Studie: Häufiger Cannabis Konsum Führt Nicht Zu Einem Erhöhten Bedarf An Gesundheitsdiensten

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Studie: Häufiger Cannabis Konsum Führt Nicht Zu Einem Erhöhten Bedarf An Gesundheitsdiensten

Studien haben ergeben, dass es keine Verbindung zwischen Cannabis Konsum und einem erhöhten Bedarf für medizinische Pflegedienste gibt. In Gebieten mit medizinischem Marihuana ist der Umsatz für verschreibungspflichtige Medikamente stark gesunken, was Pharmaunternehmen Anlass zur Verbreitung von Fehlinformation gibt.

Ein weiser Mann sagte einst es gäbe nur drei Dinge die nicht lange verborgen bleiben: Die Sonne, der Mond, und die Wahrheit. Für beinahe ein Jahrhundert haben die Mächtigen Marihuana dämonisiert. Sorgfältig gestaltete Geschichten von den Gefahren von Marihuana haben dazu geführt, dass es zusammen mit wirklich schädlichen Substanzen klassifiziert wurde. Trotz des sozialen und politischen Stigmas das Marihuana in Verbindung mit Gesundheit hat, haben neue Studien uralte Mythen, die versuchten Cannabis im Schatten zu behalten, zu Grabe getragen.

Da Cannabis mehr und mehr im sozialen und medizinischen Umfeld an Akzeptanz gewinnt, muss man sich erneut fragen ob bestehende Assoziationen zutreffen. Gibt es medizinische Gefahren die in Verbindung mit Cannabis Konsum gebracht werden können? Haben Cannabis Konsumenten einen höheren Bedarf an medizinischen Pflegediensten als alle anderen? Wenn die alten Geschichten, wie sie zum Beispiel in Propaganda Filmen wie Refer Madness propagiert werden, zutreffend sind, dann müssten wir zweifellos in der Lage sein dies durch die Aufzeichnungen der medizinischen Unterlagen einzusehen. Eine Gruppe von Forschern in den USA tat genau das. Nachdem die medizinischen Daten von über 174 Millionen Erwachsenen beurteilt worden sind, hat man heraus gefunden, dass es nicht nur keinen erhöhten Bedarf von Cannabis Konsumenten an medizinischen Pflegediensten gibt, sondern dass es überhaupt keine Verbindung zwischen dem Konsum von Cannabis und dem Nutzen von Pflegediensten gibt.

DIE MYTHEN

Eines der größten Mythen das in Verbindung zu Cannabis und Gesundheit steht ist, dass es eine Einstiegsdroge für harte und schädliche Substanzen ist. Dieser Mythos ist immer wieder entlarvt worden. Dies ist nichts anderes als eine Einschüchterungstaktik die dazu entwickelt wurde um Marihuana mit Drogen wie Crack oder Heroin in Verbindung zu bringen, die ohne Zweifel zu erhöhten medizinischen Leistungen und Kosten für das Gesundheitswesen führen. Viele der amerikanischen Organisationen die den Krieg gegen Drogen führten, wollen dass die Menschen denken, dass Marihuana mehr Karzinogene als Zigaretten hat. Gruppen wie die American Lung Association haben behauptet, dass kiffen schädlicher ist als rauchen, da der Kiffer den Rauch länger in der Lunge behält als der Zigaretten Raucher. Trotz dieser Behauptung, hat es bisher noch keine Studie gegeben die eine Verbindung zwischen Cannabis rauchen und Lungenkrebs feststellen konnte.

Ein weiterer Mythos rund um Cannabis ist, dass es süchtig machen soll. Wenn man den offiziellen Statistiken Glauben schenkt, dann führt der Konsum von Marihuana zu einer Erhöhung in Abhängigkeitsbehandlungen, und erhöht so die Nutzung von Gesundheitsdiensten. Jedoch werden viele Menschen vom Gericht aus zur Behandlung verdonnert wenn sie mit einem Joint erwischt werden, was eigentlich keine Erhöhung von Gesundheitsdiensten darstellen sollte. Die Anti-Cannabis Lobby verzerrt Statistiken und veröffentlicht Fehlinformationen in einem Versuch die Legalisierung von Cannabis zu verhindern. Sie gehen sogar so weit, dass sie behaupten, dass Cannabis emotionale Probleme hervorruft, die Chancen auf eine Psychose erhöht, oder Stimmungsschwankungen wie bipolare Störungen und Angststörungen hervorrufen kann. Keine dieser Behauptungen konnte je bewiesen werden.

