Wie Viele Cannabispflanzen Können Pro Quadratmeter Angebaut Werden?

WIE VIELE CANNABISPFLANZEN KÖNNEN PRO QUADRATMETER ANGEBAUT WERDEN?

Luke Sholl
Luke Sholl
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Beim Anbau von Cannabis geht es natürlich darum, zur Erntezeit so viele dicke Blüten wie möglich in das Glas zu bekommen. Der Anbau von zu vielen oder zu wenigen Pflanzen kann den Ertrag beeinträchtigen und eine unerwünscht lange Zeit in Anspruch nehmen. Der Anbau mehrerer Sorten mit unterschiedlichen Wachstumsmerkmalen kann Pflanzen mit einer kleineren Statur benachteiligen. Es kann eine Art Gratwanderung sein, jedoch eine, die eigentlich leicht zu bewältigen ist.

Wie viele Pflanzen kannst Du also auf einem Quadratmeter Anbaufläche anbauen? Diese Frage hat eine vielschichtige Antwort, die von einer Reihe von Faktoren abhängt.

Die einfache Antwort ist: 1–8 Pflanzen pro Quadratmeter anzubauen. Die ermöglicht die passenden Bedingungen, die von den Pflanzen benötigt werden:

  • Eine angemessene Topfgröße für die Wurzeln und damit für die gesamte Entwicklung der Pflanze
  • Großzügige Lichtverteilung über die gesamte Anbaufläche
  • Angemessener Luftstrom über das Wachstumsmedium und alle Pflanzenoberflächen
  • Einfacher Zugang für regelmäßige Wartung

ANBAUFLÄCHE

ANBAUFLÄCHE

Die Größe Deines Anbauraums bestimmt die Anzahl der Töpfe, die hineinpassen. Je nach Anbaustil kann dies eine große Anzahl kleinerer Kübel - wie in einer SOG-Anlage - oder einige große Kübel für größere Pflanzen in einem ScrOG- oder DWC-Grow bedeuten, die von Natur aus mehr Platz einnehmen.

ANBAUSTIL

Je nachdem, wie die Pflanzen behandelt werden, können sie unterschiedliche Anforderungen an den Anbauraum stellen:

  • Pflanzen, die auf natürliche Weise wachsen, nehmen sowohl Höhe als auch Fläche ein.
  • runtergebundene Pflanzen nehmen weniger Höhe ein, aber mehr Fläche.
  • SOG wird weniger Fläche pro Pflanze benötigen und erfordert weniger Höhe.
  • ScrOG wird mehr Fläche pro Pflanze benötigen und hat noch geringere Höhenanforderungen.
  • Topping, Fimming und LST verringern die Höhe und erhöhen gleichzeitig das Volumen.

ANBAUSTIL

SORTENAUSWAHL

Eine Selektion an Cannabissorten zu haben, aus denen man auswählen kann, hat seine Vorteile. Du kannst Dir aussuchen, was zu Deiner Stimmung oder Deinen Aktivitäten passt. Wenn Du die Sorten regelmäßig wechselst, baust Du außerdem viel langsamer eine Toleranz auf. Im Anbauraum kann es jedoch schwierig sein, verschiedene Sorten nebeneinander anzubauen.

Große Sorten neben kleinen Sorten anzubauen, kann dazu führen, dass die kleineren Sorten nicht genug Licht bekommen. Das Licht muss außerdem höher aufgehängt werden, um die höheren Pflanzen nicht zu verbrennen. Den kleineren Pflanzen fehlt dadurch wichtiges Licht, das sie für die Entwicklung von Blüten benötigen. In diesen Situationen bieten Trainingtechniken einen großen Vorteil.

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LAMPENTYPEN UND LICHTSTÄRKE

LAMPENTYPEN

Die Lichtstärke ist sehr wichtig, um zu bestimmen, wie viele Pflanzen Du in den Growraum stellen kannst. Je stärker die Lichtleistung, desto größer die beleuchtete Fläche und desto mehr Pflanzen können angebaut werden. Du solltest herausfinden, wie viel Fläche Deine Lampe erreicht und wie viel Fläche Dir also für den Anbau von gesunden Pflanzen zur Verfügung steht.

