Cannabis Im Freien Anbauen: Die Beste Bodenmischung

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Cannabis Im Freien Anbauen: Die Beste Bodenmischung

Die Bodenmischung genau richtig hinzubekommen kann den Unterschied zwischen "deutsche Hecke" und Knospen der Oberklasse ausmachen. Hier die Anleitung, wie man die perfekte Bodenmischung für die Freiland Saison herstellt.

Ein Boden guter Qualität ist die Grundlage, auf der jeder erfolgreiche Anbau im Freien (und drinnen) aufbaut. Obwohl es möglich ist, mit im Laden gekauftem Boden auszukommen, ist es damit unmöglich, auch nur in die Nähe der gleichen Qualität zu kommen, die Profis hinbekommen. Die Bodenqualität beeinflußt den Geschmack, das Aroma und den Ertrag der Pflanzen - wenn es um Cannabis geht, war der Satz "Du bist, was du ißt" noch nie zutreffender.

Noch nicht überzeugt? Nun, sagen wir es mal so. Die Verwendung zusätzlicher Pflanzennahrung und Düngemittel ist gängige Praxis, wenn es darum geht Cannabis anzubauen, aber ein geschickter Bio Züchter schafft es vom Samen bis zur Ernte, ohne jemals irgendwelche zusätzliche Nahrung oder Düngemittel in seinen Boden einzubringen, da er bereits perfekt vorbereitet ist - das sorgt nicht nur für Knospen besserer Qualität, es ist auch ein großer Vorteil für den Freilandzüchter, der sich nicht mit Nährstoffmangel befassen möchte, während die Zeit vergeht.

Warum erstklassiger Boden für einen erfolgreichen Anbau im Freien so wichtig ist

Warum ist hochwertiger Boden so wichtig? Wohl am offensichtlichsten ist, daß der Boden alle Nährstoffe enthält, die Dein Cannabis benötigt, um zu wachsen und zu gedeihen. Wenn der Boden nicht die richtige Menge an Nährstoffen für Cannabis enthält, dann werden die Pflanzen Mangelerscheinungen entwickeln - in der gleichen Weise, wie ein Mensch durch den Mangel eines bestimmten Elementes in der Ernährung negativ beeinflußt würde.

Aber der Nährstoffgehalt des Bodens ist nicht der einzige Aspekt eines guten Bodens. Boden, obwohl häufig nur als Dreck abgetan, dient als Basis für eine komplexe und vielfältige Mikroumgebung. Während er Deinen Cannabis Pflanzen alle Nährstoffe zukommen läßt, die sie brauchen, gehen die Bewohner eines gesunden Bodens - Bakterien und Pilze - eine symbiotische Beziehung mit den Wurzeln der Pflanzen ein, wodurch sie ihr Immunsystem stärken und die Effizienz der Nährstoffaufnahme steigern. Wenn diese Beziehung hergestellt und gepflegt wird, kann sie zu absoluten Mammutpflanzen führen! Dieser Aspekt des Bodens wird oft übersehen, aber es ist eines der kleinen Geheimnisse, die einen biologischen Anbau im Freien sehr erfolgreich machen.

Die Interaktion zwischen Pilzen und Wurzelsystemen wird als Mykorrhiza bezeichnet. Diese symbiotische Interaktion kann in der gesamten natürlichen Welt gefunden werden. Unter dem fruchtbaren Boden alter Wälder verstecken sich große und aufwendige Myzelnetzwerke, die sogar Bäume verschiedener Arten verbinden. Pilze und Bakterien entwickelten sich zusammen mit ihren Wirten und über Tausende von Jahren bildeten sie eine für beide Seiten vorteilhafte Beziehung. Es ist möglich, Sporen- und Bakterienmischungen, wie Mycotrex und Bactrex in einen Boden geringerer Qualität einzubringen, um ihn zu wecken, obwohl dies immer noch nicht auch nur annähernd so gut für das Cannabis ist, wie ein speziell präparierter und zusammengestellter Boden.

Warum bringt irgendein alter Dreck es nicht?

