Schwester des französischen Premierministers besiegt Heroinsucht mit Ayahuasca

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Schwester des französischen Premierministers besiegt Heroinsucht mit Ayahuasca

Ayahuasca ist unter Musikern und Künstlern bereits wohlbekannt, aber so langsam erreicht es die politische Klasse.

Es ist sicherlich nicht das erste Mal, daß jemand eine Sucht mit Ayahuasca geheilt hat; es ist jedoch das erste Mal daß eine prominente Persönlichkeit des öffentlichen Lebens oder besser gesagt die Verwandte eines Premierministers es getan hat. Giovanna Valls, die Schwester des französischen Premierministers Manuel Valls hat kürzlich auf der 2014 Global Ayahuasca Conference in Ibiza ihr Buch "Aferrada a la Vida" vorgestellt. In ihrem Buch beschreibt sie ihren Kampf mit der Heroinsucht, die selbst nach den Standards eines Heroinsüchtigen extrem war: Sie infizierte sich mit HIV und Hepatitis C, hat es aber mit Hilfe einer durch Ayahuasca unterstützte Therapie geschafft alles unter Kontrolle zu bringen.

Was ist Ayahuasca?

Ayahuasca ist ein Gebräu der indigenen Stämme des Amazonasgebiets, das Harmala Alkaloide und jede Menge DMT enthält - das stärkste Halluzinogen das der Menschheit bekannt ist. Es wird seit Jahrhunderten von Schamanen verwendet, um in Kontakt mit den Geistern zu treten und seit kurzem von internationalen Reisenden, die ihr Bewußtsein erweitern möchten. Da die Erforschung der Halluzinogene mehr und mehr positive Ergebnisse in Bezug auf ihre therapeutischen Anwendungen aufzeigt, tritt Ayahuasca immer mehr als eine alternative Therapie für verschiedene Erkrankungen in den Vordergrund.

Heilen einer Sucht

Während der Ayahuasca Konferenz und Vorstellung ihres Buches beschrieb Valls, daß sie zunächst äußerst skeptisch war, als ein Arzt ihr vorschlug Ayahuasca als Therapie anzuwenden. Diese Zweifel wurden nach der Ankunft in der Klinik im Herzen des Amazonas und dem Prozess der Heilung jedoch schnell ausgeräumt. "Es ist eine sehr intelligente Substanz, der man mit Respekt begegnen muss," sagte sie. Von Valls wird angenommen, daß sie während ihrer Behandlung in der Klinik zweimal in der Woche Ayahuasca verwendet hat und dies nun weiterhin einmal im Monat tut. Sie erklärte: "Ayahuasca hat mir geholfen die Werkzeuge zu finden um weiter zu kämpfen. Dank dieser Substanz habe ich gelernt mich zu öffnen, um mich selbst zu tolerieren und ich nutze es als ein Instrument für die persönliche Entwicklung."

Giovanna Valls

Es rührt einen Premierminister zu Tränen

Nun magst Du denken, daß Valls' Bruder, der Ministerpräsident von Frankreich versuchen würde sich von dieser Nachricht zu distanzieren. Obwohl sich die öffentliche Meinung langsam verändert, sind Halluzinogene und stellvertretend die Therapien, die sie unterstützen, sozial noch immer stark stigmatisiert. Doch laut Valls hat ihr Bruder ihr Buch gelesen und es rührte ihn zu Tränen. Sie hat die volle Unterstützung ihres Bruders Manuel Valls, der ihr auf dem Weg der Erholung beisteht. Es ist eine herzerwärmende Vorstellung und nun mag diese Nachricht ihren Weg in die Massenmedien finden oder nicht, es ist immer noch bedeutsam, daß ein prominenter Politiker keine Angst hat sich hinter eine auf Halluzinogenen basierte Therapie zu stellen, die die Genesung Süchtiger unterstützt.

Wenn überhaupt, zeigt dies, daß wir uns erst am Anfang befinden was den Aufstieg halluzinogener Therapien angeht - möge der Trend sich zum Besseren für uns alle weiterentwickeln.