DIE DATEN

In den letzten Jahren wurden mehrere Studien über den Konsum von Cannabis, und ob der Konsum zu einer Erhöhung von Krankenhausbesuchen oder medizinischer Versorgung führt, durchgeführt. Eine der rezenteren Studien wurde von einer Gruppe von Forschern am Medical College of Wisconsin in den USA durchgeführt. Sie haben eine Stichprobe befragt die repräsentativ für 174 159 864 Erwachsene ist. Der Ergebnisse könnte für Menschen ausserhalb der Cannabis-Kultur schockierend sein. Man hat herausgefunden, dass Menschen die Cannabis sogar mehrmals pro Tag konsumieren, keine größere Tendenz haben um medizinische Versorgung aufzusuchen als Menschen die überhaupt kein Cannabis konsumieren. Für diejenigen die Cannabis zur Schmerzlinderung benutzen, dürfte dies keine große Überraschung sein.

Eine weitere Gruppe hat eine Studie innerhalb einer einzigen Gemeinschaft mit einer Probe von 589 Patienten durchgeführt. Von den 589 Patienten war eine große Mehrheit Cannabis Konsumenten auf einer bestimmten Ebene. Die Studie hat ergeben, dass die Häufigkeit der Verwendung unter den Patienten über einen so großen Bereich variierte, dass man keine Verbindung zwischen der Menge an Cannabis die konsumiert wurde und dem Bedarf an Gesundheitsdiensten feststellen konnte. Viele von uns wissen schon länger, dass Cannabis eine der harmlosesten Substanzen auf dem Planeten ist. Es ist eine Erleichterung um endlich wissenschaftliche Daten zu sehen, die diese Überzeugungen bestärken.

DIE REALITÄT

Die Realität ist, dass Cannabis jetzt schon einen dramatischen Einfluss auf die Welt der Gesundheit hat. In den Vereinigten Staaten hat man herausgefunden, dass es in Staaten mit legalem medizinischem Marihuana weitaus weniger Todesfälle gibt die in Verbindung mit einer Überdosis verschreibungspflichtiger Arzneimittel stattfinden. Seit der Legalisierung von medizinischem Marihuana in einigen amerikanischen Staaten sind nicht nur Todesfälle im Zusammenhang mit verschreibungspflichtigen Medikamenten dramatisch gesunken, sondern der Gesamtverbrauch von pharmazeutischen Arzneimitteln ist auch stark zurück gegangen. Man versteht nun warum dies ein wenig Unruhe in die Büros von großen Pharmaunternehmen bringen kann. In Staaten in denen medizinisches Marihuana legal ist, haben Ärzte pro Jahr im Durchschnitt 1 826 weniger Einheiten von Schmerzmitteln verschrieben. Die Langzeitimplikationen von einer Gesellschaft, die weniger Arzneimittel konsumiert und stattdessen zur natürlichen Alternative greift, sind für den aktuellen medizinischen Industrie-Komplex verheerend.

Das American Medicare System hat über 162 Millionen Dollar an Ausgaben gespart, und das mit nur 17 Staaten mit medizinischem Marihuana. Die geschätzten Einsparungen wenn die ganze USA Cannabis für medizinische Zwecke legalisieren würde, lägen bei 468 Millionen Dollar. Der Einfluss von medizinischem Marihuana ist eine Freisetzung von Geldern in einem überlasteten Gesundheitssystem, was wiederum zur Folge hätte, dass mehr Dienste für diejenigen zur Verfügung stehen würden, die sie wirklich brauchen.

Abgesehen von den finanziellen Sorgen der pharmazeutischen Industrie zeigt Cannabis eine Effizienz in medizinischen Anwendungen auf einer Skala von der kein Stoner je gewagt hätte zu träumen. Neben den bereits bekannten Anwendungen für Epilepsie, Übelkeit und Schmerzen, haben medizinische Forscher herausgefunden, dass Cannabis Krebszellen zerstören und eine Reihe von lebensbedrohlichen Krankheiten behandeln kann. Jedes mal wenn jemand Cannabis für medizinische Zwecke verwendet, gibt es eine Person weniger die die Ressourcen des Gesundheitssystems absorbiert.

SCHLUSSVOLGERUNG

Leider wurden die Vorteile von Cannabis lange von denen unter Verschluss gehalten, die ein begründetes Interesse an seinem Ableben hatten. Die Cannabis-Politik führte zu einem Ansturm von Fehlinformation, unter dem die Welt für Jahrzehnte gelitten hat. Die Propaganda, die den Krieg gegen die Drogen umgeben hat, schwappte über in die medizinischen Forschungsgemeinschaften, die für viele Jahre die Lügen über Marihuana und seine Auswirkungen auf die Gesundheit und das Wohlbefinden propagierten. Die Wahrheit ist, dass Marihuana eine der nützlicheren Pflanzen ist, die die Erde uns zur Verfügung stellt und die Forschung stimmt zu. Genau genommen kann es sogar besser sein als täglich einen Apfel zu essen...

 

         
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