Reichhaltiger und gesunder Boden ist das Ergebnis von Tausenden von Jahren des Abbaus und der Zersetzung von Pflanzen, Felsen und tierischem Material - wobei die darin enthaltenen Mineralien und Nährstoffe zurückbleiben. Es kann in einem unberührten Wald bis zu 1000 Jahre dauern, bis nur 2,5cm besten Bodens produziert wurden - und wenn es keine Pflanzen oder Tiere gibt, die dem Boden etwas zurückgeben, dann verwandelt er sich schließlich in leblosen Staub. Nebenbei bemerkt - das ist, womit sich die konventionelle Landwirtschaft heute konfrontiert sieht: Der Boden ist weitgehend ein leerer Schwamm, der voller Dünger aus Erdölprodukten ist. Aber selbst wenn Du unberührten und fruchtbaren Boden finden kannst, gibt es immer noch keine Garantie, daß er bestens für Cannabis geeignet ist, da die richtige Konsistenz und Ausgewogenheit der Nährstoffe von größter Bedeutung ist.

Wie mischt man den perfekten Boden

Im Wesentlichen gibt es zwei Ansätze, wenn es um Bodenmischungen geht. Entweder Du fängst mit einem qualitativ hochwertigen, im Laden gekauften biologischen Boden als Basis an und reicherst ihn mit verschiedenen biologischen Inhaltsstoffen an. Oder alternativ dazu, nimmst Du den langen Weg und stellst Deine eigene Kompostbasis her und reicherst diese weiter an. Laß uns den ersten Ansatz ansehen.

Die folgende biologische Bodenmischung wurde durch Subcool populär, der Gründer der TGA Genetics Samenbank und ein sehr erfahrener Züchter, der über 20 Jahre mit biologischen Mischungen experimentiert hat. Dies ist zwar bei weitem nicht die einzige gut wirkende Bodenmischung, die es gibt, aber diese wurde über Jahre verwendet und getestet und dabei hat sich gezeigt, daß sie durchgehend erstaunliche Ergebnisse erbringt.

Subcool's Supererde ist in zwei getrennte Schichten aufgeteilt. Dies sind der Basisboden und die Supererde. Der Basisboden fungiert sowohl als Grundlage für die weitere Anreicherung des Supererdes, als auch als oberste Schicht, in die die Setzlinge gepflanzt werden. Die Supererde fungiert als hochkonzentrierte Nährstoffschicht am Boden, weit unter den Wurzeln. Wenn die Wurzeln beginnen, in die Supererde vorzustoßen, wird sich das Cannabis weit genug entwickelt haben, um große Mengen zusätzlicher Nährstoffe zu benötigen und zu verarbeiten.

Dadurch daß man zwei Schichten Erde hat, haben die Pflanzen alles, was sie während der vegetativen Phase und Blüte benötigen - wobei Wasser das einzige ist, was man noch hinzugeben muß.

Einen Basisboden wählen

Zunächst muß der Basisboden ausgewählt werden. Dieser wird als Deckschicht und die Basis für den Superboden fungieren. Hierfür sollte hochwertiger Bio Kompost verwendet werden und es ist wichtig, dabei nicht zu geizen - je besser die Qualität, desto besser werden am Ende die Ergebnisse ausfallen. Die zentrale Idee dabei ist, mit einem reichhaltigen Kompost anzufangen, der bereits für einen durchschlagenden Erfolg sorgen würde, aber nicht so viel enthält, daß er die jungen Pflanzen übersättigt. Sie Dir die Inhaltsstoffe vor dem Kauf an; Subcool beschreibt seinen idealen Kompost so, daß er alle folgenden Bestandteile enthält:

Braunkohle, Kokosfasern, Perlit, Bims, Kompost, Torf, Knochenmehl, Fledermaus Guano, Seetang Mehl, Grünsand, Sojabohnenmehl, Leonardit, K-mag (K, Mg, S), Gletschergesteinsstaub, Alfalfa Meal, Austernschalenmehl, Regenwurmexkremente und Mykorrhiza.

In Deinem Gartencenter wirst Du diese genaue Zusammensetzung wahrscheinlich nicht finden, aber jede Kombination dieser Elemente wird gut funktionieren.

