen Bevölkerung darin übereinstimmten, daß Marihuana zur Verfügung gestellt werden sollte, um Schmerz und Leid der Menschen zu verringern.

In den USA sind nun Zehntausende kranker Amerikaner gesetzlich zertifizierte Nutzer medizinischen Marihuanas. Viele Staaten haben die Verwendung legalisiert, solange sie von einem Arzt empfohlen wird und mindestens 20 andere Staaten haben erwogen, es zur Abstimmung zu bringen. Die Bewegung es zu legalisieren ist stark von der heuchlerischen "Bundes Torheit" verkrüppelt. Obwohl zahlreiche Beweise die Sicherheit und Nützlichkeit medizinischen Marihuanas unterstützen, wird es noch immer in Klasse I eingestuft, zusammen mit Substanzen wie LSD, PCP, Heroin und Methamphetamin und anderen sehr gefährlichen Drogen. Unabhängig davon, was die Mehrheit der Menschen unterstützt, wird das Bundesgesetz im ganzen Land durchgesetzt.

Marinol, ein Medikament das Cannabinoid enthält, nämlich Delta-9 tetrahydrocannibinol (THC), ist für magersüchtige AIDS Patienten legal verfügbar, um den Appetit zu stimulieren und bei Krebspatienten zur Verwendung während der Chemotherapie, um Übelkeit einzudämmen. Mit diesen Anwendungen hat Marinol dazu beigetragen, den Nutzen von Marihuana in anderen Bereichen der medizinischen Praxis zu erkennen.

Intelligente Gespräche herauszufordern dürfte jedoch durchaus noch immer eine schwierige Aufgabe sein. Die Lieferanten verteilen die natürlichen Medikamente an Patienten, die in vielen nordamerikanischen Städten dazu qualifiziert sind, trotz der Anordnungen des Bundesgerichtes. Selbst in den Staaten, die Gesetze zum Schutz der Patienten vor Strafverfolgung erlassen haben, gibt es in der Strafverfolgung kein Standardprotokoll für die wachsende Präsenz von Cannabis. Auf dem Spiel stehen in diesem Kampf das Recht auf Leben, Freiheit und das Streben nach Glück. In diesem Fall das Recht der Patienten, das Recht der Ärzte auf freie Meinungsäußerung, die Rechte der Menschen mit Behinderungen und die Rechte bestimmter Staaten, die die Verwendung medizinischen Marihuanas in Verletzung des Bundesrechts genehmigt haben. Riesige juristische Auseinandersetzungen sind die Schlagzeilen, für die die obersten Drogenbekämpfer mit ihrer unmenschlichen und irrationalen Politik sorgen. Gefangen in dieser Schlacht ist die ständig wachsende Zahl von Patienten, die täglich beim Ringen ums Überleben ein Verbrechen begehen.

Heute ist allgemein bekannt, daß Marihuana zahlreiche medizinische Nutzen hat. Selbst das White House Office Of National Drug Control Policy hat zugegeben, daß es nicht leugnen könne oder bestreite, daß Marihuana trotz jahrzehntelanger Verweigerung als Medizin verwendet werden kann. Die Forschung ist bei weitem noch nicht abgeschlossen, noch viel mehr Informationen können mit einer Reihe unterschiedlicher Quellen zusammengestellt werden. Im Jahr 1993 führte Peter Nelson vom Beratenden Ausschusses für Illegale Drogen in Australien seine Überprüfung der wissenschaftlichen Literatur durch. Er stellte fest, daß seit den 1940er Jahren mindestens 4000 Artikel, Bücher und Monographien über alle Aspekte von Cannabis veröffentlicht wurden. Andrew Weil von der amerikanischen Gesundheitsbehörde hatte erwähnt, daß die gesamte Berichterstattung über Cannabis mehrere Sattelzüge füllen könnte. Laut Lester Grinspoon, einem Harvard Psychiater, wissen wir mehr über dieses Medikament als über fast jede andere verschreibungspflichtige Medizin, die wir heute verwenden.

Ein Programm namens "The Compassionate Investigatory New Drug Program" begann im Jahr 1978 damit, von der Regierung gezüchtetes Marihuana an einige wenige, ausgewählte medizinische Marihuana Patienten zu verteilen und noch heute liefert das Programm an die verbliebenen Patienten 300 Marihuana Zigaretten pro Monat. Im Jahr 1992 wurde das Programm eingestellt, weil neue Bewerbungen von Tausenden Patienten mit AIDS abzusehen waren.

Vier Jahre später wurde medizinisches Marihuana in Kalifornien und Arizona wegen der medizinischen Marihuana Initiativen in beiden Staaten zugelassen, Präsident Clinton gewährte eine Million Dollar, damit die bestehende Forschung überprüft wurde. Im Jahr 1999 veröffentlichte das Institut für Medizin das Ergebnis dieser Forschung über Marihuana und Medizin: nach Beurteilung der wissenschaftlichen Basis, hatten die Autoren berichtet, daß die gesammelten Daten einen möglichen therapeutischen Wert für Cannabinoid Medikamente indizierten; vor allem zur Linderung von Schmerzen, Appetitanregung, Übelkeit. Die Regierung hatte dieser natürlichen medizinischen Ressource endlich offizielle Anerkennung gewährt. Wie erwartet waren im Abschlußbericht des Institutes für Medizin nicht alle möglichen Vorteile notiert.

Das Isolieren einiger der vielen Wirkstoffe, die in Cannabisharz vorkommen, hat viele verschiedene Studien angeregt, die auch ohne die Verwendung von natürlichen Materialien auskommen, die für Studien immer noch fast unmöglich zu erhalten sind. Nach dem Bericht des IOM im Jahr 1999 hatte das Weiße Haus versprochen, die Forschung für medizinisches Marihuana zu unterstützen, aber nur eine Studie durfte durchgeführt werden. Freiwillige, die sich selbst mit eigenem Marihuana versorgen, haben der heutigen Forschung eine zusätzliche Option eröffnet, sowie Studien in Ländern, die den Cannabiskonsum nicht so streng regulieren, stellen eine weitere Quelle für Informationen dar. Während die USA die Entwicklung der Cannabis Forschung verhindert, legen viele wissenschaftliche Berichte nahe, daß es eine Reihe möglicher medizinischer Nutzen hat.