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Alles, was Du über den Cannabisanbau in Erde wissen musst

Cannabisanbau in Erde

ERDE: DIE GRUNDLAGE FÜR DEINEN ERFOLGREICHEN CANNABISANBAU

Wenn es darum geht Dein eigenes Cannabis anzubauen, musst Du einige Punkte beachten, um am Ende das bestmögliche Marihuana ernten zu können. Neben den sehr wichtigen Faktoren Beleuchtung, Wasser und Ventilation benötigt Cannabis (wie jede andere Pflanze auch) ein Wachstumsmedium. Falls Du Dein Cannabis nicht hydroponisch anbaust, ist Erde das beliebteste und bevorzugte Medium.

Aber für den Anbau von Cannabis kannst Du nicht einfach in den nächsten Blumenladen spazieren und eine gewöhnliche Blumenerde für Zierpflanzen und Blumen kaufen. Ganz so einfach ist es dann doch nicht! Natürlich können Cannabispflanzen auch in dieser Art von Boden wachsen, aber sie werden nicht ihr maximales Potential erreichen. Cannabis benötigt eine spezifische Zusammensetzung des Bodens, um perfekt zu wachsen.

Mit diesem Text möchten wir Dir einen detaillierten Überblick darüber geben, was einen cannabisfreundlichen Boden ausmacht und woran Du ihn erkennen kannst. Wir werden Dir auch Tipps geben, wie Du die perfekte biologische Supererde selbst herstellst.

Lass uns loslegen!

WICHTIGE FAKTOREN BEI ERDE ALS WACHSTUMSMEDIUM

Wichtige Faktoren Bei Erde Als Wachstumsmedium

Eine gute Erde ist die Grundlage für einen erfolgreichen Anbau. Falls die Erde schlecht ist, kann jeder andere wichtige Aspekt Deines Anbaus nicht sein volles Potenzial entfalten. Aber was sind die entscheidenden Faktoren, die eine gute Erde ausmachen?

Die wichtigsten Eigenschaften der Erde (neben den enthaltenen Nährstoffen) sind Textur, Entwässerung und Wasserretention. Eine ausgewogene Mischung aus Wasser und Sauerstoff an den Wurzeln ist während des gesamten Lebenszyklus unumgänglich, damit Dein Cannabis gedeihen kann. Falls die Erde überwässert wird, ist nicht genug Sauerstoff vorhanden. Falls die Erde hingegen das Wasser nicht halten kann, können die Wurzeln durch Austrocknen geschädigt werden.

Die beste Erde ist die, die eine leichte Textur aufweist und gerade genug Wasser aufnehmen kann - aber dazu später mehr.

Es gibt ein paar Optionen, um die Textur sowie die Entwässerungs- und Wasserrückhaltungskapazität Deiner Erde zu verbessern. Am gebräuchlichsten ist es Perlit in das Anbaumedium zu mischen (falls nicht bereits welches enthalten ist). Das sind sehr leichte, luftige, weiße "Steine", die der Mischung Sauerstoff zuführen. Sie erhöhen auch die allgemeine Drainagefähigkeit Deiner Erde.

Vermiculit ist eine weitere Option, die schwere Böden "auflockert" und die Wasserretention verbessert. Kokoscoir wird aus Kokosnussschalen hergestellt und verbessert ebenso die Wasserretention, macht die Erde jedoch nicht zu schwer. Auf diese Weise entwickeln sich die Wurzeln viel schneller und die Pflanzen sind weniger anfällig für Überbewässerung. Cannabispflanzen scheinen Wurmkompost zu lieben - ja, das sind im Grunde die Exkremente von Würmern! Sie verbessern die Textur, Drainage und Feuchtigkeitsretention Deiner Erde. Außerdem enthalten sie normalerweise einen hohen Gehalt an nützlichen Mikroorganismen, was einen Vorteil gegenüber den anderen aufgeführten Möglichkeiten darstellt.

WIE MAN GUTE (UND SCHLECHTE) ERDE ERKENNT

Wie Man Gute (Und Schlechte) Erde Erkennt

Die meisten Grower kaufen kommerzielle Bodenmischungen, die für den Anbau von Cannabis hergestellt wurden. In der Regel sind dies bereits wirksame Erdmischungen. Aber für diejenigen, die nicht ganz sicher sind, erklären wir nun, was sie von hochwertiger Erde erwarten dürfen.

Im Allgemeinen sollte gute Erde dunkel und reich erscheinen, eine lockere Textur aufweisen, gut entwässern und das Wasser halten, ohne zu schlammig zu werden. Gut Entwässerung bedeutet, dass sich das Wasser nicht länger als ein paar Sekunden auf der Erde sammelt und es nicht ewig dauert, bis sämtliches Wasser abgelaufen ist.

