CBD: Eine Therapie für Schizophrenie?

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CBD: Eine Therapie für Schizophrenie?

Die medizinische Cannabisforschung macht heute einen weiteren Schritt nach vorne, da neue Medikamente auf Cannabisbasis in Studien am Menschen zur Behandlung von Schizophrenie eingesetzt werden.

Vor nicht langer Zeit wurde Cannabis in den Medien als eine gefährliche Droge dargestellt, die psychische Probleme wie Schizophrenie verursacht. Jetzt läuft es anders herum; die Forschung wendet sich Cannabis zu, um genau solche Probleme zu behandeln.

In den letzten Jahren standen sowohl THC, als auch CBD (Cannabinoide, die in Cannabis vorkommen) im Fokus vieler wissenschaftlicher Studien. Erkenntnis auf Erkenntnis lassen vermuten, daß beide großes medizinisches Potential haben. Die neueste Nachricht in diesem Bereich ist, daß CBD eingesetzt werden könnte, um Schizophrenie zu behandeln.

Anfang dieses Monats kündigte GW Pharmaceuticals an, daß sie in Phase 2 der klinischen Studien für einen neuen Wirkstoff auf Cannabis/CBDbasis eintreten, der derzeit als GWP42003 bekannt ist. An der aktuellen Studie werden 80 menschliche Teilnehmern beteiligt sein und es werden die Auswirkungen untersucht, die der Wirkstoff als Ergänzung zu den derzeitig verschriebenen Medikamenten hat. Die vorläufige Hypothese ist, daß GWP42003 sowohl die Symptome der Schizophrenie verbessert, als auch die Nebenwirkungen der derzeitig verschriebenen Medikamente vermindert.

Bis heute gibt es nur eine andere klinische Studie zur Untersuchung der antipsychotischen Wirkung von CBD. Veröffentlicht in der Zeitschrift Translational Psychiatry (2012), verglich die Studie CBD mit traditionellen Medikamenten. Es wurde festgestellt, daß es ebenso wirksam ist wie verschreibungspflichtige Medikamente, aber weniger Nebenwirkungen verursacht.

GWP42003 ist nicht das einzige Cannabis Medikament, das bei GW Pharmaceuticals in der Entwicklung ist und das ist ein zweischneidiges Schwert. Obwohl es ein großer Fortschritt ist und mehr Licht auf die Möglichkeiten von Cannabis als Medizin wirft, gibt es GW Pharmaceuticals derzeit auch ein Monopol auf dem Markt - denn sie werden die Mittel mit Sicherheit patentieren lassen.

Derzeit ist GW der einzige lizenzierte Marihuanazüchter im Vereinigten Königreich und produziert auch Sativex, ein auf Cannabis basiertes Medikament, das für durch Krebs verursachte Schmerzen erprobt wird und Epidiolex, das derzeit als Therapie für Kinder mit Epilepsie getestet wird. Sie haben auch noch andere, unbekannte Medikamente auf Cannabisbasis in Arbeit, von denen man hofft, daß sie bei der Behandlung von Gehirnkrebs, Typ 2 Diabetes, Epilepsie bei Erwachsenen und Colitis ulcerosa helfen können.

Wie besorgniserregend ihr mögliches Monopol auf Medikamente auf Cannabisbasis auch ist, was wichtig ist, ist, daß sie das Potenzial von CBD und THC entdecken. Es hilft dabei, daß Cannabis als Therapie an Anerkennung gewinnt. Wenn es erstmal soweit ist, könnte man immer Cannabis erhalten und einfach selber ein Extrakt daraus machen.

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