Die aztekische Kombination: Pilze & Kakao

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Die aztekische Kombination: Pilze & Kakao

Theobroma cacao, der wichtigste Inhaltsstoff in Schokolade wird nicht ohne Grund "Speise der Götter" genannt - sie hat eine wunderschön beschwingende Wirkung, insbesondere, wenn sie mit einer Prise Magie gemischt wird.

Intuitiv wissen wir es: Schokolade gibt uns ein gutes Gefühl. Ganz natürlich assoziieren wir Schokolade mit sinnlichem Genuss, Liebe und Freude, was nicht besser dargestellt werden könnte, als durch die weit verbreitete Herzform von Schokoladenpralinen. Es ist allerdings kaum bekannt, daß sich hinter diesem leicht erhebenden und befriedigenden Stück Zucker eine Bohne mit starken psychoaktiven Wirkungen versteckt.

Herkömmliche Milchschokolade aus dem Supermarkt enthält tatsächlich nur eine sehr kleine Menge Kakao und der wurde verschiedenen echt heftigen industriellen Prozessen unterzogen, um ihn glänzend und makellos zu machen. Auch die meisten handelsüblichen dunklen Schokoladen werden aus Kakao gemacht, der alkalisiert, hoch erhitzt und hydraulisch mit dem Druck mehrerer Tonnen gepresst wurde. In dem Bestreben die perfekt schmeckende Schokolade mit einer langen Haltbarkeit herzustellen, wurden die meisten psychoaktiven Verbindungen leider zerstört.

Darum empfehlen wir sehr, daß Du Dir rohe und ganze Kakaobohnen besorgst - für das vollständige und echte Kakaoerlebnis. Stelle sicher, daß die Bohnen ungeschält sind, so wie man sie in vielen ökologischen Läden kaufen kann.

Magischer Kakao

Die psychoaktive Wirkung von Kakao verschmilzt perfekt mit der der Zauberpilze oder magischen Trüffel und kann in einem Trüffel/Pilz Tee kombiniert werden, um ein sehr angenehmes magisches Schokoladengetränk herzustellen. Es ist eine Kombination, die von den Azteken Stämme in Zentralamerika seit Tausenden von Jahren wegen ihrer synergetischen Wirkungen verwendet wurde. Der Kakao wirk als milder MAO Hemmer, der die Wirkung der Pilze verstärkt, aber es steckt noch mehr dahinter, als das. Kakao für sich gilt als ein "pflanzlicher Lehrer" und wenn er in ausreichender Menge konsumiert wird, löst er einen ganz bestimmten Geisteszustand aus. Kakao beschert Wärme und Unbeschwertheit, läßt Dich lächeln und gut fühlen - ähnlich wie Schokolade es tut, aber viel stärker. Beide, magische Trüffel und Zauberpilze beeinflussen die Art und Weise, wie unsere Serotoninrezeptoren arbeiten, was wiederum unsere Stimmung verändert - zum Besseren hin.

MAO Hemmung
Im Vergleich zur Syrischen Steppenraute oder Banisteriopsis caapi ist Kakao kein starker MAO Hemmer, bewirkt in ausreichenden Mengen aber eine milde MAO hemmende Wirkung, die sicherlich für einen Teil der Synergien zwischen Kakao und den magischen Trüffel verantwortlich ist. Die MAO Hemmer im Kakao erlauben es, daß mehr Serotonin und Neurotransmitter als normal im Gehirn zirkulieren, was Gefühle von Glück und Freude erhöht. Denk daran, daß dies auch das Einsetzen des Trips verlangsamt, also sei entsprechend vorbereitet. Kombiniere Kakao niemals mit einem anderen MAO Hemmer wie der Syrischen Steppenraute, denn das kann es zu einer sehr unangenehmen Erfahrung machen. Das liegt teilweise an dem Koffein, das Dich viel härter treffen wird.

Anandamid
Anandamid ist eine der körpereigenen natürlichen Cannabinoidformen und kommt von Natur aus auch in Kakao vor. Es wird oft der "Glückseligkeitsneurotransmitter" genannt und ist dem THC sehr ähnlich, wobei es Gefühle der Entspannung, Freude und Glückseligkeit auslöst.

Phenylethylamin (PEA)
PEA ist eine Chemikalie, die vom Gehirn produziert wird, wenn wir verliebt sind. Sie ist auch in Kakao zu finden. Dies erhöht Gefühle der Liebe, des Einfühlungsvermögens und Mitgefühls. Außerdem ist es der grundlegende Baustein für viele psychedelische Substanzen, in Meskalin ist es beispielsweise 3,4,5-Trimethoxyphenylethylamin.