Gut für Cannabis ist zum Beispiel eine reiche und leicht kompostierte Erde. Es empfiehlt sich, die Erde durch die Finger rinnen zu lassen. Auf diese Weise erhältst Du ein gutes Gefühl für die Textur und die Gesamtqualität. Ein leichter, aber reichhaltiger Boden stellt einen tollen Ausgangspunkt dar. Du kannst dann nach Belieben Perlit oder eine der oben genannten Optionen hinzufügen. Es hängt davon ab, wie gut Deine Erde drainiert sein sollte. Falls Du zum Beispiel viele zusätzliche Nährstoffe verwenden möchtest, solltest Du mehr Perlit verwenden. Das Gegenteil gilt, falls Du nicht vorhast, viele Ergänzungen hinzuzufügen. Falls Du überhaupt keine Nährstoffe einsetzen möchtest, kannst Du Deine eigene Supererde herstellen (dazu später mehr).

Im Gegensatz dazu kannst Du schlechte Erde daran erkennen, dass sie schlammig, klumpig und durchnässt ist. Sie hält zu viel Feuchtigkeit zurück und erhöht das Risiko einer versehentlichen Überbewässerung. Außerdem sollten nicht zu viele Hackschnitzel sichtbar sein. Diese Holzschnitzel signalisieren, dass Dein Boden noch nicht vollständig kompostiert ist, was bedeutet, dass all die nützlichen Eigenschaften des Holzes Deinen Cannabisdamen nicht zur Verfügung stehen werden. Falls die Erde wie ein fester Gegenstand aussieht, enthält sie zu viel Wasser und nicht ausreichend Luft.

Rein vorsorglich müssen wir auch etwas erwähnen, was hoffentlich niemand jemals machen wird: Verwende auf keinen Fall verschmutzte Erde von draußen! Wir wissen, dass manch einer gerne billige Lösungen bevorzugt, um die Kosten gering zu halten, aber so funktioniert es ganz einfach nicht.

DIE BESTE ERDE FÜR INDOOR- UND OUTDOOR-CANNABIS

Die Beste Erde Für Indoor- Und Outdoor-cannabis

Abhängig davon, ob Du Dein Weed im Innenbereich oder unter freiem Himmel anbaust, muss die Erde etwas unterschiedliche Anforderungen erfüllen.

Der beste Boden für Indoor-Cannabis ist entweder kommerzielle Erde, die speziell für den Anbau von Cannabispflanzen gedacht ist oder Supererde. Dir stehen mehrere hochwertige kommerzielle Optionen zur Auswahl. Diese sollten allerdings ökologisch sein und keine Chemikalien mit Depotwirkung enthalten, die zeitverzögert abgegeben werden. Was Indoor-Cannabis angeht, halten viele Supererde für die beste Lösung, da sie die richtige Balance zwischen Kohlenstoff, Stickstoff, Phosphor und einer Vielzahl anderer wichtiger Nährstoffe bietet.

Falls Dein Anbau draußen in einem Garten stattfindet, musst Du in der Regel Erde verwenden, die bereits von Natur aus vorgegeben ist. Dabei sind drei Haupttypen von Böden wichtig: sandige, lehmige und tonhaltige. Meist ist die Erde eine Mischung aus diesen drei Elementen in verschiedenen Verhältnissen. Abhängig von den jeweiligen Verhältnissen weisen sie dann unterschiedliche Qualitätsgrade auf. Beim Anbau im Freien ist es ratsam, ein Loch zu graben, das groß genug ist und die biologische Supererde zu verwenden, zu der wir Dir später noch einiges erklären werden. Alternativ könntest Du Töpfe mit Pflanzen verwenden, die draußen aufgezogen werden. Bei dieser Option gilt alles, was wir oben über Indoor-Erde gesagt haben.

WAS IST BIOLOGISCHE SUPERERDE?

Was Ist Biologische Supererde?

Wir haben die Supererde bereits mehrfach erwähnt und werden Dir jetzt genau erklären, worum es sich dabei handelt. Der entscheidende Faktor ist Leben: Eine echte Supererde steckt voller Leben. Um Dir einen Eindruck davon zu vermitteln, was das eigentlich bedeutet: Ein mit organischer Erde gefülltes Glas enthält mehr individuelle Lebewesen als es Menschen auf der Erde gibt. Das ist überwältigend, nicht wahr?

Biodiversität ist das Schlüsselwort, wenn es um eine richtige organische Supererde geht. Das Bodenleben ist von der Vielfalt abhängig. Jeder Organismus erfüllt im Netz des Lebens einen bestimmten Zweck. Dieses Netz ist nicht nur selbsttragend, sondern auch in der Lage leicht verfügbare Nährstoffe für Deine Pflanzen umzuwandeln und bereitzustellen. Wenn Du bei Deinem Anbau organische Supererde einsetzt, wird es in der Regel ausreichen, einfach nur noch Wasser hinzuzufügen, wenn es benötigt wird. Das ist alles!