HID-Lampen – NDL und MH

Die effektive Beleuchtungsfläche für die verschiedenen Wattzahlen von Hochdruck-Entladungslampen stellt sich wie folgt dar:

  • 150W: 60 × 60cm
  • 250W: bis zu 80 × 80cm
  • 400W: bis zu 1 × 1m
  • 600W: bis zu 1,2 × 1,2m
  • 1000W: bis zu 1,5 × 1,5m

CFLs & ANDERE LEUCHTSTOFFRÖHREN

Diese Art von Lichtquelle hat nur eine minimale effektive Beleuchtungsfläche und erfasst nur den Bereich unmittelbar unter den Lampen. Der Abstand zum Blätterdach sollte nur 5–10cm betragen, die gesamte Pflanze sollte nicht weiter als 30cm von der Lampe entfernt sein, sonst liegt sie außerhalb des Wirkungsbereichs.

LEDs

Die beleuchtete Fläche von LEDs variiert je nach Leistung und Chips (weiß, blau, UV, Infrarot). Beachte die Empfehlungen des Herstellers für eine maximale Effektivität.

LICHTSTÄRKE PRO PFLANZE

Lichtstärke Pro Pflanze

Deine Pflanzen benötigen eine Mindestmenge an Watt oder Lumen pro Pflanze, um zu wachsen. Die gewünschte Wattzahl beträgt mindestens 75 Watt pro Pflanze für HID-Lampen und 150 Watt pro Pflanze für CFL- und Leuchtstofflampen.

Eine Unterschreitung dieser Mindestanforderungen führt zu einem langsamen Wachstum und einer unbefriedigenden Blütenentwicklung. Achte darauf, dass Deine Pflanzen genügend Licht bekommen, damit sie richtig wachsen können!

Die einfachste Berechnung für HID-Beleuchtungen ist, die Wattzahl Deines Lichts durch 75 zu dividieren (und das Ergebnis aufzurunden). Zum Beispiel:

  • 150W HID ÷ 75W = 2 Pflanzen
  • 250W HID ÷ 75W = 3,3 oder 4 Pflanzen
  • 400W HID ÷ 75W = 5,3 oder 6 Pflanzen
  • 600W HID ÷ 75W = 8 Pflanzen
  • 1000W HID ÷ 75W = 13,3 oder 14 Pflanzen

Wenn Du eine CFL verwendest, teile durch 150W. Wenn Du z.B. 400W CFLs verwendest:

  • 400W CFL ÷ 150W = 2,6 oder 3 Pflanzen

Denke daran, dass dies die Mindestanforderungen für ein gesundes Pflanzenwachstum sind. Mehr ist immer wünschenswert, aber es gilt die Kosten, den Platz und Stromverbrauch zu berücksichtigen. Sicherheit und die Gesundheit der Pflanzen sollten ebenfalls berücksichtigt werden. Eine 600W-Lampe in einem Schrank sorgt für Überhitzungsprobleme, die für die Pflanzengesundheit schlecht sind – und Du könntest Dein Haus niederbrennen.

TOPFGRÖßE & -TYP

Cannabis Topfgröße & -typ

Nachdem das verfügbare Licht für ein effektives und effizientes Wachstum berücksichtigt wurde, steht als nächstes die Auswahl der Topfgröße auf der Liste. Die Topfgröße bestimmt die Größe der Wurzelzone, die wiederum die Größe der Pflanzen bestimmt. Kleine Pflanzen für den SOG-Anbau brauchen nur kleine Töpfe, wenn Du aber größere Pflanzen anbaust, brauchst Du auch größere Töpfe.

Als allgemeiner Leitfaden für die Größe von per Hand gegossenen Pflanzen kann gelten:

Groß (cm)
Topfgröße (Liter)
Durchmesser (cm)
30 7–11 25–28
60 11–15 28–33
90 15–25 33–38.5
120 25–40 38.5–50
150 40+ 50+

Zu kleine Töpfe können Pflanzen verkümmern lassen und zu Bedingungen führen, die sich wie ein Nährstoffmangel auswirken.

Eine weitere zu berücksichtigender Faktor ist, dass das Blätterdach der Pflanze möglicherweise über den Topf hinauswächst. Denke daran, um jeden Topf herum genügend Platz zu lassen, damit sich die Pflanzen während des Wachstums ausdehnen können. Wenn Du zu viele Pflanzen hast, kann dies die wertvolle Luftzirkulation beeinträchtigen und ideale Bedingungen für unerwünschte Krankheitserreger schaffen.

Die Töpfe sollten für jede Wachstumsphase die richtige Größe haben. Topfe die Setzlinge in einen "Zwischentopf" um, nachdem sie aus dem Keimmedium herausgewachsen sind. Danach solltest Du sie noch einmal in ihren finalen Topf umtopfen. Auf diese Weise kann eine Überwässerung (und eine daraus resultierende Wurzelfäule und mangelnde Vitalität) vermieden werden.

