Cannabis und Training: Der gleiche Rausch?

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Cannabis und Training: Der gleiche Rausch?

Hast Du Dich jemal gewundert, warum manche Menschen verrückt nach Training sind? Vielleicht, weil "hoch" intensives Training und Cannabis mehr gemeinsam haben, als erwartet.

Bekannt als "Runners high" (Rausch des Läufers), kann eine intensive Zeit des Trainings Gefühle der Euphorie und Schmerzunterdrückung auslösen. Bis vor kurzem wurde angenommen, daß dies durch die Freisetzung von Endorphinen verursacht wird, aber seit der Entdeckung des Endocannabinoid Systems haben Wissenschaftler Anzeichen dafür gefunden, daß die körpereigenen cannabisähnlichen Moleküle dafür verantwortlich sein könnten.

Training und das Endocannabinoid System

Eine Studie, die in der Zeitschrift Neuropharmakologie veröffentlicht wurde, ergab, daß Ratten, die veranlaßt wurden, Training hoher Intensität zu durchlaufen, eine höhere Toleranz gegenüber Schmerzen zeigten. Aber am interessantesten ist, es verursachte Veränderungen der CB1 Rezeptoren im Gehirn - Rezeptoren des Endocannabinoid Systems, die auf die Cannabinoide im Cannabis reagieren. Aber diese Rezeptoren werden natürlicherweise auch durch ein körpereigenes Cannabinoid, genannt Anandamid aktiviert. CB1 Rezeptoren sind dafür bekannt, große Auswirkungen bei der Schmerzunterdrückung zu haben.

Die Gehirne von Ratten, die höchst intensives Training durchlaufen hatten, zeigten direkt nach dem Training sowohl eine erhöhte Verfügbarkeit und Aktivität der CB1 Rezeptoren, als auch erhöhte Werte von Anandamid im Blut. Frühere Studien am Menschen hatten ähnliche Ergebnisse erzielt.

Dies bestätigt, daß das Endocannabinoid System eine Rolle bei der Schmerzunterdrückung spielt und daß die Schmerzlinderung und möglicherweise der Rausch, den Ttraining auslöst, mit dem Endocannabinoid System verbunden ist.

Auf dem Weg zu einer auf Cannabinoiden basierenden Medizin

Obwohl Schmerzlinderung durch Bewegung seit den 1980er Jahren bekannt und dokumentiert ist, war sich bis vor kurzem niemand ganz sicher, warum das so ist. Diese Studie wirft viel Licht darauf, daß Bewegung und das Endocannabinoid System zusammenarbeiten und Auswirkungen auf die Behandlungen von Patienten haben, die unter bestimmten Erkrankungen leiden.

Bereits jetzt wird Cannabis bei der Behandlung von Epilepsie, Schmerzen und in der Krebstherapie verwendet. Und doch wurde kaum an der Oberfläche des medizinischen Potenzials von Cannabis gekratzt und es sind Studien wie diese, die das weitere Potenzial dieser Medizin erforschen.

Also geh raus und lauf eine Runde!