Italiens Armee ist im Begriff ihre erste Cannabisernte einzu

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Italiens Armee ist im Begriff ihre erste Cannabisernte einzu

Die italienische Armee hat Cannabis angebaut und nun ist es fast Zeit für die Ernte.

Im Oktober letzten Jahres berichteten wir, daß die italienische Armee plante, medizinisches Marihuana in militärischen pharmazeutischen Anlage anzubauen, um die Versorgung von verschreibungspflichtigem Marihuana zu gewährleisten und die überhöhten Kosten zu senken. Die Initiative, die im vergangenen September angekündigt wurde, zielt darauf ab jedes Jahr 100kg medizinisches Marihuana zu produzieren. Nun da die Zeit ihrer ersten Ernte sich schließlich nähert, sieht es ganz so aus als würden sie ihr Ziel erreichen - vor kurzem wurden Reporter in den abgesicherten Zuchtraum gelassen, wo die Pflanzen im Rahmen fortschrittlicher militärischer Pflege gedeihen. Bahn frei für super militärisches Gras!

Warum baut das Militär Marihuana an?

Es mag recht seltsam klingen dem Militär die Kontrolle über die Produktion von medizinischem Marihuana zu geben, aber bei einer Substanz, die noch immer sehr stark stigmatisiert und als eine unerlaubte Substanz eingestuft ist, macht es tatsächlich einen Sinn. Cannabis ist in Italien nach wie vor technisch illegal (obwohl sich das bald ändern könnte). Medizinisches Marihuana wurde legalisiert und der Besitz geringer Mengen entkriminalisiert, aber der Anbau und Verkauf von Cannabis ist immer noch total illegal. Daher haben medizinische Marihuanapatienten, die ein echtes Rezept haben, keinen einfachen Zugang dazu. Das benötigte Marihuana muss aus den Niederlanden importiert werden und die Kosten werden von der Regierung nicht gedeckt, daher kann es Patienten am Ende €35 pro Gramm kosten. Das ist für viele einfach zu teuer, um eine praktikable Option zu sein.

Die Armee ist die Lösung für dieses Problem. Sie kann sicherstellen, daß das gesamte angebaute Cannabis extrem sicher, geschützt und in hoher medizinischer Qualität produziert wird - was sowohl Politiker, als auch Patienten ruhig schlafen lässt. Und da das Militär so viel davon produzieren kann, bekommen italienische Patienten einen einfachen Zugang zu ihrem verschriebenen und nun günstigen Marihuana. Oberst Antonio Medica sagte Corriere della Sera (dt. Abendkurier, eine italienische Tageszeitung): "Das Ziel dieser Operation ist es einer wachsenden Zahl von Patienten ein medizinisches Produkt zur Verfügung zu stellen, das auf dem Markt nicht immer leicht verfügbar ist und das zu einem viel besseren Preis für den Nutzer."

Laut dem Oberst sollten ihre Bemühungen den Preis für medizinisches Marihuana auf durchschnittlich günstige €5 bis €15 pro Gramm senken, so daß es viel erschwinglicher wird.

Absolute Regierungskontrolle über irgend etwas (insbesondere was das Militär betrifft) kann sehr beängstigend sein, aber es sieht so aus, als würden sie den Menschen in Italien diesmal einen Gefallen tun. Sie stellen sicher, daß medizinische Patienten von dem profitieren können was Marihuana leisten kann und das ist unserer Meinung nach immer eine gute Sache. Sicher wäre es besser wenn es einfach legal und reguliert wäre, aber es ist trotzdem ein Schritt in die richtige Richtung. Möge ihre Ernte stets üppig sein.