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Das direkte Keimen in großen Töpfen ist in Ordnung, man muss aber auf die Bewässerungstechnik achten. Es geht sehr schnell, junge Pflanzen in großen Töpfen zu überwässern. Wenn Pflanzen jung sind und nur wenig Wurzeln entwickeln, sind sie noch zu klein, um große Mengen an Wasser zu transpirieren.

Achte darauf, dass Du das Nährmedium nicht zu umfassend gießt. Gieße lieber alle 3-4 Tage leicht in einem kleinen Kreis um die junge Pflanze herum. Wenn die Pflanze größer wird, gießt Du in einem immer größere werdenden Kreis. Sobald die Blätter auf einer Höhe mit dem Rand der Töpfe sind, kann eine normale Bewässerungsroutine beginnen.

GEWÜNSCHTE ERNTE & MÖGLICHKEITEN DER ERTRAGSOPTIMIERUNG

GEWÜNSCHTE ERNTE & MÖGLICHKEITEN DER ERTRAGSOPTIMIERUNG

Als Faustregel gilt, dass jedes spezifische Anbauraumvolumen ähnliche Erträge liefert, egal ob Du in kurzer Zeit viele Pflanzen anbaust oder nur wenige große Pflanzen über einen längeren Zeitraum hinweg. Faktoren wie die Sorte, die Fertigkeiten und die Lichtstärke spielen dabei eine große Rolle.

Aber acht kleine Pflanzen mit einer kurzen Vegetationsphase produzieren pro Fläche ungefähr den gleichen Ertrag wie eine große Pflanze, die über einen längeren Zeitraum angebaut wird. Jede Oberfläche von kleineren oder gut heruntergebundenen Pflanzen kann gut beleuchtet werden, während größere Pflanzen oft kleine unterentwickelte Blüten haben, je weiter sie vom Licht entfernt sind. Dafür haben sie insgesamt mehr Äste pro Pflanze.

Es gibt eine Reihe von Methoden, um den Raum und die Lichtdurchdringung optimal zu nutzen. Die Vegetations- und Pflegezeiten variieren von Methode zu Methode, können aber je auf ihre eigene Weise den Ertrag steigern.

1. SOG – SEA OF GREEN

SOG – SEA OF GREEN

Bei der Sea-Of-Green-Methode geht es darum, die Vegetationszeit so weit wie möglich zu verkürzen, den Ertrag zu maximieren und die Flächeneffizienz somit zu steigern. Hierfür verwendet man eine große Anzahl von kleinen Pflanzen anstatt nur ein paar größere Pflanzen.

Beim Anbau mit Stecklingen sind nach der Wurzelbildung der Klone nur zehn Tage Wachstumsphase erlaubt. Bei normalen und feminisierten Sorten ist eine Vegetationszeit von nur 3-4 Wochen erforderlich. Idealerweise hast Du am Ende ein ganzes Meer aus Hauptblüten und kaum Seitentriebe und Unterwuchs.

Die Töpfe sollten sehr klein sein, maximal 11l. Hohe, quadratische Töpfe sind hier besser als die größeren, aber ineffizienten und flachen runden Töpfe. Dies ermöglicht eine maximale Anzahl von Pflanzen, normalerweise so um die 8–16 pro Quadratmeter.

Die Pflanzen werden beschnitten, um die Verschattung ihrer Nachbarn zu kontrollieren. Die im Schatten liegenden unteren Seitenäste, die nicht viel Licht erhalten, werden entfernt. Dies bewirkt, dass die gesamte Energie der Pflanze auf die größeren Blütenstände gerichtet wird, die so volle Kanne Licht abbekommen.

Aufgrund der kurzen Durchlaufzeiten ist ein SOG ideal für kleinere Räume wie Schränke oder Zelte. Mit einer Mutterpflanze und einem separaten Vegetationsraum kann die nächste Charge in die Blüte gebracht werden, sobald die aktuelle Charge geerntet wurde.

2. SCROG – SCREEN OF GREEN

SCROG – SCREEN OF GREEN

Von Growern geliebt, von der Autokorrektur gehasst: Der ScrOG oder Screen Of Green ist Ideal, wenn Du nur wenig Platz zur Verfügung hast. Ein ScrOG begrenzt die Gesamthöhe, indem eine ganze Pflanze in eine grüne Fläche verwandelt wird.