Herstellung der Supererde

Sobald Du einen Basisboden ausgewählt hast, ist es Zeit, die Supererde herzustellen. Dies sind nur die Grundmengen, Du mußt sie nach Bedarf anpassen. Für die Supererde benötigst Du:

4 große Säcke mit Grundboden (hochwertige Bio Blumenerde mit Kokosfaser und im Idealfall, Mykorrhiza)
5 bis 10kg Regenwurmexkremente
1kg Blutmehl
1kg Fledermaus Guano
1kg gedämpftes Knochenmehl
0,75kg Rohphosphat
1/8 Tasse Epson Salze
1/4 Tasse Azomite (Spurenelemente)
1/2 Becher süßer Kalk (Dolomit)
1 EL pulverförmige Huminsäure

Sollte Dein Basisboden wärmebehandelt oder sterilisiert sein, ist es eine gute Idee, die zuvor genannten Bactrex und Mycotrex Mischungen hinzuzufügen.

Um die Supererde herzustellen, mische all diese Zutaten so zusammen:

1. Für den Anfang brauchst Du erstmal einen sauberen Platz zum Arbeiten.

2. Entweder Du legst eine Plane aus oder Du verwendest ein großes Kinderplanschbecken (Plastikpool), um die Mischung darin anzusetzen. Wenn Dir körperliche Arbeit nicht liegt, kannst Du auch einen sauberen Zementmischer verwenden.

3. Schütte in der Mitte der Plane/des Pools einen Hügel Basisboden auf (ein paar Säcke).

4. Verteil die pulverförmigen Nährstoffe auf dem Hügels.

5. Schütte eine weitere Schicht Basisboden auf den Hügel.

6. Verbreite das Fledermaus Guano auf dem Hügel.

5. Schütte eine weitere Schicht Basisboden auf den Hügel.

8. Gib die Zutaten in Schichten darauf, immer gefolgt von Basisboden, bis alles aufgebraucht ist.

9. Jetzt ist die Zeit gekommen, sich schmutzig zu machen. Zieh Deine Stiefel an und mische mit einem Spaten alles kräftig zusammen, bis es ein homogenes Substrat ist. Dies könnte bis zu 20 Minuten Arbeit bedeuten, aber es ist ein sehr wichtiger Schritt - der Boden ist nicht optimal wirksam, wenn er nicht sorgfältig vermischt ist.

10. Die Bodenmischung wird dann für die Lagerung in große Plastikmülltonnen geschaufelt.

11. Gib 10 Liter Wasser in jede Mülltonne. Dies erschwert künftiges Mischen, aber es aktiviert die Mykorrhiza darin und hilft, all die Pulver aufzulösen.

12. Jetzt läßt Du die Mülltonnen 30 Tage lang in der Sonne kochen - paß aber auf, daß sie nicht im Regen stehen.

Hinweis: Subcool weist darauf hin, daß die Mülltonnen kurz bevor sie für den Anbau verwendet werden, ausgekippt und ein letztes Mal gemischt werden sollten.

Das war es, jetzt hast Du einen äußerst fruchtbaren Boden hergestellt, der sich perfekt für die Pflege Deiner Cannabis Pflanzen bis zur vollen Reife eignet.

Wie Du Deine Cannabis Pflanzen in die Supererde pflanzt

Es ist äußerst wichtig, daß Du die Samen, Setzlinge oder Klone nicht direkt in die Supererde pflanzt - das würde sie verbrennen. Wie bereits erwähnt, wird Dein endgültiger Mix im Pflanztopf aus zwei Schichten bestehen, eine obere Schicht mit der Basismischung und eine Schicht mit der Supererde. Füll den unteren Teil des Topfes zu einem Drittel oder bis zur Hälfte mit der Supererde. Falls Du eine Sorte anbaust, die einen extremen Nährstoffbedarf hat, füll ihn bis zu drei Viertel damit - das ist jedoch nur erforderlich, wenn Du weißt, daß Deine Sorte sehr hungrig ist. Füll den Rest des Topfes mit Deinem biologischen Basiskompost. Verpflanze die Pflanzen in den Boden, sobald sie mindestens 15cm hoch sind. Wenn Du einen Klon oder Sämling einpflanzt, stelle sicher, daß er nicht mit der Supererde in Kontakt kommt. Erst wenn er groß und hungrig genug ist, sollten die Wurzeln sie erreichen.

Wenn es richtig gemacht wird, wird diese Bodenmischung all die Düngung übernehmen, die Deine Pflanzen benötigen, wobei dann für den Rest der Saison nur noch Wasser benötigt wird.

Lies hier, wie Du Deinen eigenen Kompost herstellst

Fortpflanzung