Wie Cannabis Krebs Tötet

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Wie Cannabis Krebs Tötet

Da die antitumoröse Wirkung von Cannabis immer bekannter wird, verlassen sich mehr und mehr Menschen allein auf Cannabis als Heilmittel. Aber wie genau löscht Cannabis Krebs aus?

Mit der Veröffentlichung des Dokumentarfilms "Run from the cure" war die Katze aus dem Sack. Obwohl bereits Studien aus den 70er Jahren dokumentieren, daß Cannabis antikarzinogene Wirkungen hat, lag dieses Wissen lange im Dunklen. In den letzten Jahren hat sich dies drastisch verändert, da neue Studien die Ergebnisse bestätigen und ein detailliertes Verständnis des Prozesses bieten.

Es gab weit über 30 Studien, die zeigten, daß Cannabis Tumore schrumpfen lassen kann, die früheste datiert sich auf das Jahr 1974. In der Zwischenzeit sind zahlreiche Forschungsprojekte entstanden, deren Schwerpunkt auf einer bestimmten Art von Karzinom liegt. Von Hirnkrebs, über Lungenkrebs und bis hin zu Brustkrebs sind die Ergebnisse die gleichen: Cannabis tötet Krebs.

Allerdings wurden fast alle Studien entweder in vitro oder an Mäusen durchgeführt. In einer der neueren Studien waren Dr. Prakash Nagarkatti von der Universität von South Carolina und seine Forscher in der Lage, Krebs in Reagenzgläsern vollständig auszumerzen, also wurde eine Folgestudie an Mäusen durchgeführt. Was sie herausfanden, war atemberaubend: 25 bis 30 Prozent der Mäuse wurden vollständig geheilt - ihr Tumor war zu 100% verschwunden. Bei allen anderen Mäusen wurde eine deutliche Verringerung ihrer Tumorgröße festgestellt.

Studien am Menschen beginnen sich erst jetzt langsam zu formen. Der rechtliche Status von Cannabis Studien am Menschen macht es deutlich schwieriger, da mit Studien am Menschen hohe Kosten verbunden sind. Allerdings erkundet eine schnell wachsende Gemeinde rund um den Cannabis Pionier Rick Simpson die Heilung von Krebs - mit ebenso erstaunlichen Ergebnissen. Zeugnisse von Menschen, die ihren Krebs erfolgreich geheilt haben, sind leicht im Internet zu finden.

Wie Cannabis Krebs tötet

Es gibt eine überwältigende Menge von Laborbeweisen dafür, daß Cannabis Krebszellen auf verschiedene Art töten kann. Diese sind:

Antiproliferative Wirkung

Eines der zentralen Merkmale einer Krebszelle ist, daß sie sich einfach immer und immer wieder reproduziert; daher wächst der Krebs und breitet sich so schnell aus. Die antiproliferative Eigenschaft von Cannabis hemmt diesen Prozess der endlosen Vermehrung, wobei verhindert wird, daß die Krebszellen sich unendlich vermehren kann und der Tumor zum Stillstand gebracht wird.

Antiangiogene Wirkungen

Die antiangiogenen Wirkungen von Cannabis verhindern Krebswachstum auf eine andere Weise. Cannabinoide wie THC und CBD verhindern die Bildung neuer Blutgefäße im/zum Tumor. Der Tumor braucht diese Blutgefäße um zu wachsen, daher wird das Tumorwachstum gestoppt, wenn man diese kappt.

Antimetastatische Wirkungen

Die antimetastatischen Wirkungen verhindern, daß der Krebs sich auf andere Organe des Körpers ausbreitet. Dies ist sehr wichtig, um den Tumor an einer Stelle im Körper zu halten.

Apoptotische Wirkung

Die apoptotische Wirkung ist wahrscheinlich die schönste der Fähigkeiten, über die Cannabinoide verfügen. Apoptose ist die Fähigkeit der Cannabinoide, den Tod abnormaler Zellen zu beschleunigen. Nicht nur, daß sie abnormale Zellen töten, sondern sie belassen gesunde Zellen komplett intakt, ohne jeden Schaden - anders als eine Chemotherapie.

Das Endocannabinoid System

"Endo" ist griechisch und bedeutet "innen." Erstaunlicherweise produziert unser Körper Stoffe, die denen in Cannabis sehr ähnlich sind - die Endocannabinoide. Unser Endocannabinoid System ist an einer Reihe von wichtigen physiologischen Prozessen, wie Homöostase, Schlafregulation und Immunfunktion beteiligt. Das Endocannabinoid System besteht aus verschiedenen Rezeptoren, die mit beiden Cannabinoiden aus der Pflanze und unseren selbst produzierten Endocannabinoiden interagieren. Die beiden Hauptrezeptoren sind die CB1 und CB2 Rezeptoren, wobei die CB1 Rezeptoren sich im Gehirn und Nervensystem befinden, während CB2 Rezeptoren im Immunsystem auftreten. Cannabinoide wie THC und CBD beeinflussen direkt unser eigenes Endocannabinoid System, offenbar durchaus zu unserem Vorteil. Der genaue Mechanismus, wie diese Interaktion aussieht und abläuft, ist jedoch immer noch nicht bekannt.

Rauchen von Marihuana im Vergleich zur Verwendung von Öl oder Esswaren

Hinweise deuten darauf hin, daß das Rauchen von Cannabis die Behandlung von Krebs nicht besonders unterstützt. Ein Grund dafür ist, daß die wirksame Dosis für diese Wirkung nicht durch Rauchen erreicht werden kann. Das Verbrennen von Cannabis führt direkt zur Zerstörung eines großen Prozentsatzes der Cannabinoide, wodurch ihre Auswirkungen deutlich reduziert wird. Selbst bei Verwendung eines schonenden Verfahrens wie dem Verdampfen ist die Menge, die in das System gelangt, zu klein, um wirksam zu sein. Wie von Rick Simpson entdeckt wurde, ist die wirksamste Methode, das volle Spektrum des Öls zu nutzen, welches durch eine auf Lösungsmittel basierende Extraktion hergestellt wird. Hohe Mengen dieses potenten Öls werden über einen Zeitraum von mindestens 3 Monaten eingenommen.

In den letzten Jahren wurden große Fortschritte gemacht, um Cannabis als Medizin zur Verfügung zu stellen. Doch es muss noch viel mehr getan werden. Diese Form der Behandlung befindet sich für die meisten noch immer außerhalb ihrer Reichweite und diejenigen, die diesen Weg wählten, bewegen sich in einer Grauzone oder werden sogar direkt kriminalisiert. Die Zeit, um den Krieg gegen die Drogen zu beenden ist lange überfällig, damit endlich der Weg für einen ehrlichen und wissenschaftlich basierten Ansatz zu Drogen und Medizin geebnet wird.