Historische Hinweise

In Mittelamerika wird Kakao seit Tausenden von Jahren angebaut und geerntet. Die indigenen Azteken haben ihn sehr verehrt und geschätzt, sowohl als Nahrung, als auch als Entheogen. Als solches war Kakao den oberen Kasten der Gesellschaft vorbehalten, also dem aztekischen Adel und den Priestern.

Kakao wurde als ein göttliches Geschenk des friedlichen Gottes Quetzalcoatl angesehen, der gefiederten Schlange. Dies führte dazu, daß Kakao zu großer religiöser Bedeutung gelangte und bei religiösen Zeremonien häufig zusammen mit Zauberpilzen konsumiert wurde - eine Tradition, die in vielen Regionen bis heute praktiziert wird. Bei archäologischen Expeditionen wurden viele alte aztekische Trinkgefäße gefunden. Sie zeigen den rituellen Gebrauch von Kakao und wie er bei der religiösen Zeremonie verwendet wurde.

Kakao mit Deinen Trüffeln/Pilzen verwenden

Um Dein eigenes Zauberpilzkakaogetränk herzustellen, benötigst Du einige sehr hochwertige rohe Kakaobohnen, unbehandelt und noch mit Schale. Der Prozess ist dem ziemlich ähnlich, als würdest Du eine richtig raffinierte heiße Schokolade anrichten, jedoch unter Zugabe von Pilzen/Trüffeln.

Zunächst mußt Du einen Zauberpilztee als Basis machen:

1. Schneide Deine Pilze/Trüffel in kleine Stücke. Je kleiner desto besser, da sich so die reaktionsfähige Oberfläche erhöht.

2. Erhitze etwas Wasser, so daß es heiß ist, aber nicht ganz kocht.

3. Gib Deine Pilze/Trüffel in ein Gefäß und gieß das Wasser hinein.

4. Laß die Mischung für 10-15 Minuten unter gelegentlichem Rühren ziehen.

5. Seih den Pilztee in eine Tasse ab.

Nachdem Du nun den Basistee hast, ist es Zeit, um den Kakaomus vorzubereiten. Erwarte nicht den Geschmack eines im Laden gekauften Kakaogetränks, Du würdest enttäuscht sein. Traditionelle Getränke mit Rohkakao, speziell in diesen Mengen, schmecken nicht sehr angenehm, auch wenn man sie stark süßt. Wir würden es einen erworbenen Geschmack nennen.

1. Nimm zunächst zwischen 30-50 Bohnen pro Person. Gib sie in einen größeren Gefrierbeutel und schlag sie mit einem Stück Holz (Nudelholz) in Stückchen.

2. Schütte die zerschlagenen Bohnen auf eine Platte oder Backblech. Nun nimmst Du einen Föhn, stellst ihn auf die niedrigste Stufe und läßt ihn über die Bohnen blasen. Durch den Luftstrom trennen sich die leichten Teile der Haut ab, während die schwereren Bohnenstücke auf dem Blech bleiben.

3. Nimm die enthäuteten Bohnen und zermahle sie in einer Kaffeemühle zu einem feinen Pulver. Laß sie nicht länger als 15 Sekunden am Stück laufen, sonst baut sich zu viel Wärme auf. Besser ist Du mahlst sie 3 oder 4 Mal, bis alles ein feines Pulver ist.

4. Dieser Schritt ist optional, wird den Tee aber verbessern. Wenn sie aus der Kaffeemühle kommen, werden die Bohnen nicht super glatt sein, daher könnest Du sie mit einem Stößel im Mörser weiter bearbeiten; nach 20 Minuten und viel Ellenbogenschmalz solltest Du eine ziemlich feine Paste haben.

5. Inzwischen sollte Dein Zauberpilztee auf um die 30-40 Grad abgekühlt sein, was eine ideale Temperatur ist, um die beiden Elemente zu kombinieren. Mische den Pilztee und die Kakaopaste und rühre um, bis alles gut vermischt ist.

6. Wenn Du mit dem Geschmack klarkommst, genieß es! Andernfalls gib einen Süßstoff Deiner Wahl hinzu, bis es schmackhaft ist, aber meide raffinierten Zucker.

Es ist wie ein trinkbarer Brei, aber überraschenderweise fanden wir nicht, daß es schwer im Magen liegt. Innerhalb kurzer Zeit wirst auch Du Dich auf Deinem Weg zu einem mit Kakao verbesserten Trip befinden - wir wünschen einen guten Flug!