Aber aus welchen Komponenten setzt sich die perfekte Supererde zusammen?

WIE DU DEINE EIGENE BIOLOGISCHE SUPERERDE HERSTELLST

Wie Du Deine Eigene Biologische Supererde Herstellst

Zunächst einmal erfordert die Herstellung Deiner eigenen Supererde auch ein wenig Experimentierfreude. Wenn Du Deinen Grundmix fertiggestellt hast, können über die Jahre einige kleinere Anpassungen erforderlich werden.

Für den Anfang kannst Du entweder ein kommerzielles Bodenprodukt als Basis verwenden, auf dem Du aufbaust oder Du kannst Deine Supererde von Grund auf selbst produzieren. Für diesen Artikel haben wir uns dazu entschieden sie von Grund auf selbst herzustellen.

Du beginnst mit Deiner Basismischung. Dafür musst Du Kompost, organisches Material (wie zum Beispiel Torfmoos oder Kokoscoir) und Belüftungsmittel (Perlit oder Vermiculit) zu gleichen Teilen vermischen. Dieser Basismix wird ungefähr 20% des Gesamtvolumens Deiner endgültigen Erdmischung ausmachen. Eine bewährte Faustregel für dieses Rezept lautet: 1 Teil Kompost, 1 Teil organisches Material und 1 Teil Belüftungsmittel.

Als nächstes musst Du eine Pilzpopulation etablieren. Eine abwechslungsreiche Mikrobiologie in Deiner Erde wird genau dies bewirken. Pilze entwickeln Mykorrhiza-Beziehungen zur Rhizosphäre (dem Wurzelsystem Deiner Pflanzen). Es handelt sich im Grunde genommen um eine symbiotische Freundschaft, von der sowohl die Pilze als auch Deine Cannabispflanzen profitieren. Großartige Ergänzungen zum Aufbau des Pilzlebens sind zum Beispiel Seetangmehl (30g auf 19l), Huminsäure (30g auf 19l) und Mykorrhiza-Impfmittel/Endomykorrhizapulver (¼-½ Teelöffel auf 3,8l).

Dann musst Du außerdem eine Bakterienpopulation etablieren. Dies ist ebenso wichtig wie eine Pilzpopulation und hilft, Zucker abzubauen und in leicht verfügbare Makro- und Mikronährstoffe umzuwandeln. Es wird das Immunsystem Deiner Pflanzen zusätzlich etablieren und erhalten, damit sie widerstandsfähiger gegen Schädlinge, Krankheiten und widrige Umweltbedingungen sind. Zutaten, die nützliche Bakterien liefern, sind beipielsweise Vermiculit (bis zu 20% des Gesamtsubstrats) und Fledermaus-Guano (bis zu 5% des Gesamtsubstrats).

Der letzte Schritt besteht darin, Deine organische Supererde-Mischung mit Quellen für Makro- und Mikronährstoffe zu verstärken. Üblicherweise werden diese Nährstoffe über Düngemittel in Flaschen angeboten. Bei organischer Supererde ergänzt Du sie stattdessen bereits in der Basismischung, damit sie als Nahrung für Deine Pflanzen freigesetzt und/oder abgebaut werden können. Es gibt mehrere Ergänzungen, die Du verwenden kannst, um Deine Erdmischung zu stärken. Hier sind einige Beispiele mit den wichtigsten Nährstoffen oder Nutzen, die sie zu bieten haben.

• Blutmehl (Stickstoff)
• Knochenmehl (Stickstoff, Kalzium)
• Phosphat (Phosphor)
• Bittersalz (Magnesium)
• Schalentiermehl (Stickstoff, Phosphor, Kalzium, Magnesium)
• Dolomitkalk (pH-Wert, Magnesium)
• Azomit (Mikronährstoffe)
• Holzasche/Biokohle (Kalium)

Wenn Du diese Schritte befolgt hast, besitzt Du eine fantastische biologische Supererde, auf die jeder Grower stolz sein kann. Verwende sie als Grundlage für Deinen Anbau und wirst feststellen, wie gut Deine Cannabispflanzen wachsen und wie erstaunlich sie gedeihen. Jetzt musst Du nur noch die anderen Wachstumsfaktoren berücksichtigen. Die gute Nachricht ist, dass Du Dir mit Deiner organischen Supererde keine Gedanken mehr darüber machen musst, wie Du Deine Pflanzen richtig ernährst – es reicht aus, ihnen das benötigte Wasser zu geben! Dies macht Deinen Kopf frei für all die anderen Dingen, an die ein Grower denken muss, um erfolgreich zu sein.

Wir wünschen Dir einen grünen Daumen!