Es hilft, sich frühzeitig in der Vegetation mit Topping und LST sowie während der Blütezeit mit Lollipopping oder Mainlining vertraut zu machen. Während die Pflanzen wachsen, werden sie gekappt, und die nachfolgenden Äste werden seitlich heruntergebunden, anstatt sie einfach frei wachsen zu lassen. Diese Methode braucht weniger Pflanzen, hat aber eine längere Vegetationszeit als die SOG-Methode.

Nachdem die Pflanzen getoppt wurden und eine Reihe von Seitentrieben entwickelt haben, die so heruntergebunden wurden, dass sie nun seitlich wachsen, wird ein Netz oder Gitter etwa 30cm über dem Topf entfernt angebracht. Dafür kann beispielsweise ein Drahtzaun mit großen Maschen oder ein Kunststoffnetz verwendet werden. Dieses befinden sich auf einem Rahmen, der die gesamte Anbaufläche abdeckt.

Während die Pflanzen weiter wachsen, werden die Äste, die sich gen Licht entwickeln wollen, unter das Netz gesteckt. Im weiteren Verlauf der Vegetationsphase werden die Pflanzen dazu gebracht, völlig flach zu wachsen. Sobald das Netz und damit der Anbauraum zu 70% gefüllt sind, erfolgt die Umstellung auf die Blüte.

Während der Blütezeit werden auch neue Äste und Triebe unter dem Gitternetz verstaut. Wenn sich die Blüten bilden, gibt es keine Hauptblüten. Stattdessen entsteht ein kleines Feld von homogen großen Blüten. Blätter und kleine Popcorn-Buds, die sich unter dem dicken Gitter bilden, werden weggeschnitten, so dass die gesamte Energie der Pflanze auf die Blüten im Licht konzentriert ist. Dadurch entsteht auch genug Platz für die lebenswichtige Luftzirkulation.

Verwende pro Quadratmeter ein oder zwei Pflanzen, die normalerweise so groß wie eine Haze sind, oder vier Pflanzen, die normalerweise so klein wie eine OG Double Bubble bleiben.

3. LST – LOW STRESS TRAINING

LST – LOW STRESS TRAINING

Eine weitere Methode zur Maximierung der Lichteinstrahlung für eine optimale Pflanzenentwicklung und Blütengröße pro Quadratmeter ist das Low Stress Training. Im Gegensatz zum "High Stress Training" wie Topping oder Beschneiden, manipuliert man beim LST die gesamte Pflanze für effizienteres Wachstum.

LST fördert eine intensivere Lichteinwirkung in die unteren Seitenäste der Pflanze, indem es Schatten verhindert. Besonders die langsam wachsenden, kleinen Äste haben bei dieser Methode deutlich größere Blütenstände. Gleichzeitig wird durch das Herunterbiegen der Hauptblüte eine homogenere Pflanze geschaffen.

Einfaches Equipment ist alles, was für LST benötigt wird. Gartendraht, Schnüre oder eine Packung Pflanzenbinder sind allesamt gut zu gebrauchen. Es hilft, eine Reihe von Löchern in die obere Topfkanten zu bohren, um Befestigungspunkte zu schaffen.

Beginne bereits im jungen Alter der Pflanze und biege die Spitzen der Pflanze horizontal zur Seite. Wenn Äste um die apikale Dominanz kämpfen und nach oben wachsen, bindest Du auch diese wieder runter. Fahre damit fort, bis Dein Anbauraum soweit ausgefüllt ist, wie Du ihn haben willst.

Die Vegetationszeit ist kürzer, da sich die Pflanze nicht vom Stress des Toppings oder Beschneidens erholen muss. Es muss darüber nachgedacht werden, welches zusätzliche Volumen eine heruntergebundene Pflanze erreichen wird. Mit weniger Pflanzen pro Quadratmeter als bei SOG, aber mehr als bei ScrOG, ist LST der Kompromiss aus Geduld und Platz.

Eine oder zwei große sativalastige Pflanzen wie eine Super Silver Haze, oder vier bis sechs indicalastige Pflanzen wie Gorilla Glue sollten auf einen m² passen. Achte aber darauf, dass allen eine gute Licht- und Luftzirkulation gewährt wird.

4. BESCHNEIDEN

Beschneiden Cannabis

Beschneiden ist ein Oberbegriff, der eine Reihe von Möglichkeiten abdeckt, um das Wachstum von Cannabis zu manipulieren. Dazu gehören Topping, Fimming, Mainlining, Lollipopping und

  • Topping

Beim Topping wird die Spitze der Pflanze abgeschnitten, wodurch die Seitenäste an dieser Stelle zu zwei neuen Haupttrieben heranwachsen. Mit jedem weiteren Beschneiden verdoppelst Du die Anzahl der Haupttriebe: Nach zwei mal hast Du vier Haupttriebe, nach drei mal acht usw. Die meisten Indoor-Gärtner beschneiden ihre Pflanzen aber maximal dreimal, da sich die Pflanze sonst zu oft erholen muss und dies eine längere Vegetationsphase zur Folge hat. Acht Haupttriebe reichen aus, um eine buschige Pflanze zu erhalten, die ordentlich Volumen entwickelt. Topping wird auch Kappen genannt.

  • Fimming

Fimming ist eine zufällig entdeckte Beschneidungstechnik, die sich positiv auf das Wachstum von Cannabispflanzen auswirkt. Anstatt die Spitze wie beim Topping vollständig zu entfernen, um zwei neue Triebe zu erhalten, werden etwa 75% der bestehenden Triebe beschnitten oder abgezwickt. Dies führt dann zu mehr als 4 neuen Trieben, während die Seitenäste aufholen können, was wiederum zu größeren Blüten an den Enden dieser Zweige führt.

  • Mainlining

Mainlining und Lollipopping sind zwei ähnliche Methoden, die jedoch nur das Wachstum großer Blüten an den Enden von Ästen fördern. Beim Mainlining werden von einer mehrfach getoppten Pflanze (siehe oben) alle überflüssigen Blätter und kleine Triebe entfernt, so dass nur noch der Haupttrieb und die unmittelbaren Seitenäste übrig bleiben. Dies zwingt die Pflanze, ihre gesamte Energie auf die verbliebenen Colas zu konzentrieren.

  • Lollipopping

Lollipopping ist dem Mainlining ähnlich, es kann aber mit jeder Anbaumethode verwendet werden. Alle großen Äste der Pflanze, einschließlich des Haupttriebes bei normalen Pflanzen, werden von allem Wuchs befreit, lediglich der Haupttrieb und die oberen Triebe der Seitenäste bleiben übrig. Wie beim Mainlining zwingt dies die Pflanze, ihre gesamte Energie in die großen Triebe zu stecken.

  • Entlaubung

Schwazzing oder Entlaubung ist eine kontraintuitive Beschneidungstechnik, die etwas Übung erfordert, aber gute Ergebnisse liefert. Normalerweise werden hierbei einmal während der Vegetation, dann ein zweites Mal in den ersten drei Wochen der Blütezeit, bis zu 50% der Sonnenblätter entfernt. Während der Wachstumsphase fördert dies die Lichteinwirkung und die Luftzirkulation und regt die gut beleuchteten Äste an, größer zu werden. Während der Blütezeit fördert dies die Entwicklung von mehr Blütenkelchen, sodass jene die Arbeit verrichten, die die entfernten Blätter hätten verrichten sollen.

Es hat sich herausgestellt, dass jede dieser Techniken den Ertrag erhöht. Wenn Du ein leidenschaftlicher Cannabiszüchter bist, probiere jede von ihnen aus, mach Dir Aufzeichnungen und berechne so, was bei Dir am besten klappt.

ZEITPLAN

Zeitplan Cannabis

Um einen Anbauraum effizient zu füllen, benötigt eine einzelne, natürlich gezüchtete Pflanze 8 Wochen Wachstum vor der Blütephase. Wenn Du früher auf die Blütezeit umstellst, wird der Raum nicht voll gefüllt, und die Erträge sind geringer als sie das Volumen effektiv produzieren könnte.

Bei zwei Pflanzen wird die Vegetationszeit einfach halbiert, um die gleiche effiziente Raumnutzung und einen ähnlichen Ertrag zu erreichen. Ebenso können 4 oder 8 Pflanzen angebaut werden, was noch weniger Zeit in Anspruch nimmt. Weniger Vegetationszeit bedeutet zwar weniger Stromverbrauch, aber auch mehr Pflegeaufwand.

Letztendlich reduzieren mehr Pflanzen die Dauer der Vegetationszeit und füllen den Raum schneller und effizienter aus. Der Übergang in die Blüte erfolgt früher, so dass die Zeit bis zur Ernte kürzer ist, auch wenn mehr Pflanzen auch mehr Zeit und Aufmerksamkeit bedeuten.

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